Weiterlesen Bereits zum vierten Mal kommen Initiativen, Projekte und engagierte Einzelpersonen aus ganz Deutschland zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsame Strategien für queeres Leben und Engagement außerhalb der Metropolen zu entwickeln. Organisiert wird das Treffen von mehreren Organisationen und Initiativen gemeinsam mit der Akademie Waldschlösschen, einer bundesweiten Bildungs- und Vernetzungsstätte mit queerem Schwerpunkt. Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens steht ein Thema, das viele queere Menschen und Initiativen derzeit beschäftigt: Schutz, Prävention und Resilienz in Zeiten zunehmender Bedrohungen. Angesichts queerfeindlicher Anfeindungen, rechtsextremer Mobilisierung und unsicherer Förderstrukturen sollen gemeinsam Antworten auf zentrale Fragen erarbeitet werden. Dazu gehört beispielsweise, wie sich queere Menschen, Vereine und zivilgesellschaftliche Netzwerke schützen können, welche Bündnisse vor Ort benötigt werden und wie Räume für Vielfalt und demokratisches Engagement auch unter schwierigen Bedingungen erhalten bleiben können. Das Programm umfasst Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops. Geplant sind unter anderem Veranstaltungen zu Schutzkonzepten für queere Organisationen, zum Umgang mit Hass und digitaler Gewalt sowie zu Fördermöglichkeiten für Projekte in ländlichen Regionen. Darüber hinaus bietet das Treffen zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung und zum informellen Austausch. Gerade in ländlichen Räumen übernehmen ehrenamtlich engagierte Menschen häufig zentrale Aufgaben. Sie organisieren Treffpunkte, schaffen Beratungsangebote und setzen sich für Sichtbarkeit und Akzeptanz ein. Gleichzeitig arbeiten viele von ihnen unter schwierigen Bedingungen und verfügen nur über begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen. Das Bundesvernetzungstreffen schafft deshalb nicht nur Raum für fachliche Diskussionen, sondern auch für gegenseitige Unterstützung, Empowerment und den Aufbau langfristiger Netzwerke. Die Veranstaltung richtet sich an Initiativen, Projekte und Aktivist*innen, die bereits zu queeren Themen in ländlichen oder kleinstädtischen Regionen arbeiten oder entsprechende Strukturen aufbauen möchten. Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich auf der Webseite des Bundesvernetzungstreffens.
Lebensbereiche
Trans* Frauen und nicht-binäre Personen für deutschlandweite Studie zur urologischen Versorgung gesucht
4. Juni 2026Trans* Frauen können grundsätzlich an Prostatakrebs erkranken. Über die urologische Versorgung dieser Personengruppe und mögliche besondere Herausforderungen im Zugang zu Vorsorge- und Behandlungsangeboten liegen bislang jedoch nur wenige Erkenntnisse vor.
Im Rahmen ihrer Promotion führt Jessica Gloe, Doktorandin an der Universität Kiel (UKSH), derzeit eine wissenschaftliche Studie zur Inanspruchnahme von Prostatakrebsvorsorge durch trans* Frauen in Deutschland durch. Ziel der Untersuchung ist es, die aktuelle Versorgungssituation besser zu verstehen. Dabei stehen insbesondere Vorsorgeuntersuchungen, mögliche Zugangsbarrieren sowie Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen im Fokus. Langfristig sollen die Ergebnisse dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung in diesem Bereich zu verbessern.
An der Studie teilnehmen können trans* Frauen und nicht-binäre Personen ab 18 Jahren. Für die Teilnahme ist das Ausfüllen eines sechsseitigen Fragebogens vorgesehen, wofür etwa 15 Minuten eingeplant werden sollten. Die Datenerhebung erfolgt vollständig anonym und kann sowohl digital als auch postalisch durchgeführt werden. Eine unabhängige Ethikkommission hat die Studie geprüft und ihre Durchführung genehmigt.
Hier können der Fragebogen sowie weitere Informationen zur Studie heruntergeladen werden. Bei Fragen steht Jessica Gloe telefonisch unter 0179 610 49 41 oder per E-Mail an stu249024@mail.uni-kiel.de zur Verfügung. Das Teilen und Weiterleiten des Fragebogens ist ausdrücklich erwünscht, um ein möglichst umfassendes Bild der Versorgungssituation zu erhalten.
