Echte Vielfalt

Aufklärung und Bildung

Vielfalt ist Realität in jedem Klassenzimmer. Unterschiedliche familiäre Hintergründe, Religionen, kulturelle Prägungen und ebenso unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten. Wenn Schulen ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht werden wollen, müssen sie diese Vielfalt nicht nur dulden, sondern aktiv gestalten.

Weiterlesen

Queere Schüler*innen erleben nach wie vor überdurchschnittlich häufig Diskriminierung, Ausgrenzung oder Mobbing. Studien (z.B. der European Union Agency for Fundamental Rights, 2024) zeigen, dass fehlende Sichtbarkeit und mangelnde Sensibilität im schulischen Umfeld negative Auswirkungen auf psychische Gesundheit, Lernmotivation und Bildungsbiografien haben können. Eine inklusive Schulkultur ist deshalb keine Zusatzaufgabe, sondern Teil professioneller Schulentwicklung.

Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag einen Antrag in den Landtag eingebracht, der sich mit der Stärkung queerer Vielfalt und dem Schutz vor Diskriminierung im schulischen Kontext befasst. Im Kern geht es darum, bestehende Maßnahmen weiterzuentwickeln, Sensibilität strukturell zu verankern und Schulen in ihrer Verantwortung für ein diskriminierungsfreies Lernumfeld zu unterstützen. Der Antrag ist damit Ausdruck einer breiteren gesellschaftlichen Debatte – im Mittelpunkt steht jedoch das Thema selbst: Wie gelingt es, Vielfalt verbindlich in schulische Praxis zu übersetzen?

Es gibt bereits bewährte Ansätze, auf die sich zurückgreifen lässt:

1. Verlässliche Ansprechpersonen und Schutzkonzepte: Schulen können feste Vertrauenslehrkräfte oder Diversity-Beauftragte benennen, die für Fragen rund um sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität qualifiziert sind. Ergänzend wirken klar formulierte Antidiskriminierungsleitlinien, die explizit LSBTIQ*-Feindlichkeit benennen. Solche Schutzkonzepte orientieren sich häufig an Empfehlungen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die betont, dass Diskriminierungsschutz institutionell verankert sein muss – nicht nur situativ reagierend.

2. Selbstgewählter Name und Pronomen im Schulalltag: Ein niedrigschwelliger, aber wirkungsvoller Schritt ist die konsequente Nutzung des selbstgewählten Namens und der gewünschten Pronomen. Auch wenn Personenstandsänderungen noch nicht abgeschlossen sind, signalisiert diese Praxis Anerkennung. Schulinterne Handreichungen können Lehrkräften Sicherheit im Umgang mit datenschutzrechtlichen Fragen geben und Missverständnisse vermeiden.

3. Unterrichtliche Verankerung: Queere Lebensrealitäten lassen sich in verschiedenen Fächern thematisieren: Im Deutschunterricht über Literatur, im Geschichtsunterricht über Emanzipationsbewegungen, im Biologieunterricht differenziert und wissenschaftlich fundiert. Wichtig ist dabei eine sachliche, altersangemessene und stereotypfreie Darstellung. Das Deutsches Jugendinstitut weist darauf hin, dass Sichtbarkeit im Lehrplan signifikant zur Reduktion von Vorurteilen beitragen kann.

4. Kooperation mit externen Trägern: Workshops mit queeren Bildungsinitiativen oder Projekttage zu Vielfalt und Demokratiebildung schaffen Raum für Fragen, die im regulären Unterricht oft zu kurz kommen. Hier profitieren Schulen von Kooperationen mit regionalen Netzwerken und Landesprogrammen. In Schleswig-Holstein unterstützt das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein Programme zur Stärkung von Akzeptanz und Diversität im Bildungsbereich, z.B. SCHLAU Schleswig-Holstein, ein landesweite Netzwerk lokaler SCHLAU Gruppen mit einem breiten Angebot an Bildungs-, Aufklärungs- und Antidiskriminierungsworkshops zu geschlechtlicher, sexueller und romantischer Vielfalt für Schulen, Sportvereine, Jugendzentren und andere Jugendeinrichtungen.

Queere Vielfalt in Schulen ist kein Randthema und keine ideologische Zusatzdebatte. Es geht um Bildungsqualität, Chancengerechtigkeit und den Schutz junger Menschen. Politische Initiativen wie der Antrag der SPD-Fraktion machen deutlich, dass dieses Thema auch auf Landesebene als strukturrelevant verstanden wird – entscheidend bleibt jedoch die konkrete Umsetzung im schulischen Alltag.

Schließen


Queeres Dating bedeutet für viele Menschen Freiheit: die Möglichkeit, jenseits heteronormativer Erwartungen Kontakte zu knüpfen, Sexualität offen zu leben und Gemeinschaft in der eigenen Community zu finden. Doch genau dieser geschützte Raum wird zunehmend zum Angriffspunkt gezielter Gewalt.

