Echte Vielfalt

Gesundheit

Am Abend des 18. Oktober 2026 kam es im queeren Zentrum „Casa Kuà“ in Berlin-Kreuzberg zu einer Durchsuchung durch die Polizei. Auslöser sollen anonyme Anzeigen gegen das Zentrum gewesen sein. Am Montagmorgen teilte die Polizei mit, dass der Verdacht des illegalen Handels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten bestehe. Es seien Medikamente, Betäubungsmittel, Datenträger und Bargeld im vierstelligen Bereich sichergestellt worden.

Weiterlesen

Das 2020 gegründete Casa Kuà ist ein queeres Zentrum mit dem Schwerpunkt auf der Gesundheitsversorgung von trans*, inter* und nicht-binären Personen. Das von trans* und nicht-binären BIPoC (Schwarzen, Indigenen und People of Color) geleitete Zentrum versteht sich als Raum für Gemeinschaft und Gesundheit und legt dabei besonderen Wert auf Intersektionalität und die damit verbundenen unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen im deutschen Gesundheitssystem. Es verfolgt einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz, der beispielsweise auch die gesellschaftlichen Lebensbedingungen der Menschen berücksichtigt.

Es bietet unter anderem Community-Gruppentreffen an, darunter das jeden Sonntag stattfindende Treffen „THE DOLLS“ für transfeminine Personen. Hinzu kommen eine kleine queerfeministische Bibliothek, Workshops und Veranstaltungen. Außerdem bietet das Zentrum Beratungen durch qualifizierte Ärzt*innen zu medizinischen Fragen an, darunter auch zur sogenannten „DIY-Therapie“ mit Hormonen. Dabei nehmen Personen selbst beschaffte Hormone ein, ohne wie sonst üblich ärztlich betreut zu werden. Gerade in Großstädten wie Berlin kann es schwierig sein, einen Behandlungsplatz für eine reguläre Hormonersatztherapie zu bekommen.

Während der Durchsuchung sollen 38 Polizeibeamt*innen das Zentrum betreten haben, in dem gerade ein Workshop von „THE DOLLS“ zum Thema „DIY & Cryptocurrency“ stattfand. Dort sollten Teilnehmende lernen, wie sie mithilfe von Kryptowährungen Hormone im Internet erwerben können. Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti e. V.) kritisiert das Vorgehen der Polizei in einer Stellungnahme scharf und fordert Verhältnismäßigkeit. Auch in der taz wurde die Durchsuchung als „transfeindliche Aktion“ bezeichnet.

Die Durchsuchung hat eine Debatte über die Gesundheitsversorgung von trans*, inter* und nicht-binären Personen ausgelöst. Während DIY-Therapien erhebliche gesundheitliche Risiken bergen, da unter anderem die Dosierung und die Blutwerte nicht ärztlich überwacht werden, stellen sie für manche Menschen den einzigen Zugang zu einer für sie notwendigen Hormontherapie dar. Trans*, inter* und nicht-binäre Personen, die aufgrund bestimmter Körpermerkmale unter Geschlechtsdysphorie leiden, müssen häufig lange Wartezeiten in Kauf nehmen und haben unter Umständen keinen Zugang zu einer bezahlbaren, regulär begleiteten Therapie.

Alfonso Pantisano (SPD), der Queerbeauftragte Berlins, sagte dem rbb24: „Für viele Menschen ist der Zugang zu einer angemessenen Gesundheitsversorgung immer noch mit Demütigungen, Ungewissheit, Ablehnung und bürokratischen Hürden verbunden. Ohne eine diskriminierungsfreie Gesundheitsversorgung für trans* und intergeschlechtliche Menschen drängen wir diese, wie im Falle von ‚Casa Kuà‘, in eine informelle und vielleicht sogar in eine gesetzlich nicht erlaubte Versorgung mit Medikamenten, vor allem auch mit lebensnotwendigen Hormonen.“

Schließen


Diskriminierung kann in unterschiedlichen Lebensbereichen stattfinden, z. B. in der Schule, im Verein oder an öffentlichen Orten. Für Betroffene können solche Erfahrungen das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen. Eine Studie der Universität Bamberg untersucht deshalb, wie Diskriminierung im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen erlebt wird und welche Zusammenhänge mit der aktuellen Stimmung und dem Wohlbefinden bestehen.

