Weiterlesen Für inter* Personen, die eine medizinisch unterstützte Transition planen, kann die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung zu einer erheblichen Hürde werden. Über Anträge für transitionsbezogene Maßnahmen wie Operationen, Hilfsmittel oder Epilation entscheidet in Deutschland der Medizinische Dienst (MD). Die entsprechende Begutachtungsrichtlinie aus dem Jahr 2020 schließt inter* Personen von den dort geregelten Voraussetzungen für eine Kostenübernahme aus. Dieser Ausschluss steht im Zusammenhang mit medizinischen Diagnose- und Klassifikationssystemen. Im DSM-IV und im ICD-10 wurde Intergeschlechtlichkeit als Ausschlusskriterium für die Diagnosen „Geschlechtsidentitätsstörung“ beziehungsweise „Transsexualismus“ verwendet. Diese Einordnung beruht auf der inzwischen überholten Annahme, dass inter* Personen mit dem Wunsch nach geschlechtsangleichenden Maßnahmen im Rahmen einer Transition grundsätzlich anders zu behandeln seien als endogeschlechtliche trans* Personen. Neuere Entwicklungen gehen teilweise in eine andere Richtung. ICD-11 und DSM-5 verabschieden sich vom grundsätzlichen Ausschluss von inter* Personen im Zusammenhang mit geschlechtsangleichenden Maßnahmen. Auch die im Jahr 2018 veröffentlichte S3-Leitlinie zu Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit nennt Intergeschlechtlichkeit nicht mehr als Ausschlusskriterium für eine medizinische Transitionsbegleitung. In der Praxis gelten diese selbstbestimmungsorientierten Ansätze jedoch nicht automatisch für die Bewilligung durch die gesetzliche Krankenversicherung. Da die Begutachtungsrichtlinie des MD weiterhin auf älteren Kriterien beruht, werden inter* Personen häufig als Einzelfälle behandelt. Ob eine Kostenübernahme erfolgt, kann dadurch von individuellen Einschätzungen der behandelnden Fachpersonen und der Gutachter*innen des MD abhängen. Der Ausschluss betrifft damit nicht nur eine formale Regelung zur Kostenübernahme. Er kann den Zugang zu medizinischen Maßnahmen erschweren und dazu führen, dass inter Personen gewünschte Behandlungen selbst finanzieren oder auf eine Versorgung verzichten müssen. Die Fachstelle TIN des gemeinnützigen Vereins TransInterQueer e. V. sieht darin eine Einschränkung der Selbstbestimmung von inter* Personen sowie eine Fortführung bestehender Pathologisierung und Marginalisierung im Gesundheitssystem. Aus Sicht der Fachstelle müsste eine inklusive Gesundheitsversorgung die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der jeweiligen Person berücksichtigen. Dafür sei unter anderem eine Überarbeitung der Begutachtungsrichtlinie des MD erforderlich, die sich an neueren medizinischen Leitlinien und einer selbstbestimmungsorientierten Versorgung ausrichtet. Die Autor*innen von TransInterQueer e. V. sehen daraus Handlungsbedarf für Politik, Gesundheitswesen und Zivilgesellschaft. Die Publikation zu dem Thema kann hier nachgelesen werden. Bei Beratungs- oder Fachberatungsbedarf zu dem Thema ist die Fachstelle unter inter@transinterqueer.org erreichbar.
