Echte Vielfalt

27. Mai 2026

Ein wichtiges Zeichen für Vielfalt: Schleswig-Holsteins Landesvater Daniel Günther übernimmt die CSD-Schirmherrschaft

Daniel Günther übernimmt die Schirmherrschaft für alle CSD-Veranstaltungen in Schleswig-Holstein – ein Schritt mit politischer Signalwirkung. Gerade in einer Zeit, in der Queerfeindlichkeit und gesellschaftliche Polarisierung zunehmen, wird diese Entscheidung von vielen Veranstalter*innen und Initiativen als wichtiges Zeichen der Solidarität und politischen Unterstützung gewertet.

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Eine Schirmherrschaft bedeutet die ideelle und öffentlichkeitswirksame Unterstützung einer Veranstaltung oder Organisation durch eine bekannte Persönlichkeit oder Institution. Für Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther ist diese Aufgabe nach eigener Aussage eine klare Verpflichtung: Schleswig-Holstein stehe für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft.

Besonders Vertreter*innen der CSD-Initiativen im Land bewerten die Entscheidung positiv. Sie sehen darin ein wichtiges Signal für mehr queere Sichtbarkeit und Gleichberechtigung – insbesondere zu einem Zeitpunkt, an dem rechte Positionen zunehmend gesellschaftliche Zustimmung erhielten und queerfeindliche Äußerungen wieder lauter würden.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Entscheidung dadurch, dass sie von einem CDU-Politiker ausgeht. Unter dem Parteivorsitz von Friedrich Merz hat sich die CDU in gesellschaftspolitischen Fragen deutlich konservativer positioniert. So hatte sich Merz im vergangenen Jahr beispielsweise dagegen ausgesprochen, die Regenbogenflagge zum Christopher Street Day über dem Bundestag zu hissen. Dieser sei schließlich „kein Zirkuszelt“.

Mit seiner Entscheidung grenzt sich Daniel Günther daher zumindest teilweise vom Kurs seiner Partei ab. Zugleich sendet er ein politisches Signal – auch in Richtung der ehemaligen schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Karin Prien. Diese hatte zuletzt unter anderem ein Verbot des Gendersternchens unterstützt und Förderungen für queere Initiativen beendet.

Über diesen symbolischen Schritt hinaus plant die Landesregierung zudem, die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen weiter auszubauen. Im Rahmen des Aktionsplans „Echte Vielfalt 2.0“ sollen Maßnahmen gegen Diskriminierung sowie zur Förderung queerer Sichtbarkeit intensiviert werden.

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