Weiterlesen

Viele junge Menschen berichten von Benachteiligung, Ausgrenzung oder Diskriminierung. Besonders häufig betrifft dies Personen, die auch in anderen Bereichen strukturellen Benachteiligungen ausgesetzt sind. Forschungsergebnisse des Deutschen Jugendinstituts zeigen, dass Diskriminierungserfahrungen mit einer Beeinträchtigung des Wohlbefindens verbunden sein können. Zu den betroffenen Gruppen gehören unter anderem junge Menschen mit Behinderung, mit Migrationsgeschichte oder mit nicht-heterosexueller Orientierung.

Das Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Cedric Sachser verfolgt deshalb einen intersektionalen Ansatz. Um zu untersuchen, wann Diskriminierung erlebt wird und wie sich solche Situationen auf die aktuelle Stimmung und das psychische Wohlbefinden der Teilnehmenden auswirken, setzt das Projekt auf eine Tagebuchstudie. Mithilfe sogenannter Ecological-Momentary-Assessment-Befragungen werden die Teilnehmenden direkt in ihrem Alltag befragt.

Zu Beginn findet ein Einführungstermin statt. Dabei erhalten die Teilnehmenden Informationen zur Studie, füllen Fragebögen aus und beantworten Fragen in einem Interview. Anschließend folgt eine zehntägige Tagebuchphase. Während dieser Zeit sollen die Teilnehmenden mehrmals täglich kurze Fragen auf einem Smartphone beantworten. Dabei geht es unter anderem um ihre aktuelle Stimmung und mögliche Diskriminierungserfahrungen. Zum Abschluss findet ein weiterer Termin mit Fragebögen und einem Interview statt.

Die Kombination aus wiederholten Befragungen soll einen möglichst alltagsnahen Einblick ermöglichen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Frage, ob eine Person grundsätzlich Diskriminierung erlebt, sondern auch, wie sich konkrete Situationen kurzfristig auf das Wohlbefinden auswirken können.

Gesucht werden Personen zwischen 15 und 25 Jahren, die Diskriminierung erleben oder erlebt haben und gut Deutsch oder Englisch sprechen. Die Einführungs- und Abschlusstermine können online über Zoom oder in den Räumen des Lehrstuhls für Kinder- und Jugendpsychologie in Bamberg stattfinden.

Für die Teilnahme kann eine Aufwandsentschädigung von bis zu 30 Euro gezahlt werden. Interessierte Personen können zunächst an einem kurzen Vor-Screening teilnehmen, in dem geprüft wird, ob sie für die Studie infrage kommen.

Die Studie soll dazu beitragen, den Zusammenhang zwischen Diskriminierungserfahrungen und psychischem Wohlbefinden besser zu verstehen. Die Ergebnisse können damit eine Grundlage für weitere Forschung sowie für passende Unterstützungs- und Präventionsangebote bilden.

Hier können alle Informationen noch einmal nachgelesen werden.

Schließen


Inter* und trans* bezeichnen unterschiedliche Aspekte, sie können jedoch dieselbe Person betreffen. Manche inter* Personen identifizieren sich als trans* und wünschen sich medizinisch begleitete Transitionsschritte, andere streben körperliche Veränderungen an, ohne sich mit dem Begriff trans* zu identifizieren.

Weiterlesen

Für inter* Personen, die eine medizinisch unterstützte Transition planen, kann die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung zu einer erheblichen Hürde werden. Über Anträge für transitionsbezogene Maßnahmen wie Operationen, Hilfsmittel oder Epilation entscheidet in Deutschland der Medizinische Dienst (MD). Die entsprechende Begutachtungsrichtlinie aus dem Jahr 2020 schließt inter* Personen von den dort geregelten Voraussetzungen für eine Kostenübernahme aus.

Dieser Ausschluss steht im Zusammenhang mit medizinischen Diagnose- und Klassifikationssystemen. Im DSM-IV und im ICD-10 wurde Intergeschlechtlichkeit als Ausschlusskriterium für die Diagnosen „Geschlechtsidentitätsstörung“ beziehungsweise „Transsexualismus“ verwendet. Diese Einordnung beruht auf der inzwischen überholten Annahme, dass inter* Personen mit dem Wunsch nach geschlechtsangleichenden Maßnahmen im Rahmen einer Transition grundsätzlich anders zu behandeln seien als endogeschlechtliche trans* Personen.

Neuere Entwicklungen gehen teilweise in eine andere Richtung. ICD-11 und DSM-5 verabschieden sich vom grundsätzlichen Ausschluss von inter* Personen im Zusammenhang mit geschlechtsangleichenden Maßnahmen. Auch die im Jahr 2018 veröffentlichte S3-Leitlinie zu Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit nennt Intergeschlechtlichkeit nicht mehr als Ausschlusskriterium für eine medizinische Transitionsbegleitung.