Gesundheit
Weiterlesen Anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens lädt die Aidshilfe Kiel e. V. zur Ausstellung „40 Jahre Aidshilfe Kiel: Geschichte(n) in Plakaten“ ein. Historische Plakate erzählen dabei von den Anfängen der Aidshilfe und zeigen, wie sich der gesellschaftliche Umgang mit HIV und Aids verändert hat. In den 1980er-Jahren waren HIV und Aids mit großer Angst, Unsicherheit und Ausgrenzung verbunden. Die Ausstellung erinnert an diese Zeit und macht zugleich sichtbar, wie sich die Arbeit der Aidshilfe im Laufe der Jahrzehnte verändert und erweitert hat. Heute gehören neben der HIV-Prävention auch Beratung zu anderen sexuell übertragbaren Infektionen, Testangebote, sexuelle Bildung und die Unterstützung queerer Menschen zu ihren Aufgaben. Die Geschichte der Aidshilfe ist auch eine Geschichte medizinischer und gesellschaftlicher Veränderungen. HIV kann heute mit Medikamenten behandelt werden. Eine Therapie kann den Ausbruch von Aids verhindern und ermöglicht Menschen mit HIV ein langes und gutes Leben. Bei erfolgreicher Behandlung ist HIV zudem nicht mehr sexuell übertragbar. Trotz medizinischer Fortschritte bestehen weiterhin Vorurteile und Diskriminierung. Aufklärung, Beratung und persönliche Unterstützung tragen dazu bei, Wissen zu vermitteln, Ängste abzubauen und Menschen mit HIV ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Ausstellung möchte nicht nur auf die Vergangenheit zurückblicken, sondern lädt auch dazu ein, Erinnerungen zu teilen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam über die Zukunft sexueller Gesundheit, queeren Lebens und gesellschaftlicher Solidarität in Kiel nachzudenken. Besucht werden kann die Ausstellung vom 23. bis zum 26. September, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr, im Projektraum 13, Holstenstraße 13–15, 24103 Kiel.
Sorge um Beratungsstelle: Geplante Kürzungen bei 4Be
1. September 2026Weiterlesen Seit 2019 bietet die Einrichtung psychosoziale Beratung, Begleitung im Coming-out-Prozess, Unterstützung bei Behördenwegen, Gruppenangebote und Hilfe in Krisensituationen. Seit Jahren gilt sie als zentrale Anlaufstelle für Menschen, die aufgrund von Diskriminierung, Gewalt oder gesundheitlichen Belastungen besonders vulnerabel sind. Im Zuge politischer und finanzieller Umstrukturierungen in Hamburg ist die Zukunft von 4Be jedoch unsicher. Die Förderung soll zum 31. Dezember 2026 eingestellt werden. Die Versorgung würde sich demnach faktisch stärker auf große Kliniken konzentrieren und der Zugang für Betroffene deutlich erschwert. Außerdem leistet 4Be Arbeit, die staatliche Strukturen für diese Personengruppe oftmals nicht abdecken können. Besonders die Unterstützung bei Suchtproblemen sowie die Begleitung bei medizinischen und rechtlichen Fragen geschlechtlich vielfältiger und queerer Menschen stellen für Betroffene eine wichtige Anlaufstelle dar. Ein Wegfall des Angebots könnte die Unterstützung insbesondere für Menschen in akuten Notlagen erheblich einschränken. Beim CSD in Hamburg am 1. August 2026 rief der trans* und Sexarbeiter*innen-Block zu einem Die-In-Protest auf. Bei dieser Protestform legen sich die Beteiligten auf ein Signal hin kollektiv auf den Boden und stellen sich tot. In diesem Fall sollte symbolisch verdeutlicht werden, dass politische Entscheidungsträger*innen die Schädigung und den Tod von queeren Menschen – insbesondere den von trans* Menschen – billigend in Kauf nähmen. Im Fokus standen dabei der Anschlag auf den Berliner CSD, die Pläne zur Änderung der Hamburger Meldedatenverordnung, die Kriminalisierung von Sexarbeit und die geplanten Kürzungen bei 4Be, aber auch die generelle, akute und zunehmende Gefährdung queerer Menschen.