Weiterlesen

Wie das Magazin Schwulissimo bereits vor über einem Jahr berichtete, nutzen Täter*innen Dating-Apps systematisch, um queere Menschen in Hinterhalte zu locken und sie dann zu überfallen, zu verletzen und auszurauben. Der vermeintlich oder ehemals sichere community-nahe Raum verliert seinen geschützten Charakter. Die Taten folgen häufig einem ähnlichen Muster: Über Dating-Apps wird Kontakt aufgebaut, Sympathie erzeugt und ein Treffen vereinbart. Vor Ort kommt es dann zu Überfällen.

Gerade schwule oder bisexuelle Männer* bewegen sich häufiger in anonymen öffentlichen Räumen, etwa in Parks oder Seitenstraßen, auch weil sie nicht geoutet sind oder Diskretion suchen. Diese Umstände werden von Tätergruppen gezielt ausgenutzt. Angriffe finden jedoch auch in den eigenen Wohnräumen der Opfer statt.

Was zurückbleibt, sind Erfahrungen, die das Leben der Betroffenen tiefgreifend prägen. Viele entwickeln Ängste und Panik, ziehen sich zurück und beenden ihr offenes Dating- und Sexleben. Die gerade erlangte Freiheit, sich offen sexuell ausleben zu können, wird durch Gewalt und Angst erneut eingeschränkt. Hinzu kommt mangelndes Verständnis für die Opfer – innerhalb wie außerhalb der Community. Nicht selten kommt es zu Täter-Opfer-Umkehr, indem Betroffenen „Leichtsinn“ unterstellt wird.

Plattformen wie Grindr, die auf geosozialer Interaktion basieren, können diese Dynamiken begünstigen. Profile werden auf Grundlage des geografischen Standorts angezeigt, spontane Begegnungen werden gefördert. Frühere Sicherheitslücken, bei denen sogar Personen ohne eigenes Profil auf Standortdaten zugreifen konnten, zeigen, wie solche Funktionen gezielte Angriffe erleichtern können.

Konkrete Zahlen zu queerfeindlichen Taten sind schwer zu benennen, da viele Übergriffe nicht angezeigt werden. Gründe sind fehlendes Outing, Angst vor respektlosem Verhalten durch Behörden oder Scham, weil das Treffen als sexuelles Date geplant war. Zudem erschwert die häufige Anonymität der Profile die Ermittlungen.

Gleichzeitig spiegeln sich steigende queerfeindliche Gewaltformen in den Zahlen politisch motivierter Kriminalität wider. Für 2024 wurden im Unterthemenfeld „sexuelle Orientierung“ 1.765 Straftaten (+18 %) registriert, im Bereich „geschlechtsbezogene Diversität“ 1.152 Fälle (+35 %).

Eine Vielzahl dokumentierter Fälle aus verschiedenen Städten zeigt, dass sich Gewalttaten im Zusammenhang mit Dating-Apps häufen (der LSVD+ dokumentiert die Taten hier). Nur bei wenigen dieser Taten konnte innerhalb eines Strafprozesses Homophobie oder Queerfeindlichkeit als Tatmotiv festgestellt werden, was auch mit der schwierigen Identifizierung der Täter zusammenhängt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass viele dieser Übergriffe von queerfeindlichen Einstellungen begleitet werden.

Gewalt im Kontext queeren Datings ist kein Randphänomen, sondern Ausdruck wachsender gesellschaftlicher und struktureller Queerfeindlichkeit. Sichere Räume – auch digitale – zu verteidigen, bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Zugleich braucht es einen Ausbau der Prävention, konsequente Strafverfolgung und solidarische Unterstützung für Betroffene.

Wo und wie können Betroffene Hilfe suchen?

Bei akuter Gefahr gilt: 112 oder 110.
Nach einem Vorfall sollten medizinische Versorgung gesichert, Beweise dokumentiert und – auch anonym möglich! – Anzeige erstattet werden. Auch Beratungsstellen bieten Unterstützung, zum Beispiel:

  • Weißer Ring – Allgemeine Opferhilfe (bundesweit)
  • LSVD+ (Lesben- und Schwulenverband Deutschland) – Beratung und Dokumentation queerfeindlicher Gewalt
  • Maneo (Berlin) – Gewaltprävention und Opferhilfe für schwule/bisexuelle Männer
  • L-Support – Lesbisch-queeres Anti-Gewaltprojekt mit Beratung für FLINTA*
  • Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen – 116 016 (24/7, anonym)
  • Polizei-Ansprechstellen für LGBTQI+ – in vielen Bundesländern vorhanden

Präventionsmöglichkeiten

Vor dem Date können Video-Calls oder Social-Media-Abgleiche zur Verifizierung beitragen. Freund:innen sollten über Ort und Zeit informiert werden.
Beim Treffen empfiehlt sich ein öffentlicher Ort für das erste Date, eine eigenständige An- und Abreise sowie Aufmerksamkeit im Umgang mit Getränken.
Digital sollten Standortfreigaben eingeschränkt und sensible Daten nicht im Profil hinterlegt werden.

