Echte Vielfalt

Trans

Die Grundlage des Geschlechterbegriffs ist ein von der Reproduktionsfähigkeit ausgehendes, biologisches Verständnis von Menschen als entweder „weiblich“ oder „männlich“– also als „gebärfähig“ oder nicht. Der Geschlechterbegriff hat jedoch nicht nur biologische, sondern auch soziale, und damit identitätsstiftende, rechtliche Aspekte – nach Auffassung der Geschlechterforschung können jedoch sowohl das biologische als auch soziale Geschlecht als gesellschaftliche Konstruktionen verstanden werden, die die Realität geschlechtlicher Vielfalt nur unzureichend erfassen.

Weiterlesen

Zwar basiert das biologische Geschlecht (englisch „sex“) auf sicht- und messbaren Faktoren wie Chromosomen, Hormonen, äußeren und inneren Geschlechtsorganen, - z.B. Vulva, Eierstöcke, Östrogen und XX-Chromosomen als weiblich; und Hoden, Penis, Testosteron und XY-Chromosomen als männlich, - so bedeutet dies jedoch nicht, dass es nicht auch Menschen gibt, deren biologisches Geschlecht mehrdeutig ist. Diese Menschen werden als inter*, intersexuell, oder intergeschlechtlich bezeichnet. Oft werden ihre äußeren Geschlechtsorgane jedoch schon als Säuglinge operativ an „männlich“ oder „weiblich“ angepasst, um sie in diese gesellschaftlich konstruierten Kategorien einordnen zu können.

Dieses soziale Geschlecht (englisch „gender“) wird durch die Bewertung von Aussehen, Körpersprache und Handlungsweisen, die als „männlich“ oder „weiblich“ gelten stark kulturell definiert: Zum Beispiel durch „Jungs- und Mädchenabteilungen“ bei Spielsachen, Kleidung, Büchern, und Filmen; die schon Kindern beibringen, welchen Rollen sie zu entsprechen haben.

Oft stimmt das biologische Geschlecht mit dem sozialen insoweit überein, dass sich Menschen damit identifizieren und gesellschaftlichen Erwartungen mehr oder weniger leicht entsprechen können. Es kommt jedoch auch vor – sowohl bei Menschen mit eindeutigen als auch mehrdeutigen biologischen Geschlechtsmerkmalen – dass sich eine Person nicht als das Geschlecht fühlt, das ihr bei der Geburt zugewiesen wurde, oder sich gar keinem Geschlecht, oder beiden zugeordnet fühlt. Männer und Frauen, bei denen das biologische und soziale Geschlecht zusammenpassen, werden „cis“ genannt. Biologische Frauen, die sich als Männer identifizieren (und andersrum) bezeichnen sich als „trans“ und Menschen, die sich keinem oder beiden der sozialen Geschlechter zugehörig fühlen als „agender“ oder „nicht-binär“ (englisch „non-binary“), was oft mit „Enby“ (Ausprache „Enbi“) abgekürzt wird.

Es gibt jedoch auch viele Kulturen, wie die der Indigenen Hawaiianer – der „Kanaka Maoli“ – die kein binäres System von Zweigeschlechtlichkeit vertreten, bei der sich die Pole „männlich“ und „weiblich“ gegenseitig ausschließen, sondern die Existenz mehrerer Geschlechter kennen und daher schon bestehende Bezeichnungen wie „Māhū“ haben, was sich als „in der Mitte“ übersetzen lässt.

Es geht also hervor, dass eine Binarität der biologischen oder sozialen Geschlechter kein zwangsläufiges Naturgesetz, sondern eine soziale Konstruktion ist, deren Aufhebung – oder zumindest Auflockerung und Öffnung – für viele eine Erleichterung bedeuten könnte, um die echte Vielfalt von Sex und Gender abzubilden.

Schließen


Trans Personen gehören zu den marginalisiertesten Gruppen in unserer Gesellschaft. Wie eine Studie in den USA fand liegt die Suizidversuchsrate unter trans Frauen bei 29,9 Prozent, unter trans Männern bei 50,8 Prozent. Gleichzeitig bezeichnet die AfD trans Anliegen als „Gender Gaga“. In diesem Artikel geht es darum, warum solche Bezeichnungen transfeindlich und unrecht sind, und warum wir trans Personen besser zuhören sollten.