Weiterlesen Für ein Promotionsprojekt an der Universität Vechta werden derzeit queere Erwachsene gesucht, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt erfahren haben und bereit sind, ihre Erfahrungen im Rahmen eines Interviews zu teilen. Im Mittelpunkt der Studie steht die Frage, wie queere Betroffene mit den Folgen sexualisierter Gewalt umgehen, welche Unterstützungsangebote sie als hilfreich erleben und welche Herausforderungen im Hilfesystem bestehen. Ziel des Forschungsprojekts ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, die langfristig zur Verbesserung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für queere Betroffene beitragen können. Das Projekt wird von Adrian Etzel im Rahmen seiner Promotion im Bereich der Sozialen Arbeit durchgeführt. Ein positives Votum der Ethikkommission der Universität Vechta liegt vor. Die Interviews finden in einem vertraulichen Rahmen statt. Den Ort können die Teilnehmenden grundsätzlich selbst wählen. Für das Gespräch sind etwa zwei Stunden vorgesehen, wobei sich die Dauer an den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmenden orientiert. Weitere Informationen finden Sie hier. Das Weiterleiten dieser Information an interessierte Personen und Netzwerke ist ausdrücklich erwünscht. Jede Teilnahme kann dazu beitragen, die Lebensrealitäten queerer Betroffener besser zu verstehen und Hilfs- und Beratungsangebote künftig bedarfsgerechter zu gestalten. Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist kein Randphänomen. Sie kann in Familien, im sozialen Umfeld, in Vereinen, Schulen oder anderen Institutionen stattfinden und oft noch viele Jahre später psychische, körperliche und soziale Folgen haben. Die Aufarbeitung solcher Erfahrungen verläuft individuell und kann durch unterstützende Beziehungen, Beratungsangebote und therapeutische Begleitung erleichtert werden. Wissenschaftliche Studien können dazu beitragen, konkrete Bedarfe besser sichtbar zu machen. Wenn Sie selbst von sexualisierter Gewalt betroffen sind oder vermuten, dass eine Person in Ihrem Umfeld Unterstützung benötigt, können Sie sich an das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch wenden. Die Beratung ist anonym und kostenfrei. Sie erreichen das Hilfe-Telefon unter der Telefonnummer 0800 22 55 530 (montags, mittwochs und freitags von 9 bis 14 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 15 bis 20 Uhr). Darüber hinaus können über die Webseite des Hilfe-Telefons Nachrichten geschrieben und Beratungs- und Anlaufstellen in der Nähe gesucht werden.
Angebot: Mann liebt Mann
29. Juni 2026Weiterlesen Mann liebt Mann Kontakt: Weitere Angebote von LmBHH: Karl-Ernst Schmidt, derzeitige Leiter der Gruppe, schreibt: "Einige Teilnehmer begleite und unterstütze ich auch bei 'Behinderte Schwule treffen sich' in der Akademie Waldschlösschen. Zudem bin ich selbst seit Anfang der 1990er Jahre ehrenamtlich in AIDS-Hilfen aktiv und war zuletzt Vorstandsmitglied der AIDS-Hilfe Sylt (von 2000 bis 2017)."
Weiterlesen Menschen mit Demenz verlieren nach und nach Erinnerungen und damit oft auch den Zugang zu wichtigen Teilen ihrer Biografie. Gleichzeitig können weit zurückliegende Erlebnisse wieder stärker in den Vordergrund treten. Für queere Menschen kann dies besondere Herausforderungen mit sich bringen. Diskriminierungserfahrungen, Ausgrenzung oder frühere Lebenssituationen können erneut präsent werden. Gerade ältere queere Menschen haben teilweise strafrechtliche Verfolgung erlebt oder waren gezwungen, ihre Identität zu verbergen und in gesellschaftlich erwarteten Rollen zu leben. Mit fortschreitender Demenz kann es zudem vorkommen, dass Hemmschwellen sinken und Menschen sich erstmals oder erneut gegenüber ihrem Umfeld outen. Die Broschüre möchte diese Perspektiven sichtbar machen und Angehörigen, Fachkräften, Beratungsstellen sowie Einrichtungen Orientierung bieten. Sie verbindet fachliche Informationen mit praxisnahen Empfehlungen und soll dazu beitragen, Diskriminierung vorzubeugen sowie Unsicherheiten im Umgang mit queeren Menschen mit Demenz abzubauen. In