Veranstaltungshinweis: Queerfilmnacht
2. Juni 2026Weiterlesen Die Queerfilmnacht möchte queere Geschichten auf die Kinoleinwand bringen und dabei auch Orte erreichen, in denen es nur wenige Angebote für die LSBTIQ* Community gibt. Gleichzeitig bietet sie queeren Filmschaffenden und ihren Werken eine Plattform in einer Filmbranche, die nach wie vor überwiegend von nicht-queeren Erzählungen geprägt ist. Im Juni steht der Film „Donkey Days“ auf dem Programm. Die Komödie erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Angetrieben von den Erwartungen ihrer Mutter befinden sich beide seit Jahren in einem ständigen Konkurrenzverhältnis. Als sie in ihr Elternhaus in Norddeutschland zurückkehren, werden sie mit alten Konflikten, Familiengeheimnissen und unverarbeiteten Verletzungen konfrontiert. Dabei nähern sie sich einander langsam wieder an. Für Norddeutschland stehen bereits folgende Termine fest: Im Juli wird außerdem „Drunken Noodles“ gezeigt, im August folgt „Strange River“. Auf der Webseite der Queerfilmnacht lassen sich das aktuelle Programm, Kurzbeschreibungen der Filme sowie Trailer einsehen. Außerdem besteht die Möglichkeit, nach teilnehmenden Kinos in der jeweiligen Region zu suchen.
Weiterlesen Die International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) ist ein unabhängiger Dachverband, der 1978 gegründet wurde. ILGA-Europe bildet den europäischen Regionalverband der Organisation und vereint mehr als 700 Mitgliedsorganisationen aus 54 Ländern. Die Rainbow Map bewertet Staaten auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent. Niedrige Werte stehen für starke Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen, hohe Werte hingegen für umfassende Gleichstellung und rechtlichen Schutz. Grundlage des Rankings sind 76 Kriterien, die sieben Kategorien zugeordnet werden: Für jedes erfüllte Kriterium wird eine bestimmte Punktzahl vergeben. Spanien erreicht in diesem Jahr mit 88,7 % den ersten Platz. ILGA-Europe führt dies unter anderem auf die umfassende und entpathologisierte Gesundheitsversorgung für trans* Personen, nationale Strategien zur Förderung von LSBTIQ* Rechten sowie die Einführung einer unabhängigen Behörde für Gleichbehandlung und Antidiskriminierung zurück. Gleichzeitig betont die Organisation, dass die Rainbow Map nicht die konkrete Lebensrealität queerer Menschen abbilde, sondern ausschließlich den rechtlichen und politischen Rahmen bewerte. Besorgniserregende Entwicklungen beobachtet ILGA-Europe vor allem in mehreren niedrig platzierten Ländern. In Belarus verschärft ein neues Anti-LSBTIQ*-„Propagandagesetz“ die Situation queerer Menschen weiter. In der Slowakei wurde eine queerfeindliche Verfassungsänderung beschlossen. In Albanien könnte ein geplantes Referendum dazu führen, dass neue Gleichstellungsgesetze wieder aufgehoben werden. Deutschland konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Prozentpunkt verbessern. Gleichzeitig kritisiert ILGA-Europe in einer Pressemitteilung, dass die Bundesregierung ihren Aktionsplan „Queer leben“ als abgeschlossen betrachte, obwohl weiterhin erhebliche Lücken bei der Umsetzung bestünden. Positive Entwicklungen hebt die Organisation unter anderem in Tschechien und Lettland hervor. Dort können Geschlechtseinträge inzwischen ohne Zwangssterilisation geändert werden. In Österreich wurden zudem alternative Geschlechtseinträge für nicht-binäre Menschen eingeführt.