In der Praxis gelten diese selbstbestimmungsorientierten Ansätze jedoch nicht automatisch für die Bewilligung durch die gesetzliche Krankenversicherung. Da die Begutachtungsrichtlinie des MD weiterhin auf älteren Kriterien beruht, werden inter* Personen häufig als Einzelfälle behandelt. Ob eine Kostenübernahme erfolgt, kann dadurch von individuellen Einschätzungen der behandelnden Fachpersonen und der Gutachter*innen des MD abhängen.

Der Ausschluss betrifft damit nicht nur eine formale Regelung zur Kostenübernahme. Er kann den Zugang zu medizinischen Maßnahmen erschweren und dazu führen, dass inter Personen gewünschte Behandlungen selbst finanzieren oder auf eine Versorgung verzichten müssen. Die Fachstelle TIN des gemeinnützigen Vereins TransInterQueer e. V. sieht darin eine Einschränkung der Selbstbestimmung von inter* Personen sowie eine Fortführung bestehender Pathologisierung und Marginalisierung im Gesundheitssystem.

Aus Sicht der Fachstelle müsste eine inklusive Gesundheitsversorgung die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der jeweiligen Person berücksichtigen. Dafür sei unter anderem eine Überarbeitung der Begutachtungsrichtlinie des MD erforderlich, die sich an neueren medizinischen Leitlinien und einer selbstbestimmungsorientierten Versorgung ausrichtet. Die Autor*innen von TransInterQueer e. V. sehen daraus Handlungsbedarf für Politik, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft.

Die Publikation zu dem Thema kann hier nachgelesen werden. Bei Beratungs- oder Fachberatungsbedarf zu dem Thema ist die Fachstelle unter inter@transinterqueer.org erreichbar.

Schließen

 

Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 hat sich die Aidshilfe Kiel kontinuierlich weiterentwickelt. Heute arbeitet der gemeinnützige Verein als Fachstelle für Gesundheit und Sexualität und bietet zahlreiche Leistungen wie Beratung und Fortbildungen an. Seit vier Jahrzehnten stehen dabei Solidarität, Akzeptanz und die Unterstützung von Menschen mit HIV und der queeren Community im Mittelpunkt.

Weiterlesen

Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens lädt die Aidshilfe Kiel e. V. zur Ausstellung „40 Jahre Aidshilfe Kiel: Geschichte(n) in Plakaten“ ein. Historische Plakate erzählen dabei von den Anfängen der Aidshilfe und zeigen, wie sich der gesellschaftliche Umgang mit HIV und Aids verändert hat.

In den 1980er-Jahren waren HIV und Aids mit großer Angst, Unsicherheit und Ausgrenzung verbunden. Die Ausstellung erinnert an diese Zeit und macht zugleich sichtbar, wie sich die Arbeit der Aidshilfe im Laufe der Jahrzehnte verändert und erweitert hat. Heute gehören neben der HIV-Prävention auch Beratung zu anderen sexuell übertragbaren Infektionen, Testangebote, sexuelle Bildung und die Unterstützung queerer Menschen zu ihren Aufgaben.

Die Geschichte der Aidshilfe ist auch eine Geschichte medizinischer und gesellschaftlicher Veränderungen. HIV kann heute mit Medikamenten behandelt werden. Eine Therapie kann den Ausbruch von Aids verhindern und ermöglicht Menschen mit HIV ein langes und gutes Leben. Bei erfolgreicher Behandlung ist HIV zudem nicht mehr sexuell übertragbar. Trotz medizinischer Fortschritte bestehen weiterhin Vorurteile und Diskriminierung. Aufklärung, Beratung und persönliche Unterstützung tragen dazu bei, Wissen zu vermitteln, Ängste abzubauen und Menschen mit HIV ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Die Ausstellung möchte nicht nur auf die Vergangenheit zurückblicken, sondern lädt auch dazu ein, Erinnerungen zu teilen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam über die Zukunft sexueller Gesundheit, queeren Lebens und gesellschaftlicher Solidarität in Kiel nachzudenken.

Besucht werden kann die Ausstellung vom 23. bis zum 26. September, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr, im Projektraum 13, Holstenstraße 13–15, 24103 Kiel.