Weiterlesen

Zum Beispiel, wenn sie uns die Pronomen mitteilen, mit denen sie angesprochen werden wollen. Denn wie Mel, eine trans Frau, erklärt, ist es für trans Personen sehr verletzend, „misgendered“ zu werden, das heißt mit dem falschen Pronomen angesprochen zu werden: Jedes Mal, wenn man sie mit „Herr“ an- oder über sie als „er“ spreche, versetze sie das in eine starke Unsicherheit: „Ich weiß nicht was ich machen soll, wie ich mich verhalten soll, wie ich aussehen soll, um Frau zu sein“.

Dabei sollte das eigene Verständnis ihr Geschlechtsidentität und dessen Kommunikation nach außen eigentlich genug sein. Trotzdem versteht sie, dass es manchmal schwer sei, gerade für Familienmitglieder, die einen lange in einer anderen Geschlechterrolle erlebt haben. In diesen Fällen empfiehlt und bittet sie, sich bei Ausrutschern gerne selbst zu korrigieren, oder auch andere zu erinnern. Außerdem rät sie cis Personen, deren Pronomen zu den ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlechtern passen, nachzufragen, wenn man sich unsicher ist, wie eine Person angesprochen werden möchte: „Es gibt keine allgemeine Regel fürs Gendern: Jeder Mensch ist anders.“

So gibt es auch nicht-binäre Menschen, die das englische geschlechtsneutrale Pronomen „they“ nutzen, für das es im Deutschen keine Übersetzung gibt. Weil die Verwendung eines fremdsprachlichen Wortes natürlich erstmal ungewohnt ist, kann auch hier geübt werden, indem man für sich alleine Sätze sagt, in denen man „they“ oder den Vornamen der Person nutzt. Auch, wenn die jeweilige Person nicht anwesend ist, sollte man mit den korrekten Pronomen über sie zu sprechen, um sich umzugewöhnen, wie: „Alex war einkaufen. They (statt er/sie) möchte heute Abend Lasagne machen. Ich werde Alex (statt ihr/ihm) später helfen.“

Außerdem können cis Menschen beispielsweise in Sozialen Medien wie Facebook oder Instagram ihre Pronomen angeben, also eine cis Frau „sie“ bzw. „she/her“, und ein cis Mann „er“ bzw. „he/him“. Dies de-stigmatisiert Pronomen als etwas sichtbares und fremdbestimmtes, hin zu einer Angelegenheit, die eine Person selbst entscheiden kann – und die respektiert werden sollte.

Schließen


2011, vor zehn Jahren, erklärte das Bundesverfassungsgericht den im Transsexuellen-Gesetz seit 1981 vorgeschriebenen OP- und Sterilisationszwang für trans Personen für einen Verstoß gegen das das Grundgesetz. Und obwohl dieser Gesetzesabschnitt seitdem nicht mehr angewandt werden darf, hat ihn die Bundesregierung bislang noch nicht offiziell geändert oder gestrichen – trotz Aufrufen der Opposition und von trans Aktivist*innen. Nun sieht es so aus, als würde die Union neuen Anlauf nehmen.

Weiterlesen

Nachdem das SPD-geführte Bundesjustizministerium bereits im Frühjahr 2019 einen entsprechenden Referentenentwurf vorgelegt hatte, hat nun das CSU-geführte Innenministerium ein Gesetzentwurf „zur Neuregelung der Änderung des Geschlechtseintrags“ erarbeitet. Anders als im von der Opposition geforderten „Selbstbestimmungsgesetz“, jedoch, beinhaltet der Entwurf der Union nach wie vor die aufwändige und diskriminierende Praktik einer „Beratung“ (davor: „Begutachtung“).

Dies kritisierte auch Jens Brandenburg, der LSBTI-politische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion: „Die Reform sollte nicht alte Vorurteile kultivieren, sondern die Selbstbestimmung der Betroffenen stärken. Die Rechtfertigung des Gutachtenzwangs durch die Union ist an den Haaren herbeigezogen.“ Seine Fraktion schlage außerdem gesenkte Altersgrenze von 14 Jahren zur rechtlichen Änderung des Geschlechts vor, nicht wie die Union eine von 18 Jahren. Dass die Union diese Grenze mit der Gefahr einer willkürlichen Geschlechtsänderung von Jugendlichen begründete hält Brandenburg für „absurd“: Das Gesetz müsse dringend reformiert werden.

