Echte Vielfalt

LSBTIQ

Mit bewegenden Fotografien macht die neue Ausstellung in Schleswig-Holstein auf ein in der Gesellschaft nach wie vor eher unbekanntes Thema aufmerksam: die Transidentität. Unter dem Titel „Max ist Marie - mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“ sind Werke der Hamburger Fotografin Kathrin Stahl zu sehen.

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Thema in die Normalität holen.

Sie wolle das Thema in die Normalität holen. „Als etwas, das ganz einfach da ist, so wie es ist“, erläutert die Künstlerin. Sie möchte zeigen, was transidente Frauen und Männer bewegt, was sie erfahren und auch, was sie erleiden müssen. Transidente Menschen, sind im „falschen“ Geschlecht geboren. Sie merken bereits als Kind, dass sie anders sind, als andere Mädchen oder Jungen. Für sie beginnt damit eine Zeit des „Sich Verstellens“, um akzeptiert zu werden. Kathrin Stahl: „Sie passen sich an das Geschlecht an, in das sie geboren wurden. Das kostet oft über viele Jahre hinweg unbeschreiblich viel Kraft. Um überleben zu können, müssen sie irgendwann aus diesem Lebensmuster ausbrechen.“

Die Künstlerin begann ihr Text-Foto-Projekt mit einem Porträt ihrer Tochter Marie, die einmal ihr Sohn Max war. „Ich möchte etwas in den Köpfen der Menschen bewegen, denen das Thema Transidentität fremd ist“, sagt Kathrin Stahl. Im Lauf der Zeit kamen weitere Porträts von transidenten Menschen hinzu, die sich an dem Projekt beteiligen mochten. Ihre Überzeugung war und ist, dass „Max ist Marie“ etwas bewegen kann.

Geschichten von Mut und Stärke

Die Fotos seien sehr bewusst in Schwarz-Weiß gehalten, sagt Stahl: „Es spiegelt unser aller Schwarz-Weiß-Denken wider, wenn es um ein Anders-Sein geht.“ Zu sehen sind transidente Menschen in ihrer Umgebung: mit Partner, mit Kind, mit Hund oder alleine lebend - Menschen eben.

Während die Bilder die Normalität dieser Leben betonen, blicken die begleitenden Texte auf die individuelle Geschichte hinter jedem Porträt. Die Texte sind beeindruckend und machen nachdenklich. Sie handeln von Verletzungen, Selbstzweifeln und von unglaublich viel Mut und Stärke. Sie erzählen aber auch vom „kleinen Glück im Alltag“ und von Menschen, die für andere da sind.

Mehr Infos unter:

Das Begleitheft zur Ausstellung gibt es hier zum Download (PDF 2,0 MB).

Die Fotoausstellung war an folgenden Orten zu sehen:

    • 07. Dez. bis 31. Dez. 2017 in Heide (Museum Lüttenheid)
    • 02. Feb. bis 02. März 2018 in Bredstedt (Amtsgebäude)
    • 05. März bis 27. Apr. 2018 in Flensburg (Haus der Familie)
    • 03. Mai bis 17. Mai 2018 in Friedrichstadt (Bücherei / Rathaus)

 

Die Ausstellung wird im Rahmen des Aktionsplans „Echte Vielfalt“ vom Ministerium für Soziales, Gesundheit Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein gefördert.

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HUSUM. Der Kreis Nordfriesland ist dem »Bündnis für Akzeptanz und Respekt in Schleswig-Holstein« beigetreten. Im Beisein von Familienminister Dr. Heiner Garg unterzeichneten der stellvertretende Kreispräsident Siegfried Puschmann und Landrat Dieter Harrsen heute (8. Februar 2018) im Husumer Kreishaus die »Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt«.

