Echte Vielfalt

Aufklärung und Bildung

Minister Dr. Heiner Garg: "Schleswig-Holstein zeichnet eine bunte und vielfältige Gesellschaft aus, in der Menschen unabhängig von Herkunft, Glauben, Handicap, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität und sozialem Status gut und gerne leben sollen. Vielfalt und Toleranz sind die Stärken unserer Gesellschaft.

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Ein gesellschaftliches Klima zu fördern, in dem Menschen unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen können, ist das Ziel der Landesregierung. Im Rahmen des Aktionsplans „Echte Vielfalt für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten“ ermöglicht das Land viele Veranstaltungen zur geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt.

Mit dieser Fibel erhalten Sie einen Überblick über verschiedene Begriffe der geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt. Mein Haus hat die Broschüre gemeinsam mit ehrenamtlich tätigen lsbtiq* Menschen entwickelt, für deren Engagement ich mich herzlich bedanken möchte. Stichwort LSBTIQ*: Auch dieser Begriff wird in der Broschüre erläutert."

Hier kann die Broschüre bestellt werden.

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Minister Dr. Heiner Garg: „Echte Vielfalt“, das ist das Motto des Aktionsplans für die Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten des Landes Schleswig-Holstein. Zustande kam dieser Aktionsplan 2014 auf einstimmigen Beschluss des Landtags und wird seitdem getragen von einem breiten Bündnis aus der queeren Community und weiteren zivilgesellschaftlichen Institutionen und Organisationen.

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Mir ist dieser Aktionsplan auch ganz persönlich außerordentlich wichtig. Das Ziel ist klar: eine Gesellschaft, in der alle Menschen, gleich welcher sexuellen Identität und Orientierung, uneingeschränkte Rechte und Achtung genießen. Für mich ist selbstverständlich, dass Bisexuelle, also Menschen, die emotional und sexuell von mehr als einem Geschlecht angezogen werden, Teil dieser Vielfalt sind.

Dabei ist die Gruppe der nicht auf nur ein Geschlecht orientierten Menschen auch in sich durchaus vielfältig, wie auf den folgenden Seiten gezeigt wird. Und sie umfasst sicher weit mehr Menschen, als viele denken. Geringe Sichtbarkeit und damit eine nur eingeschränkte Möglichkeit, sich mit Gleich-Empfindenden austauschen zu können, ist für viele Bisexuelle nach wie vor ein Problem.

Mehr Sichtbarkeit ist das Ziel des internationalen Tages der Bisexualität, der jährlich am 23. September begangen wird. Ich freue mich sehr, dass wir zum 23.09.2017 erstmals die (auch in diesem Heft vorgestellte) Bi-Flagge vor dem schleswig-holsteinischen Sozialministerium hissen werden.

Diese Broschüre will die Vielfalt bisexueller Orientierungen sichtbar machen, will Irrtümer und Vorurteile ausräumen sowie Interesse und Verständnis wecken für eine Lebens- und Liebensweise,
über die viele zwar eine Meinung haben, von der wenige aber wirklich viel wissen. Und sie will Mut zu einem selbstbestimmten und selbstbewussten offenen Umgang mit der eigenen Bisexualität machen.

Das sind wichtige Anliegen, die ich gerne unterstütze. Ich wünsche dieser Publikation gute Verbreitung und viele neugierige und interessierte Leserinnen und Leser!

Dr. Heiner Garg
Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein

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Themenführung: Queer gesehen: Lotte Laserstein am Fr., 06.12. von 16 bis 18 Uhr, Kunsthalle zu Kiel

Muriel Meyer führt durch die Ausstellung "Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht".

Kosten: Eintritt 7,- € / 4,- € | Für Studierende ist der Eintritt frei.

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Das Berlin der Weimarer Republik war Ausgangspunkt für Lotte Lasersteins malerische Hochphase in der sie als aufstrebende Künstlerin Anerkennung fand. Die Malerin porträtiert am liebsten Frauen und zeigt sie in verschiedenen Posen des neuen Frauenbildes der ‚Neuen Frau'. Ihre Porträts zeigen ein mehrdimensionales Bild von Frauen sowie Männern. In ihrer Berliner Zeit ist Traute Rose Lotte Lasersteins Lieblingsmodell. Die beiden hatten eine sehr enge Beziehung, die sich insbesondere in den Doppelporträts von der Künstlerin selber und ihrem Modell zeigen. Um weniger die Biographie als Ausgangspunkt zu nehmen, in der keine Liebesbeziehung oder lesbische Zuschreibung von Lotte Laserstein überliefert ist, sollen hier die Bilder sprechen: In denen neue Formen von Weiblichkeit etabliert und ein Selbstverständnis körperlicher Nähe zwischen Frauen transportiert werden.