Außerdem brauche es Entschädigungen für Opfer des Gesetzes, so Bundesverband Trans*-Vorstandsmitglied Frank Krüger: „Die Bundesregierung sollte sich ein Beispiel an Regierungen Schweden und den Niederlanden nehmen, die sich ihrer rechtsstaatlichen Verantwortung diesbezüglich stellen, geschehenes Unrecht aufzuarbeiten.“

Schließen


Ein neues wissenschaftlich begleitetes Projekt aus Hamburg möchte die gesundheitliche Versorgung von trans Menschen verbessern und ihre psychische Belastung verringern.

Weiterlesen


Gerade für Menschen, die nicht in größeren Städten leben, gestaltet sich die Gesundheitsversorgung nicht immer optimal. Dies betrifft insbesondere auch trans Personen, die mitunter besondere Bedarfe für medizinische und psychotherapeutische Beratungen und Behandlungen haben. Die verschiedenen Angebote und Stellen, die trans Personen aufsuchen, liegen oftmals räumlich weit auseinander oder von ihrem Wohnort entfernt. Betroffene werden dadurch oft gar nicht oder nicht immer ausreichend behandelt, was zu sehr starken psychischen Belastungen führen kann.

Das im Mai 2020 gestartete, internetbasierte Versorgungsmodell i²TransHealth möchte diese Lücke in der Gesundheitsversorgung von trans Menschen in Norddeutschland schließen, und ihnen eine befarfsgerechte Behandlung ermöglichen. So soll zum Beispiel Unterstützung bei Fragen zur Transition gegeben werden, oder der Zugang zu medizinischen Behandlungen wie Hormonbehandlungen erleichtert werden.

Angesiedelt ist i²TransHealth am Institut für Sexualforschung, welches Teil des Interdisziplinären Transgender Versorgungscentrum Hamburg ist und mit der Spezialambulanz für Sexuelle Gesundheit und Transgender-Versorgung einen Kernbereich am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) bekleidet. Das 2013 gegründete Zentrum ist auf die interdisziplinäre und patientenzentrierte Behandlung von Personen mit Geschlechtsinkongruenz/Geschlechtsdysphorie spezialisiert. Das Transgender Versorgungscentrum ist deutschlandweit die bisher einzige Einrichtung, die Angebote verschiedener Fachrichtungen zur gesundheitlichen Versorgung von trans Personen an einem Ort integriert bündelt. Dazu gehören sowohl ein psychosoziales und psychotherapeutisches Angebot als auch körperliche Behandlungen wie Hormontherapie oder brust- sowie genitalangleichende Chirurgie.

Janis Renner, wissenschaftlich tätig im Projekt i²TransHealth, berichtet: „Wir haben festgestellt, dass viele trans Personen, die zu uns in die Sprechstunde kommen, lange Anfahrtswege und dadurch z. B. finanzielle Belastungen oder Fehlzeiten in Ausbildung und Beruf haben. Auch gibt es für Betroffene nicht genügend trans-informierte Gesundheitsfachkräfte in ihrer direkten Umgebung“ so erläutert Renner den Hintergrund zu i²TransHealth.

Zentrales Instrument von i²TransHealth ist eine regelmäßige Videosprechstunde mit spezialisierten Therapeut*innen und die Nutzung einer E-Health-Plattform. Über dieses Informationsportal können Betroffene auch mit weiteren ärztlichen Spezialist*innen Kontakt aufnehmen. Dafür wurde im Rahmen des Projektes ein Netzwerk von in Norddeutschland niedergelassenen ärztlichen Kooperationspartner*innen aufgebaut. Dazu gehören Hausärzt*innen und Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie. Die Ärzt*innen werden extra geschult und über die gesundheitsbezogenen Bedürfnisse von trans Personen informiert.

„Unseres Wissens nach ist der Ansatz von i²TransHealth mit der Kombination von digitaler und ambulanter Trans-Gesundheitsversorgung, die interdisziplinär und multilokal organisiert ist, bisher einzigartig“ so Renner.

