Echte Vielfalt

27. August 2026

Veranstaltungshinweis „Aperol & Rollenbilder – Part Two“: Queerbogen bringt Geschlechterrollen erneut auf die Bühne

Noch sind es rund fünfeinhalb Monate bis zur Premiere, doch im Hambötler Huus in Negernbötel, Schleswig-Holstein, wird bereits intensiv gearbeitet, denn die ersten Proben für „Aperol & Rollenbilder – Part Two“ haben begonnen. Das neue Theaterstück von Queerbogen wird am Samstag, den 30. Januar 2027, Premiere feiern und knüpft damit an die erste erfolgreiche Ausgabe aus dem Juni an.

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Im Zentrum steht erneut die Frage, wie stark gesellschaftliche Vorstellungen von „männlich“ und „weiblich“ unseren Alltag prägen. Autor, Regisseur und Darsteller Sascha Grimm führt das Thema weiter aus und verbindet persönliche Erfahrungen mit feministischen Perspektiven, Kritik am Patriarchat und der Frage, welche Rollen wir oft ganz selbstverständlich übernehmen, ohne sie zu hinterfragen. Dabei soll das Stück nicht spalten, sondern sichtbar machen, welche Freiheiten entstehen, wenn Menschen Eigenschaften, Kleidung oder Verhaltensweisen nicht mehr einem Geschlecht zuordnen müssen, und was verloren geht, wenn diese Zuordnungen bestehen bleiben.

„Aperol & Rollenbilder – Part Two“ zeigt, dass es nicht darum geht, Männern etwas wegzunehmen oder einzelne Personen zu kritisieren. Vielmehr lädt das Stück dazu ein, die eigenen Vorstellungen zu reflektieren und zu entdecken, wie vielfältig und offen Geschlechterrollen sein können, wenn sie nicht als gegeben verstanden werden.

Auch die Inszenierung selbst spielt mit Erwartungen, denn Kleidung, Rollen und Szenen verändern sich im Verlauf des Abends. „Das Stück beginnt und endet nicht dort, wo man es vielleicht vermuten würde.“ Sascha Grimm beschreibt den neuen Teil in einer Pressemitteilung der Firmenpresse als „deutlich mehr Theater als der erste Teil“ mit „richtige[r] Handlung, mehr Bewegung und mehr Inszenierung“, ohne dabei die persönliche und manchmal unbequeme Note zu verlieren. Die Aufführung ist Teil eines größeren Theaterprojekts von Queerbogen.

Parallel zu den Proben entstehen Bühnenbilder und Requisiten, während die Finanzierung weiter aufgebaut wird. Queerbogen sucht dafür noch nach regionalen Unternehmen und Privatpersonen, die das Projekt als Sponsor*innen oder Unterstützer*innen begleiten wollen. Auf der Webseite können sich Interessierte dazu informieren. Auch für die Premiere ist dort bereits eine Anmeldung möglich.

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