Weiterlesen Eine Schirmherrschaft bedeutet die ideelle und öffentlichkeitswirksame Unterstützung einer Veranstaltung oder Organisation durch eine bekannte Persönlichkeit oder Institution. Für Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther ist diese Aufgabe nach eigener Aussage eine klare Verpflichtung: Schleswig-Holstein stehe für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Besonders Vertreter*innen der CSD-Initiativen im Land bewerten die Entscheidung positiv. Sie sehen darin ein wichtiges Signal für mehr queere Sichtbarkeit und Gleichberechtigung – insbesondere zu einem Zeitpunkt, an dem rechte Positionen zunehmend gesellschaftliche Zustimmung erhielten und queerfeindliche Äußerungen wieder lauter würden. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Entscheidung dadurch, dass sie von einem CDU-Politiker ausgeht. Unter dem Parteivorsitz von Friedrich Merz hat sich die CDU in gesellschaftspolitischen Fragen deutlich konservativer positioniert. So hatte sich Merz im vergangenen Jahr beispielsweise dagegen ausgesprochen, die Regenbogenflagge zum Christopher Street Day über dem Bundestag zu hissen. Dieser sei schließlich „kein Zirkuszelt“. Mit seiner Entscheidung grenzt sich Daniel Günther daher zumindest teilweise vom Kurs seiner Partei ab. Zugleich sendet er ein politisches Signal – auch in Richtung der ehemaligen schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Karin Prien. Diese hatte zuletzt unter anderem ein Verbot des Gendersternchens unterstützt und Förderungen für queere Initiativen beendet. Über diesen symbolischen Schritt hinaus plant die Landesregierung zudem, die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen weiter auszubauen. Im Rahmen des Aktionsplans „Echte Vielfalt 2.0“ sollen Maßnahmen gegen Diskriminierung sowie zur Förderung queerer Sichtbarkeit intensiviert werden.
Weiterlesen Milk wuchs in New York auf, besuchte dort die Highschool und später das New York State College for Teachers. Schon früh setzte er sich mit gesellschaftlicher Vielfalt auseinander. Nach seinem Abschluss im Jahre 1951 trat er in die US Navy ein, verließ diese jedoch nach vier Jahren, nachdem er wegen seiner Sexualität befragt worden war. 1972 zog Milk nach San Francisco, das damals als Anlaufstelle für homosexuelle Menschen, Künstler*innen und Hippies galt. Gemeinsam mit seinem Partner Scott Smith lebte er in der Castro Street, dem Zentrum der queeren Szene. Dort eröffneten die beiden ein Fotogeschäft, das sich schnell zu einem wichtigen Treffpunkt im Viertel entwickelte. Milk wurde als „Bürgermeister der Castro Street“ bekannt. Sein wachsendes politisches Interesse führte schließlich zu einer Kandidatur für den Stadtrat von San Francisco. Obwohl er zunächst erfolglos blieb, engagierte er sich weiterhin politisch. Nachdem Geschäftsleute versucht hatten, zwei schwulen Männern die Eröffnung eines Ladens zu verbieten, gründete Milk gemeinsam mit anderen Unternehmer*innen die Castro Village Association – einen der ersten Zusammenschlüsse überwiegend queerer Unternehmen. Später berief ihn sein enger Freund und Bürgermeister George Moscone in ein städtisches Gremium. Damit gehörte Milk zu den ersten offen schwulen Amtsträgern in den USA. 1977 gelang ihm schließlich der Einzug in den Stadtrat von San Francisco. Sein Wahlsieg gilt bis heute als Meilenstein für die LSBTIQ* Community in den USA. Milk setzte sich sowohl für die Rechte homosexueller Menschen als auch für soziale Themen wie Kinderbetreuung und bezahlbaren Wohnraum ein. Besonders bekannt wurde sein Einsatz gegen die sogenannte „Proposition 6“ in Kalifornien, die die Entlassung homosexueller Lehrkräfte ermöglicht hätte. Harvey Milk und George Moscone wurden am 27. November 1978 vom ehemaligen Politiker Dan White im Rathaus erschossen. In der darauffolgenden Nacht gingen tausende Menschen auf die Straße, um der beiden Politiker zu gedenken. White wurde später zu einer vergleichsweise milden Haftstrafe verurteilt. Harvey Milks Leben und politisches Wirken wurden vielfach künstlerisch aufgearbeitet. Sein Engagement gilt bis heute als wegweisend für nachfolgende Generationen queerer Aktivist*innen.