Schließen


Im Jahr 2026 stehen die Rechte queerer Menschen in Deutschland und Europa an einem kritischen Punkt. Zwar zeigt das aktuelle Rainbow-Map-Ranking von ILGA Europe, dass Deutschland im Vergleich zu 49 europäischen Ländern auf Platz 8 liegt, doch hinter dieser Zahl verbergen sich Ambivalenz und wachsende Unsicherheiten.

Weiterlesen

Europa: Fortschritt und Gegenwind

Deutschland wurde zuletzt leicht nach oben gereiht, doch die Lage in Europa ist uneinheitlich: Nur 22 Länder ermöglichen die gleichgeschlechtliche Ehe und Transpersonen können in lediglich zwölf Staaten ihren Personenstand rechtlich ändern. Pride-Paraden und queere Veranstaltungen sind in mindestens 14 Ländern eingeschränkt oder werden offen angegriffen.

Zugleich warnt die internationale queere Bewegung vor einer Koordination globaler Rückschläge, die unter dem Deckmantel von „Tradition“ und „öffentlicher Stabilität“ Rechte zurücknehmen und Diskriminierung festigen wollen. Dieses Phänomen ist nicht auf einzelne Staaten beschränkt, sondern zeichnet sich in verschiedenen Regionen Europas ab.

Die EU-Strategie: Ambitioniert – aber umstritten

Die neue Gleichstellungsstrategie der EU (2026–2030) verspricht mehr Schutz für LGBTIQ+-Personen, Maßnahmen gegen Gewalt und Hass im Netz sowie inklusive Arbeitsbedingungen. Doch viele queere Organisationen kritisieren die EU dafür, in den vergangenen Jahren zu wenig bewirkt zu haben – symbolische Erklärungen statt wirksamer Politik.

Laut dem Ipsos LGBT+ Pride Report 2025 sinkt zudem die weltweite Akzeptanz queerer Menschen: Nur 47 % der globalen Bevölkerung unterstützen LGBTIQ+-Personen, und Anti-Diskriminierungsgesetze werden nur von rund 51 % befürwortet.

Deutschland im Spiegel Europas

Die Meinungen queerer Akteur*innen aus anderen EU-Ländern über Deutschland zeigen ein differenziertes Bild:

  • Schweiz: Deutschland gilt als rechtlich fortschrittlich – etwa durch die Ehe für alle und umfassende Gleichbehandlungsgesetze. Es gebe jedoch weiterhin Herausforderungen, etwa bei der Anerkennung queerer Elternschaft.
  • Belgien: Deutschland sei ein wichtiges Menschenrechtsland in Europa, habe aber politisch an Dynamik verloren. Der Rückzug aus früheren EU-Kooperationen sende ein negatives Signal für die Verteidigung queerer Rechte.
  • Großbritannien: Deutschland erscheine liberal und tolerant, doch einige sehen neue ideologische Spannungen, die nicht unbedingt progressiv seien. Zudem warnen sie vor gesellschaftlichen Veränderungen durch Einwanderungs- und Integrationsdebatten.

Gesellschaft und Politik in Deutschland

Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Deutschen weiterhin gleiche Rechte befürwortet: 78 % stehen einem allgemeinen Schutz vor Diskriminierung positiv gegenüber, 71 % unterstützen die Ehe für Schwule und Lesben. Doch bei konkreten Anti-Diskriminierungsgesetzen sinkt die Zustimmung auf 49 % und 18 % lehnen solche Gesetze ab.

Innerhalb Deutschlands ist die Stimmung ambivalent: Queere Kultur und Gemeinschaften sind sichtbar und vielfältig, doch politische Polarisierung und hetzerische Stimmen verunsichern viele LGBTIQ+-Personen.

Solidarität und Vernetzung als Schlüssel

Ein zentrales Thema im Austausch zwischen Community-Vertreter*innen ist die Notwendigkeit internationaler Solidarität. Queere Organisationen aus der Schweiz, Belgien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich betonen, wie wichtig grenzüberschreitende Zusammenarbeit und gemeinsame Strategien gegen queere-feindliche Bewegungen sind. Insbesondere die Finanzierung zivilgesellschaftlicher Initiativen müsse gestärkt werden, um langfristig Rechte zu sichern.

Schließen


Der Bundesverband Trans* hat gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung die Broschüre „Was bringt Trans*feindlichkeit rechtsextremen Akteur*innen? Und: Was ist daran so gefährlich?“ herausgebracht. Darin werden die Zusammenhänge von rechtsextremer Ideologie und trans*feindlichen Argumenten dargestellt.

