Echte Vielfalt

28. Juli 2026

„Heartstopper Forever“: Der Abschluss der queeren Serie

Am 17. Juli erschien bei Netflix der Film „Heartstopper Forever“, der den Abschluss der britischen Coming-of-Age-Serie „Heartstopper“ bildet. Damit endet die Verfilmung von Alice Osemans Graphic Novels, an der die Autorin selbst als Produzentin mitgearbeitet hat. Für viele gelten die Bücher und Verfilmungen als wichtige Beiträge zur Repräsentation queeren Lebens in den Medien.

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Oseman veröffentlicht bereits seit 2014 Bücher. 2020 erschien ihr vierter Roman „Loveless“, in dem sie sich mit ihren eigenen Erfahrungen zu Aromantik und Asexualität auseinandersetzt. Die Grundlage für die Serie und den aktuellen Film bilden sechs Graphic Novels, die alle von Alice Oseman verfasst wurden. „Heartstopper“ begann ursprünglich als Webcomic auf den Online-Foren Tumblr und Tapas. Der Comic war so erfolgreich, dass Oseman sich entschied, ihn auch in gedruckter Form zu veröffentlichen. Die erste Staffel der Serie erschien im April 2022.

Die „Heartstopper“-Reihe begleitet die beiden Jungen Nick und Charlie beim Kennenlernen in der Schule. Während Charlie bereits weiß, dass er schwul ist, fällt es dem Rugbyspieler Nick zunächst schwer, seine Gefühle für Charlie und seine Bisexualität zu akzeptieren. Die Serie beschäftigt sich mit den Lebensrealitäten queerer Menschen. Dazu gehören nicht nur die erste Liebe, sondern auch das Coming-out, psychische Erkrankungen und die Frage, welchen Weg die Figuren nach ihrem Schulabschluss einschlagen wollen. Während die letzten Staffeln vor allem Charlies Kampf mit psychischen Problemen in den Mittelpunkt stellten, konzentriert sich der aktuelle Film auf Nicks Zukunft und damit auch auf die Zukunft seiner Beziehung zu Charlie. Gleichzeitig stehen weitere Mitglieder der vielfältigen Freundesgruppe von Nick und Charlie vor ähnlichen Entscheidungen, die wegweisend für ihre Beziehungen und ihren weiteren Lebensweg sind.

Osemans Figuren sind unter anderem trans*, schwul, lesbisch, bisexuell und nicht-binär. Damit werden unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten abgebildet, wodurch zahlreiche Leser*innen und Zuschauer*innen – auch über die Zielgruppe junger Erwachsener hinaus – Repräsentation erfahren können. Gleichzeitig greift Oseman immer wieder gesellschaftliche Rückschritte und queerfeindliche Entwicklungen auf und verarbeitet diese in ihren Geschichten.

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