einer Pressemitteilung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft vom 8. Juni 2026 betont Anneke Wilken-Bober vom Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein die Bedeutung von Verbündeten, sogenannten Allies, die sich für die LSBTIQ* Community einsetzen: „Menschen mit Demenz sind nicht nur hetero und weiß. Vielfalt lebt vom Mitmachen und es braucht viele Menschen, die sich positionieren. Jahrzehntelang haben beispielsweise Lesben, Schwule und auch Trans* Personen um Sichtbarkeit gekämpft. Sie brauchen sogenannte ‚Allies‘, Verbündete: Menschen, die sich in unserer immer noch stark heteronorm geprägten Gesellschaft für sie einsetzen, im Kleinen und im Großen.“ Menschen mit Demenz sind in besonderem Maße auf ein respektvolles und unterstützendes Umfeld angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass Angehörige, Pflegekräfte und andere Bezugspersonen sensibel auf unterschiedliche Lebensrealitäten eingehen und Diskriminierung entgegenwirken. Mit „Demenz und queer – Vielfalt denken, sehen, ermöglichen“ liegt nun eine überarbeitete bundesweite Ausgabe vor. Ergänzend wurde eine Hörversion veröffentlicht, um die Barrierefreiheit des Angebots zu verbessern. Neu hinzugekommen ist unter anderem ein zusätzliches Kapitel zu Begrifflichkeiten unter dem Titel „Miteinander sprechen“. Die Broschüre kann im Shop der Deutschen Alzheimer Gesellschaft kostenlos als PDF heruntergeladen oder als Druckversion bestellt werden. Ergänzend steht ein Informationsplakat zur Verfügung.
Weiterlesen Die Proband*innen sollten mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Gut eingestellte psychische oder körperliche Erkrankungen stellen jedoch nicht zwingend ein Ausschlusskriterium dar. Nicht mehr gesucht werden cisgeschlechtliche Personen sowie trans Männer, die eine Hormontherapie erhalten. Die Studienteilnehmenden nehmen an einer einmaligen Untersuchung am UKSH in Kiel teil. Diese dauert etwa eine Stunde und 45 Minuten und umfasst das Ausfüllen von Fragebögen, eine Blutentnahme sowie verschiedene Verfahren zur Schmerzmessung. „Eine queer- und trans*-freundliche Atmosphäre ist gegeben“, heißt es im Flyer zur Studie. Alle Proband*innen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro. Die Anmeldung erfolgt online. Bei Fragen oder Unsicherheiten kann eine E-Mail an schmerz-studie@web.de gesendet werden.
Trans* Frauen und nicht-binäre Personen für deutschlandweite Studie zur urologischen Versorgung gesucht
4. Juni 2026Trans* Frauen können grundsätzlich an Prostatakrebs erkranken. Über die urologische Versorgung dieser Personengruppe und mögliche besondere Herausforderungen im Zugang zu Vorsorge- und Behandlungsangeboten liegen bislang jedoch nur wenige Erkenntnisse vor.
Im Rahmen ihrer Promotion führt Jessica Gloe, Doktorandin an der Universität Kiel (UKSH), derzeit eine wissenschaftliche Studie zur Inanspruchnahme von Prostatakrebsvorsorge durch trans* Frauen in Deutschland durch. Ziel der Untersuchung ist es, die aktuelle Versorgungssituation besser zu verstehen. Dabei stehen insbesondere Vorsorgeuntersuchungen, mögliche Zugangsbarrieren sowie Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen im Fokus. Langfristig sollen die Ergebnisse dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung in diesem Bereich zu verbessern.
An der Studie teilnehmen können trans* Frauen und nicht-binäre Personen ab 18 Jahren. Für die Teilnahme ist das Ausfüllen eines sechsseitigen Fragebogens vorgesehen, wofür etwa 15 Minuten eingeplant werden sollten. Die Datenerhebung erfolgt vollständig anonym und kann sowohl digital als auch postalisch durchgeführt werden. Eine unabhängige Ethikkommission hat die Studie geprüft und ihre Durchführung genehmigt.
Hier können der Fragebogen sowie weitere Informationen zur Studie heruntergeladen werden. Bei Fragen steht Jessica Gloe telefonisch unter 0179 610 49 41 oder per E-Mail an stu249024@mail.uni-kiel.de zur Verfügung. Das Teilen und Weiterleiten des Fragebogens ist ausdrücklich erwünscht, um ein möglichst umfassendes Bild der Versorgungssituation zu erhalten.