Weiterlesen

In der Broschüre werden zunächst Merkmale von rechtsextremen Ideologien genannt, worunter neben rassistischen und migrationsfeindlichen Einstellungen auch die Ablehnung geschlechtlicher Vielfalt gezählt wird. Rechte Ideologien basieren meist auf der Idee, dass es nur zwei Geschlechter gebe. Diese haben klare Rollen in der Familie, der wiederum eine nationalistische bzw. völkische Bedeutung zugewiesen wird.

So ist die „Ungleichwertigkeit von Männlichkeit und Weiblichkeit […] eine Grundlage der gesellschaftlichen und politischen Ordnung in extrem rechten Ideologien.“ (S. 10) Rechte Akteur*innen benutzen biologistische Argumente, wobei sie wissenschaftliche Erkenntnisse, die eine Natürlichkeit geschlechtlicher Hierarchien widerlegen, außer Acht lassen.

Im Geschlechterverständnis sind auch Verschränkungen mit rassistischen Motiven zu finden: „Es wird ein direkter Bezug von der Familie als ‚Keimzelle der Nation‘ zu einer als homogen imaginierten ‚Volksgemeinschaft‘ hergestellt.“ (S. 13) Feministische Forderungen, zu denen auch geschlechtliche Vielfalt zählt, werden klar abgelehnt. So wird der Zusammenhang zu Trans*feindlichkeit geschaffen:

„Rechtsextreme Erzählungen zu den Themen körperliche Selbstbestimmung, Reproduktion, Geschlechter- und Familienbilder werden explizit mit trans*feindlichen Erzählungen verbunden. Dabei werden aktuelle gesellschaftliche, meist menschenfeindlich aufgeladene, Debatten aufgenommen oder es wird auf Argumentationsmuster und Konzepte zurückgegriffen, die bereits seit Jahrzehnten dazu dienen bzw. dienten, queeren Menschen ihr Recht auf körperliche und geschlechtliche Selbstbestimmung abzusprechen“ (S. 17)

In rechten Diskursen werden mit Begriffen wie „Gender-Ideologie“ oder „Gender-Wahn“ antifeministische und trans*feindliche Motive verschleiert. Zudem wird oft argumentiert, dass Kinder vor einer vermeintlichen „Frühsexualisierung“ geschützt werden müssen. In der Broschüre wird klargestellt, dass dies keine wissenschaftliche Basis hat und ähnliche Argumentationslinien bereits in der NS-Zeit zu finden sind.

Trans* und nichtbinäre Personen werden von Rechten diffamiert und zum Teil öffentlich angegriffen. Zur Frage, inwiefern Trans*feindlichkeit rechtsextremen Akteur*innen in die Hand spielt, liefert die Broschüre die Antwort, dass es als strategisches Mittel fungiert: Einerseits hätten „trans*feindliche Aussagen ein hohes Anknüpfungspotential an verschiedene Teile der Gesellschaft“, was für eine rechtsextreme Agenda ausgenutzt werden könne, um „im nächsten Schritt für weitere Elemente extrem rechter Ideologien zu mobilisieren“ (S. 37).

Zudem werden damit traditionelle antifeministische Diskurse, die heutzutage weniger Mobilisierungspotential haben, verschoben und die (weiße) cis-Frau als Schutzobjekt umgedeutet, das von Trans*geschlechtlichkeit gefährdet sei. Außerdem werden, beispielsweise mit den Argumenten zum Kinderschutz, Allianzen zwischen Rechtsextremen und anderen Gruppen, zum Beispiel religiösen und konservativen, innerhalb der Gesellschaft geschaffen.

In der Broschüre wird zuletzt auf Gegenstrategien eingegangen, die unter anderem eine kritische Auseinandersetzung mit Trans*feindlichkeit sowie der Zusammenarbeit mit Organisationen und Interessensverbänden von trans* Personen beinhalten. Außerdem müsse das Thema im größeren politischen Kontext betrachtet werden:

„Immer wieder wird davon gesprochen, es gehe beim Thema Trans*geschlechtlichkeit ‚nur‘ um eine kleine Personengruppe. Ganz im Gegenteil können wir aber beobachten, dass es bei Trans*feindlichkeit von der extremen Rechten um strategische politische Angriffe auf Menschenrechte und Selbstbestimmung geht. Es geht darum, rechtsextreme Ideologien und damit auch Antisemitismus, Rassismus, Ableismus und Klassismus zu normalisieren und eine vielfalts- und demokratiefeindliche Gesellschaft zu errichten.“ (S. 43)

Die Verschränkungen von Queerfeindlichkeit und Rechtsextremismus haben sich in den vergangenen Jahren anhand der zahlreichen Angriffe auf Christopher Street Day (CSD) Veranstaltungen gezeigt. Die Arbeit des Bundesverband Trans* und der Amadeu Antonio Stiftung hilft, diese Ereignisse im Kontext rechter Ideologien zu verstehen, um gezielt dagegen vorzugehen.

