Echte Vielfalt

31. Juli 2026

Der erste WorldPride in Deutschland: Berlin bewirbt sich

Je nach Austragungsort zieht die Veranstaltung „WorldPride“ mehrere Millionen Besucher*innen aus der ganzen Welt an und hat damit eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für die Gastgeberstadt, insbesondere für den Tourismus. Der Berliner CSD e.V. hat die Bewerbung um den WorldPride 2032 zu einem zentralen Ziel der Pride-Saison 2026 erklärt. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, wäre es der erste WorldPride in Deutschland.

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Der WorldPride wird von InterPride vergeben. InterPride ist ein internationaler Zusammenschluss von über 375 Organisationen, die Prides veranstalten. Das mehrtägige Großereignis besteht aus verschiedenen Kultur- und Bildungsangeboten sowie politischen Veranstaltungen und Demonstrationen. Der erste WorldPride fand im Jahr 2000 in Rom statt, nachdem die InterPride-Generalversammlung 1997 in New York seine Einführung beschlossen hatte.

Der Berliner CSD e.V. hat für die CSD-Saison 2026 sechs politische Kernforderungen an den Berliner Senat formuliert. Im Mittelpunkt steht dabei die Bewerbung Berlins um den WorldPride 2032.

  1. Die Zeit ist jetzt: WorldPride 2032 in Berlin
  2. Queere Räume schützen
  3. Mehr Sicherheit für queere Menschen
  4. Vielfalt in der Bildung stärken
  5. Queere Gesundheitsangebote ausbauen
  6. Queere Großveranstaltungen ausreichend finanzieren

Nach Angaben des Berliner CSD e.V. soll die Bewerbung dazu beitragen, einen gemeinsamen Prozess anzustoßen und die queere Community sowie die gesamte Stadtgesellschaft zusammenzubringen. Darüber hinaus sieht der Verein darin eine Chance für nachhaltige Investitionen in queere Projekte. Besonders in Zeiten, in denen queere Räume zunehmend unter finanziellem Druck stehen, brauche es eine politische Strategie, die queeres Leben schützt und erkämpfte Rechte sichert.

Der WorldPride 2026 fand in Amsterdam statt und erstreckte sich über einen Zeitraum von zwei Wochen. Welche Stadt den WorldPride ausrichten darf, entscheidet InterPride. Dafür müssen die Pride-Organisationen, die sich bewerben, ihr Konzept auf der InterPride-Weltkonferenz vorstellen. Anschließend stimmen die Mitgliedsorganisationen von InterPride über die ausrichtende Stadt ab.

2028 wird der WorldPride in Kapstadt stattfinden und damit erstmals auf dem afrikanischen Kontinent. Die Bewerbungsphase für den WorldPride 2030 ist bereits abgeschlossen. Zu den Bewerberstädten gehören unter anderem Bangkok und Barcelona. Für die Ausrichtung des WorldPride 2032 könnte London zu einem potenziellen Mitbewerber Berlins werden.

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