Ort: Kunsthalle zu Kiel, Düsternbrooker Weg 1, 24105 Kiel

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Seit den 1970 Jahren wird die Diskussion um eine geschlechtergerechte Sprache geführt. Lässt sich das Problem mit Leitfäden für geschlechtergerechte Formulierungen lösen? Daher trifft die von der Referentin in ihrem Titel aufgeworfenen Frage „Gendern ja – aber wie?" einen Kernpunkt der aktuellen Diskussion um eine Gleichheit gewährleistende und Vielfalt ausdrückende Sprech- und Schreibweise. Wenn wir die Geschlechter sprachlich gerecht behandeln wollen, und das wollen ja inzwischen viele – stehen wir vor einer kontinuierlich wachsenden Menge von Alternativen.

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Die Auswahl fällt nicht leicht, zumal die Kriterien auch oft unklar bleiben oder unterschiedlich gewichtet werden. Selbst die  Sprachwissenschaft ist zutiefst gespalten.

Luise F. Pusch stellt die Alternativen und ihren historischen Kontext vor, erörtert die Kriterien und plädiert schließlich mit starken Argumenten für eine der Varianten. Sie garniert und illustriert ihren Vortrag durch eine Auswahl ihrer sprachkritischen Glossen.

Luise F. Pusch ist Sprachwissenschaftlerin, Schriftstellerin und Publizistin und engagiert sich seit den Siebzigerjahren für eine gendersensible Sprache, zum Beispiel in Aufsätzen, Glossen, Streitgesprächen, Vorträgen und Workshops. Sie lebt in Hannover und Boston.

Termin: 03.12.2019 um 18 Uhr

Wissenschaftszentrum
Raum Einstein
Fraunhoferstraße 13
24118 Kiel

Ablauf der Veranstaltung, 18 bis 20 Uhr
1. Grußworte
2. Kurze Einleitung
3. Vortrag Luise F. Pusch
4. Moderierte Diskussion

Ein Büchertisch, ausgerichtet von der Buchhandlung Zapata, ist vor Ort. Die Veranstaltungsräume sind barrierefrei. Eine*r Gebärdedolmetscher*in ist auf Anfrage per Email vor Ort. Getränke können gegen eine Spende erworben werden. Wir bitten um eine formlose Anmeldung für unsere Planung unter fugl@sprechvogel.de.

Die Veranstaltung ist offen für „all gender".

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Vom 14. Nov. bis 30. Nov. 2019 wird im Kreishaus in Husum die Ausstellung "Mensch ist Mensch" zu sehen sein.

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Mit Unterzeichnung der Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt im Februar 2018 verpflichtet sich der Kreis Nordfriesland, Akzeptanz zu fördern und gegen Diskriminierung von Menschen jeglicher sexueller und geschlechtlicher Identität einzutreten.

Um dieses Bekenntnis weiterhin mit Aktionen zu unterstützen und in der Öffentlichkeit immer wieder an ein respektvolles Miteinander zu erinnern, möchte wir Sie zur Vernissage am Donnerstag, 14. Nov. 2019 um 18:00 Uhr im Foyer des Kreishauses, Marktstr. 6 in Husum einladen.

Nach einer kurzen Begrüßung der Veranstalter_innen , untermalt mit Livemusik, wird der Flensburger Fotograf durch die Ausstellung führen. Anschließend besteht bei Getränken und einem Snack die Möglichkeit zum Austausch.

Bitte geben Sie diese Einladung gerne an interessierte Menschen weiter. Die Veranstalter_innen freuen sich über viele Gäste.

Simone Ehler, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Nordfriesland
Kirsten Schöttler-Martin, Gleichstellungsbeauftragte Amt Nordsee-Treene
Katrin Samulowitz, Aidshilfe Nordfriesland

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Am 3. Oktober 2019 findet das Regenbogenhaus im Kieler Gewerkschaftshaus statt. Es werden Aktivist*innen aus West- und Ostdeutschland zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt spannende Impulse geben. Auch die queere Community lebt und engagiert sich im vereinten Deutschland!