Der Bundesverband Trans* setzt sich für die Rechte von trans* Personen ein. Mit regelmäßigen Publikationen und Fortbildungen klärt der Verband über wichtige Themen im Kontext von geschlechtlicher Vielfalt auf.

Die Amadeu Antonio Stiftung setzt sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ein. Die Stiftung betrachtet auch Antifeminismus und Queerfeindlichkeit im Kontext rechter Ideologien. Bei der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus wird dieser Zusammenhang erforscht und dazu beraten.

Zur Publikation: „Was bringt Trans*- feindlichkeit rechtsextremen Akteur*innen? Und: Was ist daran so gefährlich?

Bild (Deckblatt der Broschüre): Bundesverband Trans*

Schließen


Der LSBTIQ* Verein vielfalt.SH e.V. (ehemals SL-Veranstaltungen zur Förderung der Primärprävention e.V.) hat seinen Sitz in Flensburg. Er wirkt mit seinen Aktivitäten sowohl in der Stadt Flensburg als auch in den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen und Schleswig-Flensburg.

Weiterlesen

So ist vielfalt.SH e.V.

  • Trägerverein
    • der Aidshilfe Nordfriesland,
    • des queeren Zentrums FLENSBUNT,
    • des Bildungsprojekts SCHLAU Flensburg,
    • des Landesnetzwerks SCHLAU Schleswig-Holstein und
    • von über 15 queeren Gruppen für Austausch und Selbsthilfe, sowie
  • Veranstalterin bzw. Kooperationspartnerin
    • der monatlichen Bar und Party Queers & Friends,
    • der Flensburger Rainbow Days,
    • des CSDs in Flensburg und
    • der monatlichen Queerfilmnacht.

„Mit diesen vielfältigen Projekten und Aktivitäten sind wir im Norden Schleswig-Holsteins vertreten. Wir unterstützen und leisten Peer-to-Peer Beratung bei allen Themen der sexuellen Gesundheit, geschlechtlichen, sexuellen und romantischen Vielfalt und Selbstbestimmung“, so Vorstandsvorsitzender Andreas Witolla.

Der ehrenamtliche Vorstand besteht aus Franziska Paulsen, Jörg Kobarg und Andreas Witolla. Im Projektteam arbeiten Alejandro Valdivia, Doro Bueschler, Leonie Schröpfer und Nic Thöne.

Kontakt: info@vielfalt.sh

Weitere Informationen zu vielfalt.SH e.V. finden sich auf der Website: www.vielfalt.sh

Schließen


Im November 2022 beschloss die damalige Ampelregierung den bundesweit ersten „Aktionsplan für Akzeptanz und Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ – kurz: Aktionsplan „Queer leben“. Dieser wurde von der neuen Regierung aus CDU/CSU und SPD eingestellt. Nun fordert eine Petition, den Aktionsplan zurückzuholen.

Weiterlesen

Mit dem Aktionsplan „Queer Leben“ sollten die rechtliche Gleichstellung, die Sicherheit und Teilhabe queerer Menschen verbessert werden. Im Rahmen dessen wurden einige Maßnahmen umgesetzt, die als Erfolge für die LSBTIQ*-Gemeinschaft gedeutet wurden, darunter das Selbstbestimmungsgesetz sowie die Abschaffung des Blutspendeverbots für schwule und bisexuelle Männer. In Hinblick auf die Situation von Regenbogenfamilien, die mit dem Aktionsplan ebenfalls verbessert werden sollte, hat sich jedoch wenig getan.

Obwohl der Aktionsplan und seine Umsetzung auch vonseiten queerer Initiativen in der Kritik standen, war er das bundesweit einzige Förderprojekt für queere Projekte, wie im Petitionstext hervorgehoben wird. In den meisten Bundesländern werden solche Maßnahmenpakete stetig weiterentwickelt, dies müsse auch auf Bundesebene geschehen.

Die Initiator*innen richten sich mit ihrer Forderung, den Aktionsplan weiterzuführen, an die Bundesregierung, insbesondere Lars Klingbeil (Bundesfinanzminister), Alexander Dobrindt (Bundesinnenminister) und Karin Prien (Ministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend). Dabei wird betont, dass ein Auslaufen des Aktionsplans, mit dem Queerfeindlichkeit abgebaut werden sollte, in Zeiten „wachsender queerfeindlicher Hasskriminalität und dem Erstarken rechtsextremer Kräfte […] schlicht verantwortungslos“ sei.

In einer Pressemitteilung zitiert Alexander Vogt vom Bundesvorstand des LSVD+ - Verband Queere Vielfalt den Bundeskanzler Friedrich Merz mit seinem Versprechen, queere Menschen zu schützen, und fordert, dass diesen Worten auch Taten folgen müssen: „Die Bundesregierung darf sich nicht ihrer Verantwortung entziehen, denn queeres Leben in Deutschland ist derzeit so bedroht wie schon lange nicht mehr“, so Vogt.