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„Damit wollen wir ein Zeichen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt setzen. Nordfriesland steht nicht für Ablehnung und Angst, sondern für Verständnis, Akzeptanz und Chancengleichheit. Das schließt selbstverständlich den Bereich der sexuellen und geschlechtlichen Selbstbestimmung ein“, erklärte Siegfried Puschmann. Grundlage war ein Kreistagsbeschluss vom Juli 2015, der auf Antrag der Grünen-Fraktion gefasst wurde.

Familienminister Dr. Heiner Garg begrüßt den offiziellen Akt: »Mein Ziel ist ein offenes Schleswig-Holstein, in dem ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung und des Respektes herrscht. Das gilt für alle Menschen. Mit dem Aktionsplan Echte Vielfalt hat das Land ein Zeichen gesetzt. Ich freue mich sehr, dass dem Bündnis für Akzeptanz und Respekt bereits 30 Vereine, Kommunen, private Arbeitgeber und politische Organisationen beigetreten sind und hoffe, dass es noch mehr werden. Wir sind noch nicht am Ziel echter Gleichstellung in allen Bereichen, aber wir kommen diesem Ziel Schritt für Schritt gemeinsam näher.“

Der Vorstandssprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland, Landesverband Schleswig-Holstein, Danny Clausen-Holm, hob die Bedeutung der Ehe für alle hervor, die als sehr positives Zeichen für den gesellschaftlichen Wandel zu sehen sei. „Trotzdem bleibt noch sehr viel zu tun: Menschen mit anderer sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität berichten immer wieder, dass andere ihnen mit Intoleranz, teils sogar mit offenem Hass begegnen. Deshalb freue ich mich über das deutliche Signal für die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen, das der Kreis Nordfriesland heute gesetzt hat.“

Die Lübecker Erklärung fußt auf Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes, aber insbesondere auf dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, nach dem »Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen« sind.

„Dieser Text ist eigentlich eine Aneinanderreihung von Selbstverständlichkeiten«, betonte Landrat Dieter Harrsen. »Unterschiedlich zu sein, stellt kein Problem, sondern eine Bereicherung dar. Deshalb fehlt mir jegliches Verständnis, wenn manche es an Akzeptanz und Respekt fehlen lassen. Mit unseren Unterschriften erteilen wir der Ausgrenzung und Benachteiligung von Minderheiten eine glasklare Absage“.

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt die Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – der LSVD will, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

Das Bündnis für Akzeptanz und Respekt ist ein wichtiger Teil des Aktionsplans Echte Vielfalt, zu dem der Landtag die Landesregierung beauftragt hatte. Seit der Auftaktveranstaltung des Aktionsplans 2014 im Landeshaus konnten bereits zahlreiche Bündnispartner gewonnen werden. Die Partnerinnen und Partner des Bündnisses zeigen nicht nur als Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, sondern als ganze Städte und Regionen, dass bei Ihnen Vielfalt willkommen ist.

Parallel zum Beitritt finden in Nordfriesland weitere Aktionen statt: Vom 02.02. – 28.02.2018 wird die Ausstellung „Max ist Marie oder mein Sohn ist meine Tochter ist mein Kind“ in der Theodort-Storm-Str. 2 in Bredstedt zu sehen sein. Am 08.02.2018, 19:00 Uhr, wird in diesen Räumen dazu eine Vernissage mit musikalischer Begleitung stattfinden, mit Grußworten des Amtsvorstehers des Amtes Mittleres Nordfriesland, Herrn Hans-Jakob Paulsen, und der Gleichstellungsbeauftragten, Frau Christine Friedrichsen, der Vorstellung der Initiative „Westküste denkt queer“ und der Künstlerin Kathrin Stahl. Am 15.02.2018, 19:00 Uhr, Hafenstr. 17, Husum, findet der Bündnisbeitritt des Kreises Nordfriesland durch ein Poetry Slam mit Mona Harry statt. Beide Aktionen finden im Rahmen des Aktionsplans Echte Vielfalt statt und werden von der Initiative „Westküste denkt queer“ organisiert.