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Bereits am 2. Oktober gibt es einen Regenbogenempfang ebenfalls im Gewerkschaftshaus ab 18 Uhr.

Beide Termine bieten eine spannende Gelegenheit, mit lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, inter und queeren Aktivist*innen in den Austausch zu treten.

Programm Kieler Regenbogenhaus

Kieler Regenbogenhaus im Gewerkschaftshaus
Legienstraße 22 -24
24103 Kiel

11:30 „Bisexuelle Bewegungsgeschichte in Deutschland, Europa und der Welt“ Frank Thies, BiNe - Bisexuelles Netzwerk e. V.

12:30 „Menschenrechte - auch für Frauen ? Von Hurensöhnen für Dreckspfoten“, (Arbeitstitel, angefragt)

13:30 „Hass im Netz: Wie kann ich mich schützen?“ Linus Giese, Blogger, Journalist und Buchhändler aus Berlin

14:30 „Zukunftsvisionen einer queeren Jugend“ (Arbeitstitel, angefragt)

15:30 „ ‚Vom Triebtäter zum Vorbild’ - 40 Jahre Schwule Lehrer in der GEW“ Benjamin Ehlers, Queere Lehrer*innen der GEW-Hamburg

16:30 „Bildung verbindet - Vielfalt in der Lehramtsausbildung“, Silvia Rentzsch, TIAM e.V., Sachsen

17:30 Selbstbestimmt im Alter“, Reingard Wagner, Dachverband Lesben und Alter e.V. (angefragt)

18:30 „Wie ändert man sein Papiergeschlecht? - Was sie noch nie über Transsexuelle wissen wollten.“ (angefragt)

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Im Vorfeld des Christopher-Street-Days startet am 15. Juli das Rainbow Cinema im Lichtblick Kino in Heide. Gezeigt werden zwei Filme mit LSBTIQ Thematik:

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Wir möchten mit den Filmen neben der LSBTIQ Thematik auch aktuelle politische Diskussionen (z.B. Konversionstherapien, Frauenrechte, Diskriminierung) aufgreifen und zum Austausch anregen. Dazu werden wir vor und nach den Filmen vor Ort sein und für Fragen und Informationen zur Verfügung stehen.

Montag , 15. Juli 2019 um 19.00 Uhr „Rafiki“ (dt. „Freundin“)

Rafiki ist ein kenianischer Film aus dem Jahr 2018. Unter der Regie von Wanuri Kahiu erzählt der Film, wie zwei junge Frauen trotz Widerständen von ihrer Familie und ihrer Gesellschaft zunächst eine Freundschaft und dann eine Liebesbeziehung aufbauen. Der Film trug zu einem Diskurs über Homosexualität in Kenia bei und war der erste kenianische Film, der auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes gezeigt wurde

Donnerstag, 18. Juli 2019 um 19.00 Uhr „Der verlorene Sohn“ (engl. „Boy Erased“ )

Verfilmung der aufwühlenden Biografie von Garrard Conley, der als Jugendlicher von christlichen Fundamentalisten von seiner Homosexualität „geheilt“ werden soll. Der Regisseur Joel Edgerton übernimmt im Film selbst die Rolle des fundamentalistischen Victor Sykes, der ein Camp der Organisation Love in Action leitet. Die LIA wurde 1973 gegründet, auch heute noch werden Tausende Jugendliche in ähnlichen Camps dazu gezwungen, ihre Sexualität zu verdammen.

Die Filmreihe findet in Kooperation mit dem FilmClub Heide und der Initiative Westküste denkt QUEER statt und wird im Rahmen des Aktionsplans Echte Vielfalt vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren gefördert.

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Am Montag, 20. Mai 2019 um 10 Uhr wird im Kreishaus in der Stettiner Straße 30 in Heide die faszinierende Ausstellung „Mensch ist Mensch“ eröffnet. Die Eröffnungsveranstaltung wird ca. 30 min dauern, danach ist unbegrenzt Zeit sich die Ausstellung anzuschauen.  Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es hier.

Wir freuen uns auf euch.