Schließen


4Be TransSuchtHilfe in Hamburg ist eine spezialisierte Beratungsstelle für trans*, intergeschlechtliche, nicht-binäre und genderdiverse Menschen sowie für queere Personen mit Suchterkrankungen, für deren Angehörige und für Menschen, die beruflich mit dem Thema arbeiten.

Weiterlesen

Seit 2019 bietet die Einrichtung psychosoziale Beratung, Begleitung im Coming-out-Prozess, Unterstützung bei Behördenwegen, Gruppenangebote und Hilfe in Krisensituationen. Seit Jahren gilt sie als zentrale Anlaufstelle für Menschen, die aufgrund von Diskriminierung, Gewalt oder gesundheitlichen Belastungen besonders vulnerabel sind.

Im Zuge politischer und finanzieller Umstrukturierungen in Hamburg ist die Zukunft von 4Be jedoch unsicher. Die Förderung soll zum 31. Dezember 2026 eingestellt werden. Die Versorgung würde sich demnach faktisch stärker auf große Kliniken konzentrieren und der Zugang für Betroffene deutlich erschwert.

Außerdem leistet 4Be Arbeit, die staatliche Strukturen für diese Personengruppe oftmals nicht abdecken können. Besonders die Unterstützung bei Suchtproblemen sowie die Begleitung bei medizinischen und rechtlichen Fragen geschlechtlich vielfältiger und queerer Menschen stellen für Betroffene eine wichtige Anlaufstelle dar. Ein Wegfall des Angebots könnte die Unterstützung insbesondere für Menschen in akuten Notlagen erheblich einschränken.

Beim CSD in Hamburg am 1. August 2026 rief der trans* und Sexarbeiter*innen-Block zu einem Die-In-Protest auf. Bei dieser Protestform legen sich die Beteiligten auf ein Signal hin kollektiv auf den Boden und stellen sich tot. In diesem Fall sollte symbolisch verdeutlicht werden, dass politische Entscheidungsträger*innen die Schädigung und den Tod von queeren Menschen – insbesondere den von trans* Menschen – billigend in Kauf nähmen. Im Fokus standen dabei der Anschlag auf den Berliner CSD, die Pläne zur Änderung der Hamburger Meldedatenverordnung, die Kriminalisierung von Sexarbeit und die geplanten Kürzungen bei 4Be, aber auch die generelle, akute und zunehmende Gefährdung queerer Menschen.

Schließen


Sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend kann Betroffene ein Leben lang begleiten. Für queere Menschen können zusätzlich Erfahrungen mit Diskriminierung oder fehlenden queersensiblen Unterstützungsangeboten den Zugang zu Hilfe erschweren. Gleichzeitig gibt es bislang nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, welche Bedarfe queere Betroffene haben und welche Unterstützungsangebote sie als hilfreich erleben.

Weiterlesen

Für ein Promotionsprojekt an der Universität Vechta werden derzeit queere Erwachsene gesucht, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt erfahren haben und bereit sind, ihre Erfahrungen im Rahmen eines Interviews zu teilen.

Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie queere Betroffene mit den Folgen sexualisierter Gewalt umgehen, welche Unterstützungsangebote sie als hilfreich erleben und welche Herausforderungen im Hilfesystem bestehen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, die langfristig zur Verbesserung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für queere Betroffene beitragen können.

Das Projekt wird von Adrian Etzel im Rahmen seiner Promotion im Bereich der Sozialen Arbeit durchgeführt. Ein positives Votum der Ethikkommission der Universität Vechta liegt vor. Die Interviews finden in einem vertraulichen Rahmen statt. Den Ort können die Teilnehmenden grundsätzlich selbst wählen. Für das Gespräch sind etwa zwei Stunden vorgesehen, wobei sich die Dauer an den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmenden orientiert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Weiterleiten dieser Information an interessierte Personen und Netzwerke ist ausdrücklich erwünscht. Jede Teilnahme kann dazu beitragen, die Lebensrealitäten queerer Betroffener besser zu verstehen und Hilfs- und Beratungsangebote künftig bedarfsgerechter zu gestalten.

Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist kein Randphänomen. Sie kann in Familien, im sozialen Umfeld, in Vereinen, Schulen oder anderen Institutionen stattfinden und oft noch viele Jahre später psychische, körperliche und soziale Folgen haben. Die Aufarbeitung solcher Erfahrungen verläuft individuell und kann durch unterstützende Beziehungen, Beratungsangebote und therapeutische Begleitung erleichtert werden. Wissenschaftliche Studien können dazu beitragen, konkrete Bedarfe besser sichtbar zu machen.