Um die Wirksamkeit dieses neuen Versorgungsmodells zu prüfen, ist i²TransHealth in eine wissenschaftliche randomisiert-kontrollierte Studie eingebettet. Teilnehmende werden durch ein Zufallsverfahren in zwei Gruppen eingeteilt, eine Interventions- und eine Wartegruppe. Personen aus der Interventionsgruppe können sofort mit der Behandlung per Videosprechstunde beginnen, Teilnehmende der Wartegruppe haben nach einer Wartezeit von vier Monaten die Möglichkeit. Damit haben sie immer noch eine geringere Wartezeit als üblicherweise Patient*innen in der Regelversorgung haben.

Nach Ablauf der vier Monate untersuchen die Forscher*innen des UKE, ob sich die Symptombelastung reduziert sowie die Lebensqualität und Behandlungszufriedenheit der Teilnehmer*innen in der Interventionsgruppe durch i²TransHealth verbessert hat. Hierbei wird ihre Gesundheitssituation mit den Teilnehmenden aus der Wartegruppe verglichen.

Die bisherigen Rückmeldungen seien positiv, so Renner. Das konkrete Ausmaß der Wirksamkeit der Maßnahme kann jedoch erst am Ende des Studienverlaufs eingeschätzt werden.

Voraussetzung für die Teilnahme an dem Projekt ist, dass Betroffene mehr als 50 km entfernt von Hamburg in Norddeutschland wohnen und mindestens 18 Jahre alt sind. Das Projekt richtet sich an Menschen, die sich u. a. als transgender, transsexuell oder genderqueer identifizieren, oder dies herausfinden möchten, und bisher zu Fragen ihrer Transidentität oder einer Transition keine spezifische Behandlung begonnen haben.

Interessierte können über die ärztlichen Kooperationspartner*innen Kontakt aufnehmen, sich direkt an das Institut für Sexualforschung wenden oder über die Website www.i2transhealth.de Kontakt aufnehmen. Sie erhalten dann einen Termin für ein Erstgespräch im UKE.

Obwohl das Projekt lange vor der COVID-19-Pandemie geplant wurde, zeigt sich durch die Pandemie umso mehr die Bedeutung von E-Health-Ansätzen, so Renner. So wurde im Rahmen der Corona-bedingten Einschränkungen auch der Zugang zu Beratungsangeboten für trans Personen eingeschränkt, was zu zusätzlichen Belastungen geführt hat. Durch i²TransHealth können Betroffene auch in Zeiten der Corona-Krise Unterstützung erhalten.

Der Innovationsfonds der Bundesregierung fördert i²TransHealth über eine Laufzeit von drei Jahren. Wenn das Projekt erfolgreich ist, könnte es dauerhaft und auch in anderen Regionen eingerichtet werden. Dadurch könnten auch Kosten reduziert werden, die dem Gesundheitssystem durch eine falsche oder ausbleibende Behandlung von trans Personen entstehen.

Schließen


Seit 2013 gibt es die Veranstaltung, die sich sowohl mit Crossdressing/Travestie als auch mit Transsexualität/Transgeschlechtlichkeit befasst. Der Anspruch ist dabei, möglichst neue Filme zu zeigen, die in Deutschland oder in Kiel noch nicht zu sehen waren.

Weiterlesen

Viele Programme sind daher auf Englisch: Die Filme sind so neu, dass es noch gar keine deutsche Untertitelung oder Synchronfassung gibt. Oft werden die Produktionen in der Filmbranche gelabeled als „Special Interest/ Minderheiten-Programm“ und kommen Jahre später vielleicht auf DVD heraus oder sind gar nie mehr zu sehen, d.h. es gibt auch später meist gar keine deutsche Sprachversion. Vielleicht ändert sich im Laude der Jahre etwas in der Branche im Sinne von mehr Sichtbarkeit für queere Themen und trans* Themen in Spezielen.