Hier geht es zur Petition. Zu den Erstunterzeichner*innen gehören unter anderem der LSVD+, die Bundesprecher*innen der Linke queer, die Bundestagsabgeordneten Maik Brückner, Sven Lehmann und Nyke Slawik sowie Aktivist*innen. Initiiert wurde sie von Nadine Primo und Luna Möbius. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des LSVD+.

Schließen


Das Forum Queeres Archiv München e.V. forscht seit über 25 Jahren zur Geschichte von LSBTIQ* in München und Bayern und trägt damit zur Sichtbarmachung queerer Lebenswelten in Deutschland bei. Im folgenden Artikel werden der Verein und seine Arbeit vorgestellt.

Weiterlesen

Im Jahr 1999 gründete sich der Verein zunächst unter dem Namen „forum homosexualität münchen – Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur e.V.“ und sammelt und forscht seitdem zur queeren Geschichte in München und Bayern. Zum 20. Jubiläum wurde der Name modernisiert und in „Forum Queeres Archiv München e.V. – LesBiSchwulTransInter* in Geschichte und Kultur“ umbenannt.

Das Archiv versucht „die Lebenskultur von LGBTIQ* der vergangenen Jahrzehnte in München und der Region zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“. Darin enthalten sind zahlreiche Bücher, Poster und Filme, darunter auch Aufzeichnungen von Pride-Veranstaltungen und Demonstrationen. Ebenso beinhaltet das Archiv private Tagebücher und Fotoalben von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans* und inter* Personen, die der Verein als besonders relevant hervorhebt: Private Dokumente hätten „zu jeder Zeit außergewöhnliche Bedeutung und sind es wert, als Zeugnisse bewahrt zu werden“.

Es werden regelmäßig Führungen durch das Archiv angeboten. Im digitalen queeren Archiv sind zudem einige ausgewählte Dokumente online verfügbar – zum Beispiel eine Zeitschrift für lesbische und trans Frauen in der Weimarer Republik Die Freundin.

Zu den aktuellen Projekten des Archivs gehören unter anderem die Erforschung der lesbischen Kneipengeschichte in München, eine Forschungsgruppe zum Maler Paul Hoecker sowie die Vorstellung von bayerischen LGBTIQ* Persönlichkeiten in Steckbriefen.

Besonders zu empfehlen ist auch die Münchner LGBTIQ*-Chronik, die „Landmarken der LGBTIQ*-Geschichte und -Emanzipation“ in München und darüber hinaus enthält. Diese reichen vom ersten Beleg für die Verfolgung Homosexueller im 14. Jahrhundert zur Gründung schwuler Clubs in den 1920ern, der Verfolgung von LGBTIQ*-Personen im Nationalsozialismus. Sie beinhaltet auch Daten emanzipatorischer Momente der Lesben- und Schwulenbewegung in der Nachkriegszeit sowie zeitgenössische Meilensteine der queeren Szene in der bayerischen Hauptstadt.

Die Ergebnisse der Arbeit des Queeren Archiv München werden auch in diversen Publikationen bereitgestellt. Zudem veranstaltet der Verein regelmäßig Events zum Thema.

Logo: Forum Queeres Archiv München

Schließen


Die Debatte um eine neue Wehrpflicht in Deutschland wirft auch für queere Menschen wichtige Fragen auf. In einem Interview mit queer.de macht der Verein QueerBw, die Interessenvertretung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, inter- und queeren Angehörigen der Bundeswehr, deutlich, dass Sicherheitspolitik und Gleichberechtigung zusammen gedacht werden müssen.

Weiterlesen

Hintergrund ist das seit 2026 geltende neue Wehrpflicht-Modell: Alle jungen Männer müssen sich registrieren und Angaben zu ihrer Wehrdiensttauglichkeit machen, Frauen können freiwillig teilnehmen. Ziel ist es, die personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr zu stärken, ohne sofort zu einer verpflichtenden Einberufung zurückzukehren. Eine tatsächliche Dienstpflicht soll erst greifen, wenn sich nicht ausreichend Freiwillige finden.

Für queere Menschen ist diese Entwicklung eng mit der Frage verbunden, wie offen und diskriminierungsfrei die Bundeswehr heute tatsächlich ist. Im Interview mit queer.de betont QueerBw, dass Homosexualität und andere queere Identitäten in der Bundeswehr lange Zeit mit Benachteiligung verbunden waren. Noch bis ins Jahr 2000 galten homosexuelle Soldaten offiziell als Sicherheitsrisiko. Diese Vergangenheit wirke bis heute nach und müsse aktiv aufgearbeitet werden.

Gleichzeitig sieht QueerBw deutliche Fortschritte. Queere Soldat*innen seien heute sichtbarer, Netzwerke und Ansprechstellen existierten, und die rechtliche Gleichstellung sei weitgehend erreicht. Dennoch bestehe weiterhin Handlungsbedarf: Gerade im Zuge einer möglichen Ausweitung der Wehrpflicht müsse sichergestellt werden, dass queere Menschen ohne Angst vor Ausgrenzung oder queerfeindlichen Übergriffen dienen können. Schutzkonzepte, Sensibilisierung und klare Ansprechpersonen seien dafür unverzichtbar.