Wenn Sie selbst von sexualisierter Gewalt betroffen sind oder vermuten, dass eine Person in Ihrem Umfeld Unterstützung benötigt, können Sie sich an das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch wenden. Die Beratung ist anonym und kostenfrei. Sie erreichen das Hilfe-Telefon unter der Telefonnummer 0800 22 55 530 (montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr). Darüber hinaus können über die Webseite des Hilfe-Telefons Nachrichten geschrieben und Beratungs- und Anlaufstellen in der Nähe gesucht werden.

Schließen


In diesem Beitrag wird das Angebot "Mann liebt Mann" von Leben mit Behinderung Hamburg (LmBHH) beschrieben.

Weiterlesen

Mann liebt Mann

  • offene Gruppe für erwachsene queere Männer mit und ohne Behinderungen aus dem Großraum Hamburg
  • weitgehend am letzten Samstag mit Monat
  • 15 bis 18 Uhr im Südring 36 bei LmBHH, 22303 Hamburg-Winterhude

Kontakt:

Weitere Angebote von LmBHH:

  • Selbsthilfegruppe (vernetzt mit KISS Hamburg)
  • Bildung und Beratung
  • LmbHH lädt regelmäßig externe Berater*innen ein von AIDS-Hilfe Hamburg, Hein und Fiete Schwuler Checkpoint, Polizei LSBTI Hamburg, Psychosozialer Dienst Hamburg, Mitarbeitende von LmBHH beispielsweise zum Thema "Leichte Sprache" und auch aus der Politik und der Freien und Hansestadt Hamburg.
  • "Sexuelle Gesundheit" und "Vielfalt des Lebens" wird auch deshalb immer angesprochen.
  • Und es gibt auch ein kostenloses Kaffeetrinken zum Erfahrungsaustausch und Kennenlernen.

Karl-Ernst Schmidt, derzeitige Leiter der Gruppe, schreibt:

"Einige Teilnehmer begleite und unterstütze ich auch bei 'Behinderte Schwule treffen sich' in der Akademie Waldschlösschen.

Zudem bin ich selbst seit Anfang der 1990er Jahre ehrenamtlich in AIDS-Hilfen aktiv und war zuletzt Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe Sylt (von 2000 bis 2017)."

Schließen


Bereits 2024 erschien die Broschüre „Demenz und queer“ für Schleswig-Holstein. Das Modellprojekt stieß auf große Resonanz und machte deutlich, dass bundesweit Bedarf an Orientierung und Sensibilisierung für die Lebensrealitäten queerer Menschen mit Demenz besteht. Daraufhin schlossen sich das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein und die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V. Selbsthilfe Demenz zusammen, um eine bundesweit nutzbare Ausgabe zu veröffentlichen.

Weiterlesen

Menschen mit Demenz verlieren nach und nach Erinnerungen und damit oft auch den Zugang zu wichtigen Teilen ihrer Biografie. Gleichzeitig können weit zurückliegende Erlebnisse wieder stärker in den Vordergrund treten. Für queere Menschen kann dies besondere Herausforderungen mit sich bringen. Diskriminierungserfahrungen, Ausgrenzung oder frühere Lebenssituationen können erneut präsent werden. Gerade ältere queere Menschen haben teilweise strafrechtliche Verfolgung erlebt oder waren gezwungen, ihre Identität zu verbergen und in gesellschaftlich erwarteten Rollen zu leben. Mit fortschreitender Demenz kann es zudem vorkommen, dass Hemmschwellen sinken und Menschen sich erstmals oder erneut gegenüber ihrem Umfeld outen.

Die Broschüre möchte diese Perspektiven sichtbar machen und Angehörigen, Fachkräften, Beratungsstellen sowie Einrichtungen Orientierung bieten. Sie verbindet fachliche Informationen mit praxisnahen Empfehlungen und soll dazu beitragen, Diskriminierung vorzubeugen sowie Unsicherheiten im Umgang mit queeren Menschen mit Demenz abzubauen.

In einer Pressemitteilung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vom 8. Juni 2026 betont Anneke Wilken-Bober vom Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein die Bedeutung von Verbündeten, sogenannten Allies, die sich für die LSBTIQ* Community einsetzen:

„Menschen mit Demenz sind nicht nur hetero und weiß. Vielfalt lebt vom Mitmachen und es braucht viele Menschen, die sich positionieren. Jahrzehntelang haben beispielsweise Lesben, Schwule und auch Trans* Personen um Sichtbarkeit gekämpft. Sie brauchen sogenannte ‚Allies‘, Verbündete: Menschen, die sich in unserer immer noch stark heteronorm geprägten Gesellschaft für sie einsetzen, im Kleinen und im Großen.“

Menschen mit Demenz sind in besonderem Maße auf ein respektvolles und unterstützendes Umfeld angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass Angehörige, Pflegekräfte und andere Bezugspersonen sensibel auf unterschiedliche Lebensrealitäten eingehen und Diskriminierung entgegenwirken.