Wie im Vorjahr so auch im Jahr 2019 haben sich mehrere Kieler Kinos bereit erklärt, diese Filme zu zeigen und zu unterstützen:

01. April - SOMETHING MUST BREAK im Traum-Kino
02. April - FUNERAL PARADE OF ROSES im Hansafilmpalast
03. April - JUST CHARLIE im Kino in der Pumpe
04. April - GIRL im Studio-Filmtheater am Dreiecksplatz
06. April - TRANS*KURZFILME im neuen HaKi-Zentrum

Schließen


Familienminister Garg hisst Flagge zum Internationalen Tag der Trans*Sichtbarkeit - Beitrag zur Akzeptanz und Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt

Weiterlesen


KIEL. Vor dem „Internationalen Tag der Trans* Sichtbarkeit“ am 31. März hisst Familienminister Heiner Garg die Flagge der Transsexuellen vor dem Familienministerium, um ein Zeichen für Akzeptanz und Stärkung von Menschen mit trans-Hintergrund zu setzen. Von Transsexualität oder trans* wird gesprochen, wenn Menschen sich nicht oder nicht ganz mit dem bei der Geburt ursprünglich zugeordneten Geschlecht identifizieren.

In Kiel werden von Beteiligten zu dem Tag am kommenden Wochenende verschiedene Aktionen veranstaltet, beispielsweise eine Demonstration am Landeshaus.
Weitere Infos.

Familienminister Dr. Heiner Garg betont: „Wir stehen für ein offenes Schleswig-Holstein, in dem alle Menschen, gleich welcher geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung, Akzeptanz und Anerkennung erfahren. Mein Dank gilt den Beteiligten und ihrem Engagement für eine offene und vielfältige Gesellschaft.“

Der Fototermin findet statt am

am Freitag, den 29.03.2019
um 9.15 Uhr
vor dem Familienministerium
Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel

Medien sind dazu herzlich willkommen.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431  988-5317 | E-Mail: pressestelle@sozmi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/sozialministerium; www.facebook.com/Sozialministerium.SH oder www.twitter.com/sozmiSH

Allgemeine Datenschutzinformation:
Der telefonische, schriftliche oder elektronische Kontakt mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren ist mit der Speicherung und Verarbeitung der von Ihnen ggf. mitgeteilten persönlichen Daten verbunden. Rechtsgrundlage hierfür ist Art. 6 Absatz 1 Buchstabe e der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union. Weitere Informationen erhalten Sie hier:
https://www.schleswig-holstein.de/DE/Serviceseiten/Datenschutzerklaerung/datenschutzerklaerung.html

Schließen


SHITT happens again

21. August 2018

Im vergangenen Jahr fand die erste Schleswig-Holstein Inter* Trans* Tagung noch fast heimlich und ohne großes Aufhebens statt - nicht absichtlich, sondern aufgrund des äußerst kurzen organisatorischen Vorlaufs. In diesem Jahr sagen wir rechtzeitig: Save the Date!

Weiterlesen

Vom 31.08. bis zum 02.09. öffnet die SHITT 2018 ihre Tore. Wir werden auch in diesem Jahr wieder ein weit gefächertes Workshopangebot für euch bereithalten. Und natürlich wird die SHITT auch 2018 wieder politisch: Am Samstag, 01.09., von 14.00 bis 16.00 Uhr laden wir zu einer Podiumsdiskussion mit Mitgliedern des deutschen Bundestags rund um das Thema „Geschlechtliche Selbstbestimmung vs. deutsches Recht“.

Schleswig-Holstein Inter* Trans* Tagung
Wann: 31.08. - 02.09.2018
Wo: Der PARITÄTISCHE SH, Zum Brook 4, 24143 Kiel
Kontakt
Anna Langsch
Mail: post@haki-sh.de
Tel.: 0431 - 17 090

Schließen


Seit 2013 gibt es die Veranstaltung, die sich sowohl mit Crossdressing/Travestie als auch mit Transsexualität/Transgeschlechtlichkeit befasst. 

Weiterlesen

Der Anspruch ist dabei, möglichst neue Filme zu zeigen, die in Deutschland oder in Kiel noch nicht zu sehen waren. Viele Programme sind daher auf Englisch: Die Filme sind so neu, dass es noch gar keine deutsche Untertitelung oder Synchronfassung gibt. Oft werden die Produktionen in der Filmbranche gelabeled als „Special Interest/ Minderheiten-Programm“ und kommen Jahre später vielleicht auf DVD heraus oder sind gar nie mehr zu sehen, d.h. es gibt auch später meist gar keine deutsche Sprachversion. Vielleicht ändert sich im Laude der Jahre etwas in der Branche im Sinne von mehr Sichtbarkeit für queere Themen und trans* Themen in Spezielen.