Vielfältige Gesundheit: Der Tag des Gesundheitsamtes 2026 und die Perspektiven der LSBTIQ*-Community
2. April 2026Weiterlesen Der Aktionstag bot daher nicht nur Einblicke in die Arbeit der Gesundheitsämter, sondern auch eine wichtige Plattform, um auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam und Lösungsansätze sichtbar zu machen. Gesundheit ist nicht für alle gleich zugänglich Gesundheitliche Chancengleichheit ist ein zentrales Ziel des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD). Doch für viele LSBTIQ*-Personen ist der Zugang zu angemessener Versorgung weiterhin erschwert. Studien (z.B. LSVD+, Timmermann et al.) zeigen eine häufig höhere psychische Belastung durch Diskriminierung und Minderheitenstress, erhöhte Risiken für Depressionen und Angststörungen sowie Barrieren beim Zugang zu sensibler und kompetenter Gesundheitsversorgung. Insbesondere trans*, inter* und nicht-binäre Menschen berichten häufig von fehlender Fachkenntnis im medizinischen System oder von Erfahrungen mit Stigmatisierung. Der Tag des Gesundheitsamtes 2026 griff diese Herausforderungen auf und machte deutlich: Diversität im Gesundheitswesen bedeutet auch, sexuelle und geschlechtliche Vielfalt konsequent mitzudenken. Gesundheitsämter als niedrigschwellige Anlaufstellen Gerade Gesundheitsämter spielen für viele Menschen eine zentrale Rolle, unabhängig von Versicherungsstatus oder finanziellen Möglichkeiten. Auch für die LSBTIQ*-Community sind sie häufig erste Anlaufstellen, zum Beispiel bei anonymen HIV- und STI-Testangeboten, sexualpädagogischer Beratung, psychosozialer Unterstützung sowie Präventionsarbeit in Community-Kontexten. Viele Gesundheitsämter haben ihre Angebote in den letzten Jahren gezielt weiterentwickelt, um queere Lebensrealitäten stärker zu berücksichtigen. Dazu gehören: Beispiele aus Kommunen wie Berlin oder Mannheim zeigen, dass solche Ansätze nicht nur die Inanspruchnahme erhöhen, sondern auch Vertrauen schaffen. Sichtbarkeit schafft Vertrauen Ein zentrales Thema des Aktionstages war die Frage, wie Gesundheitsangebote für LSBTIQ*-Menschen sichtbarer und zugänglicher gemacht werden können. Denn viele queere Menschen vermeiden medizinische Angebote, wenn sie Diskriminierung befürchten oder negative Erfahrungen gemacht haben. Sichtbarkeit kann konkret bedeuten, Regenbogen-Symbole oder klare Diversity-Statements in Einrichtungen zu zeigen oder Informationsmaterialien zu veröffentlichen, die verschiedene Lebensrealitäten abbilden. Auch kann gezielt mit queeren Netzwerken kooperiert werden. Solche Maßnahmen sind nicht nur symbolisch, sondern signalisieren Zugehörigkeit und können entscheidend dazu beitragen, gesundheitliche Versorgung tatsächlich erreichbar zu machen.
vielfalt.SH e.V.
8. Februar 2026Weiterlesen So ist vielfalt.SH e.V. „Mit diesen vielfältigen Projekten und Aktivitäten sind wir im Norden Schleswig-Holsteins vertreten. Wir unterstützen und leisten Peer-to-Peer Beratung bei allen Themen der sexuellen Gesundheit, geschlechtlichen, sexuellen und romantischen Vielfalt und Selbstbestimmung“, so Vorstandsvorsitzender Andreas Witolla. Der ehrenamtliche Vorstand besteht aus Franziska Paulsen, Jörg Kobarg und Andreas Witolla. Im Projektteam arbeiten Doro Bueschler, Hannah Reimann, Leonie Schröpfer und Nic Thöne. Kontakt: info@vielfalt.sh Weitere Informationen zu vielfalt.SH e.V. finden sich auf der Website: www.vielfalt.sh