Mit „Demenz und queer – Vielfalt denken, sehen, ermöglichen“ liegt nun eine überarbeitete bundesweite Ausgabe vor. Ergänzend wurde eine Hörversion veröffentlicht, um die Barrierefreiheit des Angebots zu verbessern. Neu hinzugekommen ist unter anderem ein zusätzliches Kapitel zu Begrifflichkeiten unter dem Titel „Miteinander sprechen“.

Die Broschüre kann im Shop der Deutschen Alzheimer Gesellschaft kostenlos als PDF heruntergeladen oder als Druckversion bestellt werden. Ergänzend steht ein Informationsplakat zur Verfügung.

Schließen


Der Bereich Interdisziplinäre Schmerz- und Palliativambulanz / Neurologische Schmerzforschung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) führt derzeit eine Studie zu Geschlechtsaspekten in der Schmerzverarbeitung durch und sucht dafür noch trans* und nicht-binäre Teilnehmende.

Weiterlesen

Die Proband*innen sollten mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Gut eingestellte psychische oder körperliche Erkrankungen stellen jedoch nicht zwingend ein Ausschlusskriterium dar. Nicht mehr gesucht werden cisgeschlechtliche Personen sowie trans Männer, die eine Hormontherapie erhalten.

Die Studienteilnehmenden nehmen an einer einmaligen Untersuchung am UKSH in Kiel teil. Diese dauert etwa eine Stunde und 45 Minuten und umfasst das Ausfüllen von Fragebögen, eine Blutentnahme sowie verschiedene Verfahren zur Schmerzmessung. „Eine queer- und trans*-freundliche Atmosphäre ist gegeben“, heißt es im Flyer zur Studie. Alle Proband*innen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro.

Die Anmeldung erfolgt online. Bei Fragen oder Unsicherheiten kann eine E-Mail an schmerz-studie@web.de gesendet werden.

Schließen


Trans* Frauen können grundsätzlich an Prostatakrebs erkranken. Über die urologische Versorgung dieser Personengruppe und mögliche besondere Herausforderungen im Zugang zu Vorsorge- und Behandlungsangeboten liegen bislang jedoch nur wenige Erkenntnisse vor.

Weiterlesen

Im Rahmen ihrer Promotion führt Jessica Gloe, Doktorandin an der Universität Kiel (UKSH), derzeit eine wissenschaftliche Studie zur Inanspruchnahme von Prostatakrebsvorsorge durch trans* Frauen in Deutschland durch. Ziel der Untersuchung ist es, die aktuelle Versorgungssituation besser zu verstehen. Dabei stehen insbesondere Vorsorgeuntersuchungen, mögliche Zugangsbarrieren sowie Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen im Fokus. Langfristig sollen die Ergebnisse dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung in diesem Bereich zu verbessern.

An der Studie teilnehmen können trans* Frauen und nicht-binäre Personen ab 18 Jahren. Für die Teilnahme ist das Ausfüllen eines sechsseitigen Fragebogens vorgesehen, wofür etwa 15 Minuten eingeplant werden sollten. Die Datenerhebung erfolgt vollständig anonym und kann sowohl digital als auch postalisch durchgeführt werden. Eine unabhängige Ethikkommission hat die Studie geprüft und ihre Durchführung genehmigt.

Hier können der Fragebogen sowie weitere Informationen zur Studie heruntergeladen werden. Bei Fragen steht Jessica Gloe telefonisch unter 0179 610 49 41 oder per E-Mail an stu249024@mail.uni-kiel.de zur Verfügung. Das Teilen und Weiterleiten des Fragebogens ist ausdrücklich erwünscht, um ein möglichst umfassendes Bild der Versorgungssituation zu erhalten.

Schließen


Echte Vielfalt
Datenschutzübersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Erkennen von Ihnen, wenn Sie zu unserer Website zurückkehren, und helfen unserem Team zu verstehen, welche Bereiche der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.

.moove-gdpr-branding-cnt,.moove-gdpr-company-logo-holder {display: none;} #moove_gdpr_cookie_info_bar p{text-shadow: none;}