Die Diskussion um die neue Wehrpflicht betrifft queere Menschen damit nicht nur abstrakt, sondern ganz konkret in ihrer Lebensrealität. QueerBw macht deutlich, dass die Bereitschaft, für die freiheitlich-demokratische Grundordnung einzustehen, auch davon abhängt, ob diese Werte innerhalb der Bundeswehr selbst gelebt werden. Gleichberechtigung, Respekt und Sicherheit für homosexuelle und andere queere Soldat*innen seien keine Nebenthemen, sondern eine zentrale Voraussetzung für Akzeptanz und Engagement.

Logo: QueerBw

Schließen


Bereits im Artikel „Gedenken und Kranzniederlegung für homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus in Lübeck“ wurde der nahende internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust erwähnt. In folgendem Artikel findet ihr verschiedene Gedenkveranstaltungen rund um diese Zeit mit dem Fokus auf Verfolgung aufgrund sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.

Weiterlesen

Warum das Gedenken wichtig ist?

Queere Personen waren eine Gruppe verfolgter Menschen durch den Nationalsozialismus. Leben in sexueller und geschlechtlicher Vielfalt hatte Unterdrückung, Gefahr für das Leben und Gewalt zur Folge. Viele der Veranstaltungen wollen gedenken und erinnern, aber auch Zusammenhänge herstellen zu der Lebensrealität queerer Personen im heutigen Deutschland.

Überörtlich

Gedenkstunde im Deutschen Bundestag

Datum & Uhrzeit: 28. Januar 2026 um 12.30 Uhr

Ort: Deutscher Bundestag (Platz der Republik 1, 11011 Berlin)

Veranstaltende: Deutscher Bundestag

Weitere Infos: Pressemitteilungen Deutscher Bundestag, Möglichkeiten zum Fernseh- oder Hörfunk

ZDFinfo Dokutag am 27. Januar 2026

Am Holocaust-Gedenktags 2026 zeigt ZDFinfo am Dienstag, 27. Januar 2026, ab 7.00 Uhr Filme über die Geschichte des Nationalsozialismus und das Gedenken an die Opfer

Weitere Infos: ZDF-Presseportal

 Umfangreiches Programmangebot des ZDF anlässlich des Holocaustgedenktages 2026

abrufbar in der ZDF-Mediathek

z.B. Doku „Verbotene Liebe – Queere Opfer in der NS-Diktatur“ von Sebastian Scherrer

 

Lübeck

Gedenken und Kranzniederlegung für homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus in Lübeck

Datum & Uhrzeit: 23. Januar 2026 um 18.00 Uhr

Ort: Denkmal für im Nationalsozialismus verfolgte Homosexuelle (Parade 12, 23552 Lübeck)

Veranstaltende: Lübecker CSD e.V.

Weitere Infos: Lübeck Pride e.V.Erinnern Lübeck

 

Bremen

Ausstellung: gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945

Datum & Uhrzeit: Eröffnung: 25. Januar 2026 um 11.00 Uhr, Ausstellung: 26.01.-15.03.2026

Ort: Zentrum für Kunst (Hermann-Ritter-Straße 108, 28197 Bremen)

Veranstaltende: Rat & Tat-Zentrum für queeres Leben e.V., Erinnern für die Zukunft e.V. & Landeszentrale für politische Bildung Bremen

Weitere Infos: Ausstellung gefährdet leben, Gesamtprogramm Gedenken in Bremen Januar-April 2026

Gedenken des Senats an die Opfer des Nationalsozialismus 2026 (mit der Schwerpunktperspektive auf queere Opfer)

Datum & Uhrzeit: 27. Januar 2026 um 19.00 Uhr

Ort: Obere Halle, Bremer Rathaus (Am Markt 21, 28195 Bremen)

Veranstaltende:  breites Bündnis aus Vereinen, Initiativen und Kooperationspartnern, Koordination: Erinnern für die Zukunft e.V. & Landeszentrale für politische Bildung

Weitere Infos: Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Gesamtprogramm Gedenken in Bremen Januar-April 2026

Bremen before Stonewall – Queerhistorische Geschichte(n)

Datum & Uhrzeit: 1. Februar 2026 um 15.00 Uhr

Ort: Krankenhaus-Museum (Züricher Straße 40, 28325 Bremen)

Veranstaltende: mit Elisabeth Schindler auf Spurensuche

Weitere Infos: Kultur Ambulanz Bremen, Gesamtprogramm Gedenken in Bremen Januar-April 2026

 

