Echte Vielfalt

20. Mai 2021

Fachtag „Geschlechtliche Vielfalt“

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Datum/Zeit
Date(s) - 20/05/2021
14:00 - 18:00

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Fachtag „Geschlechtliche Vielfalt“

Im Rahmen des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*phobie am 17. Mai veranstaltet der Runde Tisch für Akzeptanz und Respekt des Kreises Rendsburg-Eckernförde den Fachtag „Geschlechtliche Vielfalt“.

Ziel ist es, die Teilnehmenden für Themen rund um Geschlecht und Sexualität im Zusammenhang mit der Arbeit im öffentlichen Dienst, in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen, Schulen und im politischen Kontext zu sensibilisieren und Bezüge zur eigenen Praxis herzustellen.

14 Uhr Begrüßung

14:10 – 15:10 Uhr Impulsvortrag: „Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen mit geschlechtlicher Vielfalt“ (Nè Fink)

15:10 – 15:30 Uhr Pause / Übergang in die Workshops

15:30 – 17:30 Uhr Workshops
WS 1: „Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt im persönlichen und schriftlichen Kontakt“
(Né Fink)

WS 2: „Hetero- und Cissexismus“(Alexandra Lau)

WS 3: „Geschlechtergerechte Sprache“ (Tinka Beller)

WS 4: „Das sieht man dir ja gar nicht an – Vorurteile gegenüber LSBTIQ* und wie ich damit umgehen kann“ (Anna Langsch und Jarno Hardemann)

WS 5: „Verbündete*r sein – aber wie? – Mein Umgang mit cis-Privilegien“
(Alexa Magsaam)

Kurze Pause, Übergang in die Abschlussrunde

17:40 – 18:00 Uhr Abschlussrunde

Moderation: Silvia Kempe-Waedt, Alix Voland

Anmeldungen unter Angabe des bevorzugten Workshops bitte bis zum 17.5. an die Gleichstellungsstelle unter: gs@kreis-rd.de. Der link zur Teilnahme wird Ihnen zugestellt.

Für Lehrkräfte ist dieser Fachtag als Fortbildungsveranstaltung akkreditiert.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 100 begrenzt.

Impulsvortrag: Erfahrungen, Herausforderungen und Chancen mit geschlechtlicher Vielfalt (Nè Fink, trans*- und Angehörigen-Beratung, Trainer im Bereich geschlechtliche Vielfalt, Master in Gender und Ethnicity) Im Vortrag werden kurz die wichtigsten Begriffe im Themenfeld geschlechtliche Vielfalt behandelt, um eine grundsätzliche Idee und Sensibilität für die unterschiedlichen Gruppen u.a. trans*, inter* und abinär zu entwickeln. Es wird auch darum gehen, welche Erfahrungen trans* und abinäre Personen in ihrem Alltag in dieser Gesellschaft machen. Né Fink geht dabei der Frage nach, ob das trans* Sein selbst, oder der gesellschaftliche Umgang damit im Alltag das herausfordernde Thema ist. Zuletzt soll es auch darum gehen, wie verschiedene Organisationen (u.a. Vereine, Schulen) die Kontakt und Arbeitsbedingungen so gestalten können, dass sie der Realität von geschlechtlicher Vielfalt ge-recht werden und ihr kompetent begegnen.

Workshops: 1. Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt im persönlichen und schriftlichen Kontakt (Né Fink) Der Workshop beschäftigt sich mit den Chancen eines sensiblen Kontakts zu Kundschaft und Klient*innen. Anhand von konkreten Beispielen werden wir über einen geschlechterinklusiven Umgang in Beratungskontexten, im Umgang mit Schüler*innen und im Kontakt mit Kundinnen und Kunden ins Gespräch kommen. Wir wollen klären wo uns im Arbeitsalltag geschlechtliche Vielfalt begegnen kann und an welchen Stellen noch Inklusions- und Optimierungsbe-darf besteht. Dabei kann es u.a. um den persönlichen Kontakt, Sprache im Schriftverkehr, sowie die Gestaltung von Formularen und Angeboten gehen.

2. Hetero-und Cissexismus (Alexandra Lau, Studentin der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt Geschlechterkompe-tenz) Noch immer sind Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*feindlichkeiten ein großes Problem unserer Gesellschaft. Betroffene Menschen werden mit Ausgrenzungen, Beleidigungen oder sogar mit körperlicher Gewalt konfrontiert. Doch welche sind die Mechanismen, die zu diesen Umständen führen und durch welche Denkmuster werden sie gestützt? Dieser Workshop soll einen Einblick in die sexistischen Machtstrukturen unserer Gesellschaft geben, um das komplexe Ge-flecht hinter Homo-, Bi-, Inter*- und Trans*feindlichkeiten zu verdeutlichen. Danach werden gemeinsam hilfreiche Strategien für einen kompetenten Umgang mit dieser Thematik erarbeitet.

3. Geschlechtergerechte Sprache (Tinka Beller, Kontor5, Personalentwicklung und Mentoring)
Ziel dieses Workshops ist es, für gendergerechte Sprache in der Praxis zu sensibilisieren und Möglichkeiten für eine gendersensible Sprache zu erarbeiten. Dabei werden Stereotype im Denken und in der Wahrnehmung benannt so-wie Hindernisse technischer Art entlarvt. Im Workshop werden Möglichkeiten für gendersensible Sprache ganz prak-tisch erarbeitet und eine konkrete Umsetzung im Arbeitsalltag eingeübt.

4. Das sieht man dir ja gar nicht an – Vorurteile gegenüber LSBTIQ* und wie ich damit umgehen kann (Anna Langsch, Jarno Hardemann von Haki e.V.)
Wie kann ich meine Stereotype überwinden und betroffene Menschen unterstützen? In dem Workshop schauen wir uns Vorurteile und Stereotype gegenüber LSBTIQ*-Personen an, wie wir damit umgehen und Betroffene unterstüt-zen können.

5. Verbündete*r sein – aber wie? – Mein Umgang mit cis-Privilegien (Alexa Magsaam, freie Referentin, DJ und fe-ministisch organisiert im LaDIYfest Kiel)
In dem Workshop setzen wir uns mit cis-Privilegien auseinander. Eine Person ist cis-geschlechtlich, wenn sie sich mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht meistens bis immer identifizieren kann. Cis bildet das Pendant zu trans* und beschreibt eine bestimmte Erfahrung in Bezug auf Geschlechtlichkeit, die mit gewissen Privilegien inner-halb der Gesellschaft verbunden ist. Was aber genau sind eigentlich Privilegien und was bedeutet es cis-Privilegien zu haben? Wie können Personen, die cis sind, sich solidarisch mit trans*, inter* und non-binary Personen verbünden. Und wie kann mensch als cis Person mit seinen eigenen cis-Unsicherheiten (cis-fragilities) umgehen, ohne damit Menschen, die weniger privilegiert sind, auch noch zu belasten.

Bringt alle Eure Fragen und Unsicherheiten mit.

Am Ende sind hoffentlich ein paar Unsicherheiten geklärt, obwohl eines ganz wichtig ist: Verbündete*r sein ist ein ständiger Lernprozess