CSD-Saison in Schleswig-Holstein
19. Mai 2026Weiterlesen Mit dem Pride Month im Juni beginnt auch wieder die CSD-Saison in Deutschland. Doch bereits im Mai finden in Schleswig-Holstein erste Veranstaltungen statt. Alle Termine in Schleswig-Holstein sowie Informationen zu den jeweiligen Mottos und Veranstaltungsorten lassen sich online einsehen. Das große CSD-Straßenfest in Hamburg findet in diesem Jahr am 01.08.2026 statt. Wer einen CSD besucht, sollte einige Dinge beachten. Da die Veranstaltungen überwiegend in den Sommermonaten stattfinden, empfiehlt es sich, ausreichend Wasser mitzunehmen und auf Sonnenschutz zu achten. Hilfreich ist es außerdem, gemeinsam mit anderen Personen hinzugehen und im Vorfeld einen festen Treffpunkt zu vereinbaren, falls man sich verliert. Gleichzeitig gilt: Auch Menschen, die allein teilnehmen, finden häufig schnell Anschluss. Besonders wichtig ist ein achtsamer Umgang miteinander – insbesondere im Zusammenhang mit Alkoholkonsum. Da CSDs in erster Linie Demonstrationen sind, sollte auch das Feiern in einem verantwortungsvollen Rahmen stattfinden. Zudem wird darum gebeten, Müll und Flaschen wieder mitzunehmen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Auch auf dem Heimweg sollten Teilnehmende aufmerksam bleiben, da es immer wieder zu Angriffen auf Besucher*innen von CSDs kommt. Gleichzeitig soll der CSD aber auch ein Ort sein, an dem Menschen gemeinsam feiern, sichtbar sein und die Atmosphäre genießen können.
Weiterlesen Bereits am 06.01.2026 berichteten wir über die Petition gegen das Sonderregister zur Erfassung von trans*-, inter*- und nicht-binären Personen. Die Petition hatte das notwendige Quorum erreicht und wurde am diskutiert. Zu einer Entscheidung kam es bislang jedoch nicht. Während des gesamten Prozesses rund um das SBGG kam es in Bayern außerdem zu einer Änderung der Bayerischen Meldedatenverordnung vom 10.10.2024. Diese legt fest, dass bei einer Änderung des Namens oder Geschlechtseintrags Daten automatisch an das Landeskriminalamt weitergegeben werden. Dazu gehören auch frühere Namen und Geschlechtseinträge. Der LSVD bezeichnete dies in einer Pressemitteilung vom 05.05.2026 als „Alleingang […], [der] den abgestimmten Willen eines demokratisch entstandenen Bundesgesetzes [ignoriert]“ und fordert eine Überarbeitung der Meldedatenverordnung. Während der Geltung des TSG war es übliche Praxis, alte Datenblätter durch neue zu ersetzen. Auf die früheren Daten durfte nur bei besonderem rechtlichem oder öffentlichem Interesse zugegriffen werden. Dass Bayern dies nun unter dem SBGG anders handhabt, wirkt aus Sicht vieler Betroffener willkürlich. Begründet wird die Änderung mit der besseren Nachvollziehbarkeit der Identität von Personen. Behörden befürchten, dass Menschen mithilfe des SBGG strafrechtlicher Verfolgung oder zivilrechtlichen Ansprüchen entgehen könnten. Seit Einführung des TSG im Jahr 1981 ist jedoch kein entsprechender Fall bekannt geworden. Auch Erfahrungen aus anderen Ländern mit vergleichbaren Gesetzen stützen diese Annahme bislang nicht. Zudem verfügt jede Person in Deutschland bereits über eine lebenslang gültige Steueridentifikationsnummer, die eine eindeutige Identifikation ermöglicht, ohne sensible personenbezogene Daten weiterzugeben. Unter dem SBGG besteht grundsätzlich keine automatische Auskunftssperre für frühere Daten. Diese muss nach § 51 Abs. 1 BMG gesondert beantragt werden. Kritiker*innen sehen in der automatischen Datenweitergabe das Risiko einer Offenlegung der trans* Identität bei Behördenkontakten. In einer Zeit, in der Hass und Gewalt gegen queere Menschen zunehmen, stellt dies für viele Betroffene ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Zudem, so die Kritik, würden Menschen, die das Gesetz nutzen, unter Generalverdacht gestellt. Dadurch werde auch das Narrativ verstärkt, das SBGG könne missbräuchlich verwendet werden.