Hamburg

Rundgang anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus

Datum & Uhrzeit: 27. Januar 2026 um 13.00 Uhr

Ort: denk.mal Hannoverscher Bahnhof (Lohseplatz, 20457 Hamburg)

Veranstaltende: Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen

Weitere Infos: Gedenkstätten Hamburg

 

Berlin

Gedenken des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas

Datum & Uhrzeit: 28. Januar 2026 um 14.00 Uhr

Ort: Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas (Simsonweg, 10557 Berlin)

Veranstaltende: Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma

Weitere Infos: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Gedenken mit Kranzniederlegung an die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten LSBTIQ*

Datum & Uhrzeit: 28. Januar 2026 um 15.00 Uhr

Ort: am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen (Ebertstraße auf Höhe Hannah-Arendt-Straße, 10785 Berlin-Tiergarten)

Veranstaltende: LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg e. V., LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt e.V. & Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Weitere Infos: LSVD+

 

Köln

Gedenken an die queeren Opfer der NS-Zeit 2026

Datum & Uhrzeit: 27. Januar 2026 um 17.00 Uhr

Ort: am Mahnmal „totgeschlagen – totgeschwiegen“ (Trankgasse 20, 50667 Köln)

Veranstaltenden: Queeres Netzwerk NRW, LSVD+ Landesverband NRW, Netzwerk geschlechtliche Vielfalt Trans NRW, Arcus Stiftung

Weitere Infos: Queeres Netzwerk NRW

 

Düsseldorf

Stolperstein-Spaziergang

Datum & Uhrzeit: 26. Januar 2026 um 17.30 Uhr

Ort: Denkmal auf der Apollowiese (Mannesmannufer 1, 40213 Düsseldorf)

Veranstaltende: Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V.

Weitere Infos: Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V.

Dokumentarfilm „Klänge des Verschweigens. Ein detektivischer Musikfilm“ von Klaus Stanjek über seinen schwulen Onkel in der NS-Zeit

Datum & Uhrzeit: 27. Januar 2026 um 19.00 Uhr

Ort: Bambi Filmstudio (Klosterstr. 78, 40211 Düsseldorf)

Veranstaltende: Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V.

Weitere Infos: Queere Geschichte(n) Düsseldorf e.V.

Schließen


Der Lübecker CSD e.V. lädt zur Kranzniederlegung am Freitag, 23.01.2026 um 18 Uhr, zum Gedenken an homosexuelle Opfer des Nationalsozialismus ein.

Weiterlesen

Mit dabei sind die Mitglieder des Vereins, Menschen aus der Community und Unterstützer*innen. Es wird eine Gedenkminute geben und Kränze am Denkmal für im Nationalsozialismus verfolgte Homosexuelle niedergelegt werden.

Seit Januar 2016 gibt es am Ort des Hauses der Kulturen ein Denkmal für all die Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität während der NS-Zeit verfolgt, entrechtet oder ermordet wurden. Das Denkmal ist seitdem ein wichtiges Symbol gegen das Vergessen und die Würdigung der damaligen queeren Menschen und ihrer Lebensrealität. Am 23. Januar soll das Denkmal über seine Symbolkraft hinaus ein Ort des gemeinsamen Erinnerns sein. Hierzu lädt der Lübecker CSD e.V. herzlich ein. Im Anschluss an die Gedenkminute gibt es ein Treffen im Haus der Kulturen in Lübeck zu Kaffee, Kuchen und Gesprächen. Der Termin darf gerne in weiteren Netzwerken geteilt werden.

Wer sich mit einem Kranz oder Gesteck beteiligen möchte, kann sich an die Gärtnerei Lohff wenden. Die Bestellungen werden dort gesammelt und am Veranstaltungstag direkt zum Denkmal geliefert (Kontakt s. unten).

Ziel der Arbeit des Lübecker CSD e.V. ist es, nicht nur Geschichte zu dokumentieren, sondern aktiv zu erinnern, um die Namen und die Leben der Opfer zu würdigen und darüber hinaus die Vergangenheit mit den heutigen Kämpfen um Menschenrechte und Vielfalt zu verbinden.

 

Datum & Uhrzeit: 23. Januar 2026 um 18 Uhr

Ort: Denkmal für im Nationalsozialismus verfolgte Homosexuelle (Parade 12, 23552 Lübeck)

Kontakt Gärtnerei: Gärtnerei Lohff, Friedhofsallee 57, Lübeck, Telefon 0451 / 49 16 51.

Weitere Infos: Lübeck Pride e.V., Erinnern Lübeck

 

© Foto: Lübecker CSD e.V.

Schließen


Echte Vielfalt
Datenschutzübersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Erkennen von Ihnen, wenn Sie zu unserer Website zurückkehren, und helfen unserem Team zu verstehen, welche Bereiche der Website für Sie am interessantesten und nützlichsten sind.

.moove-gdpr-branding-cnt,.moove-gdpr-company-logo-holder {display: none;} #moove_gdpr_cookie_info_bar p{text-shadow: none;}