Wie im Vorjahr so auch im Jahr 2018 haben sich mehrere Kieler Kinos bereit erklärt, diese Filme zu zeigen und zu unterstützen!

Eröffnet wird das Festival am Dienstag 17.4. im Hansafilmpalast mit „Real Boy“ (englisch ohne Untertitel, USA 2016, Regie Shaleece Haas, Doku über einen Transmann) und Two 4 One“ (englisch ohne Untertitel, Kanada 2014, Regie Maureen Bradley, humorvoller Spielfilm über einen Transmann, der schwanger wird).

Am Mittwoch 18.4. um 18:00 Uhr zeigt das Studio Filmtheater am Dreiecksplatz My Nature“ (italienische Sprache mit englischen Untertiteln, Italien 2016, Regie Mas- similiano Ferraina und Gianluca Loffredo, Doku über einen Transmann), der im letzten Jahr in Amsterdam das TransScreen-Festival eröffnet hat.

Um 22:15 Uhr sind im Traum-Kino zwei Filme auf französisch mit englischen Untertiteln zu sehen: „Un homme, mon fils“ (F 2017 von und mit Florent Gouelou, Drag-Queen-Kurzspielfilm über Vater und Sohn) und „Where horses go to die“ (F 2016 von Antony Hickling, Spielfilm, der das glamouröse und kaputte Leben von Straßenprostituierten thematisiert).

Donnerstag 19.4. um 20:30 Uhr präsentiert das Kino in der Pumpe die Kenia-Doku Sidney & Friends“ (mit englischen Untertiteln, Themen Intersex und Transgender, Regie Tristan Aitchison).

Freitag 20.4. gibt es als diesjährigen Abschluß drei Programme im Traum-Kino: um 17:45 Uhr das beliebte Kurzfilmprogramm, ab 20:00 Uhr den Oscar-nominierten „Eine fantastische Frau“ (deutsche Sprachfassung) und um 22:15 Uhr die Doku „Mein wunderbares West-Berlin“ (deutsche Sprachfassung), ab 23:00 Uhr Party „Gays and Friends“. 

20. April 2018 Film Eine fantastisch Frau
19. April 2018 Film Sidney & Friends
18. April 2018 Film My Nature
17. April 2018 Eröffnungsprogramm

Schließen


Mit bewegenden Fotografien macht die neue Ausstellung in Schleswig-Holstein auf ein in der Gesellschaft nach wie vor eher unbekanntes Thema aufmerksam: die Transidentität. Unter dem Titel „Max ist Marie - mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“ sind Werke der Hamburger Fotografin Kathrin Stahl zu sehen.

Weiterlesen

Thema in die Normalität holen.

Sie wolle das Thema in die Normalität holen. „Als etwas, das ganz einfach da ist, so wie es ist“, erläutert die Künstlerin. Sie möchte zeigen, was transidente Frauen und Männer bewegt, was sie erfahren und auch, was sie erleiden müssen. Transidente Menschen, sind im „falschen“ Geschlecht geboren. Sie merken bereits als Kind, dass sie anders sind, als andere Mädchen oder Jungen. Für sie beginnt damit eine Zeit des „Sich Verstellens“, um akzeptiert zu werden. Kathrin Stahl: „Sie passen sich an das Geschlecht an, in das sie geboren wurden. Das kostet oft über viele Jahre hinweg unbeschreiblich viel Kraft. Um überleben zu können, müssen sie irgendwann aus diesem Lebensmuster ausbrechen.“

Die Künstlerin begann ihr Text-Foto-Projekt mit einem Porträt ihrer Tochter Marie, die einmal ihr Sohn Max war. „Ich möchte etwas in den Köpfen der Menschen bewegen, denen das Thema Transidentität fremd ist“, sagt Kathrin Stahl. Im Lauf der Zeit kamen weitere Porträts von transidenten Menschen hinzu, die sich an dem Projekt beteiligen mochten. Ihre Überzeugung war und ist, dass „Max ist Marie“ etwas bewegen kann.

Geschichten von Mut und Stärke

Die Fotos seien sehr bewusst in Schwarz-Weiß gehalten, sagt Stahl: „Es spiegelt unser aller Schwarz-Weiß-Denken wider, wenn es um ein Anders-Sein geht.“ Zu sehen sind transidente Menschen in ihrer Umgebung: mit Partner, mit Kind, mit Hund oder alleine lebend - Menschen eben.