Weiterlesen Bereits im April berichteten wir in unserem Artikel „Spuren queeren Lebens im Norden: Geschichte, Orte und Erinnerungskultur in Norddeutschland“ kurz über den Queer History Month in Hamburg. Ziel ist es, die Geschichte der LSBTIQ* Community zu erzählen, erlebbar zu machen und sichtbar zu halten. In einer Zeit, in der Gewalt und Hass gegen queere Menschen (in Deutschland) zunehmen, ist es besonders wichtig, diese Sichtbarkeit zu stärken, um gesellschaftliche Akzeptanz zu fördern und die Kämpfe sowie Errungenschaften der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Eingeladen sind alle Interessierten – unabhängig davon, ob sie sich selbst zur Community zählen, Allies sind oder mehr über queere Geschichte erfahren möchten. Weltweit wird der Queer History Month unterschiedlich benannt (z. B. LGBTQ History Month) und begangen. Seinen Ursprung hat der Queer History Month 1994 im US-Bundesstaat Missouri. Seit 2024 finden in Hamburg jährlich im Mai zahlreiche Veranstaltungen statt, die sich insbesondere der historischen Bildung widmen. Das Programm umfasst Ausstellungen, Führungen, Filmveranstaltungen und weitere Formate, durch die sich queere Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und auf vielfältige Weise erschließen lässt. Das gesamte Programm findet sich auf der Webseite queerhistoryhamburg.de. Dort können auch eigene Veranstaltungsideen eingebracht oder direkt angemeldet werden. Manche Veranstaltungen sind kostenlos, andere kostenpflichtig. Es empfiehlt sich, vorab zu prüfen, ob eine Anmeldung erforderlich ist.
Weiterlesen Senior*innen, die sich LSBTIQ* zugehörig fühlen, sind im Alltag oft unsichtbar. Um ihren Erfahrungen und Bedürfnissen mehr Gehör zu verschaffen und über politische Handlungsansätze zu diskutieren, findet am 4. Juni eine Fachtagung zu sexueller Vielfalt unter älteren Menschen in Dresden statt. Veranstalter ist das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Fachtag richtet sich an ein breites und diverses Teilnehmer*innenfeld. Angesprochen sind unter anderem Vertreter*innen aus Politik, Pflege und der Arbeit mit LSBTIQ*-Personen. Auch Betroffene selbst sind mit ihrer Alltagsexpertise ausdrücklich willkommen. Ziel ist der Austausch, auf dessen Grundlage gemeinsam Strategien und Konzepte entwickelt werden sollen, die die politische und gesellschaftliche Teilhabe älterer LSBTIQ*-Personen stärken. Die Veranstaltung beginnt um 09:00 Uhr. In der ersten Hälfte gibt Prof. Dr. Ralf Lottmann einen Überblick über die aktuelle Situation der Betroffenen auf Grundlage des Neunten Altersberichts. Anschließend folgt eine Podiumsdiskussion mit Lottmann sowie Vertreter*innen mehrerer Interessenverbände (darunter Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland sowie die AWO). In der zweiten Hälfte sind Gruppenarbeiten geplant. Diese beschäftigen sich mit Themen wie Pflege, Wohnen im Alter und Diskriminierung – jeweils mit Blick auf LSBTIQ*-Personen im Alter. Die Fachtagung endet um 16:30 Uhr. Auch die Vernetzung der beteiligten Akteur*innen und Institutionen spielt eine wichtige Rolle. Sie kann dazu beitragen, gemeinsame lokale, regionale und nationale Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, die die Situation älterer LSBTIQ*-Personen verbessern. Neben Diskriminierung sind auch Einsamkeit, Scham und Angst vor einem Outing in dieser Gruppe weit verbreitet. Die Anmeldung ist noch bis zum 4. Juni um 00:00 Uhr möglich. Alternativ kann auch nur jeweils eine Hälfte der Veranstaltung besucht werden. Im Anmeldeformular können Sie sich einer Arbeitsgruppe Ihrer Wahl zuordnen. Für ein Mittagessen, Barrierefreiheit sowie Dolmetscher*innen für Gebärdensprache ist gesorgt. Die Fachtagung findet an folgendem Ort statt: Penck Hotel Dresden, Ostra-Allee 33, 01067 Dresden. Lesen Sie hier mehr zum Thema Intersektionalität.