Während die Bilder die Normalität dieser Leben betonen, blicken die begleitenden Texte auf die individuelle Geschichte hinter jedem Porträt. Die Texte sind beeindruckend und machen nachdenklich. Sie handeln von Verletzungen, Selbstzweifeln und von unglaublich viel Mut und Stärke. Sie erzählen aber auch vom „kleinen Glück im Alltag“ und von Menschen, die für andere da sind.

Mehr Infos unter:

Das Begleitheft zur Ausstellung gibt es hier zum Download (PDF 2,0 MB).

Die Fotoausstellung war an folgenden Orten zu sehen:

    • 07. Dez. bis 31. Dez. 2017 in Heide (Museum Lüttenheid)
    • 02. Feb. bis 02. März 2018 in Bredstedt (Amtsgebäude)
    • 05. März bis 27. Apr. 2018 in Flensburg (Haus der Familie)
    • 03. Mai bis 17. Mai 2018 in Friedrichstadt (Bücherei / Rathaus)

 

Die Ausstellung wird im Rahmen des Aktionsplans „Echte Vielfalt“ vom Ministerium für Soziales, Gesundheit Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

Schließen


Abend der Vielfalt

27. November 2017
Die Universität zu Lübeck lud am 23. November 2017 zu ihrem zweiten Abend der Vielfalt ein. Nach einer Diskussionsrunde wurde im Gebäude 66 (CBBM) die Ausstellung „Trans* in der Arbeitswelt" eröffnet. Mit dem Abend der Vielfalt wendet sich die Universität an Studierende, Mitarbeiter*innen und die Menschen in der Stadt.

Weiterlesen

Auf dem Podium diskutierten die Lübecker Pröpstin Petra Kallies und Prof. Dr. Lisa Malich. Malich ist Professorin für die Wissensgeschichte der Psychologie am Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck. Johanna Hotanen vom Netzwerk lesbischer, schwuler, bisexueller und transgender Jugendlicher Lambda Nord war leider verhindert. Dr. Jonathan Kohlrausch, Referent für Chancengleichheit der Universität, moderierte die Veranstaltung vor etwa 70 Interessierten.

Bei der Diskussion ging es um Geschlechtervielfalt, die Besonderheiten von Trans*identitäten und die Möglichkeiten, wie Trans*menschen am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft unterstützt werden können. „Trans*menschen gehören zu unserer Gesellschaft und zu unserer Universität“, sagte Dr. Kohlrausch. Einigkeit herrschte auf dem Podium darüber, dass sich auch Personalverantwortliche für das Thema einsetzen sollten.

Mehr als nur Mann und Frau

„Trans*“ ist als Oberbegriff für transgeschlechtlich, transgender, transsexuell, transident etc. zu verstehen und schließt alle Menschen ein, die sich nicht mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren. Das „*“ steht für eine Vielzahl von Geschlechtsidentitäten, also für mehr als nur Frau und Mann. Der Abend der Vielfalt wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen des Landesaktionsplans "Echte Vielfalt" unterstützt.

Die Wanderausstellung „Trans* in der Arbeitswelt“ ist von der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung in Berlin erstellt worden. Die Ausstellung besteht aus zwölf Einzelporträts von transgeschlechtlichen Menschen, die den Mut haben, sich mit ihrem Bild und ihrem Namen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Ausstellung war  bei freiem Eintritt - bis zum 12. Dezember 2017 im CBBM zu sehen.

Der Bereich „Vielfalt“ (Diversity) ist an der Universität zu Lübeck im Dezernat für Chancengleichheit und Familie angesiedelt. Er unterstützt Studierende, die sich Fragen zur eigenen Identität oder zu einem möglichen Coming-Out an der Universität oder im Privatleben stellen. Darüber hinaus bietet er Studierenden, die Diskriminierungen auf Grund ihrer Homo- oder Transsexualität an der Universität oder andernorts erfahren, vertrauliche Beratungsgespräche an. Dies gilt ebenso für Mitarbeiter*innen , die im Kontakt mit Studierenden mit diesbezüglichen Fragen befasst sind.

Den ersten Abend der Vielfalt veranstaltete die Universität zu Lübeck am 2. Dezember 2015.

Schließen