Ansprechpartner für Medien des Kreises Nordfriesland: Hans-Martin Slopianka; Tel.: 04841 – 67364, E-Mail: h-m.slopianka@nordfriesland.de

Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431  988-5317 | E-Mail: pressestelle@sozmi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.sozialministerium.schleswig-holstein.de

 

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Aktionen 2017

18. Dezember 2017
Im Jahr 2017 sind u. a. nachstehende Aktionen durchgeführt worden:

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Die Universität zu Lübeck lud am 23. November 2017 zu ihrem zweiten Abend der Vielfalt ein. Nach einer Diskussionsrunde wurde im Gebäude 66 (CBBM) die Ausstellung „Trans* in der Arbeitswelt" eröffnet. Mit dem Abend der Vielfalt wendet sich die Universität an Studierende, Mitarbeiter*innen und die Menschen in der Stadt.

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Auf dem Podium diskutierten die Lübecker Pröpstin Petra Kallies und Prof. Dr. Lisa Malich. Malich ist Professorin für die Wissensgeschichte der Psychologie am Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck. Johanna Hotanen vom Netzwerk lesbischer, schwuler, bisexueller und transgender Jugendlicher Lambda Nord war leider verhindert. Dr. Jonathan Kohlrausch, Referent für Chancengleichheit der Universität, moderierte die Veranstaltung vor etwa 70 Interessierten.

Bei der Diskussion ging es um Geschlechtervielfalt, die Besonderheiten von Trans*identitäten und die Möglichkeiten, wie Trans*menschen am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft unterstützt werden können. „Trans*menschen gehören zu unserer Gesellschaft und zu unserer Universität“, sagte Dr. Kohlrausch. Einigkeit herrschte auf dem Podium darüber, dass sich auch Personalverantwortliche für das Thema einsetzen sollten.

Mehr als nur Mann und Frau

„Trans*“ ist als Oberbegriff für transgeschlechtlich, transgender, transsexuell, transident etc. zu verstehen und schließt alle Menschen ein, die sich nicht mit dem ihnen bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren. Das „*“ steht für eine Vielzahl von Geschlechtsidentitäten, also für mehr als nur Frau und Mann. Der Abend der Vielfalt wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein im Rahmen des Landesaktionsplans "Echte Vielfalt" unterstützt.

Die Wanderausstellung „Trans* in der Arbeitswelt“ ist von der Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung in Berlin erstellt worden. Die Ausstellung besteht aus zwölf Einzelporträts von transgeschlechtlichen Menschen, die den Mut haben, sich mit ihrem Bild und ihrem Namen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Ausstellung war  bei freiem Eintritt - bis zum 12. Dezember 2017 im CBBM zu sehen.

Der Bereich „Vielfalt“ (Diversity) ist an der Universität zu Lübeck im Dezernat für Chancengleichheit und Familie angesiedelt. Er unterstützt Studierende, die sich Fragen zur eigenen Identität oder zu einem möglichen Coming-Out an der Universität oder im Privatleben stellen. Darüber hinaus bietet er Studierenden, die Diskriminierungen auf Grund ihrer Homo- oder Transsexualität an der Universität oder andernorts erfahren, vertrauliche Beratungsgespräche an. Dies gilt ebenso für Mitarbeiter*innen , die im Kontakt mit Studierenden mit diesbezüglichen Fragen befasst sind.

Den ersten Abend der Vielfalt veranstaltete die Universität zu Lübeck am 2. Dezember 2015.

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Die Herausgeberin Stephanie Kuhnen hat monatelang für ihr im Oktober 2017 im Querverlag erschienenes Buch recherchiert. Herausgekommen ist ein Plädoyer für die Sichtbarkeit von LESBEN in Gesellschaft und Community!

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28 Autor*innen beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven das Thema „lesbische Sichtbarkeit“ und gehen der Frage nach: Wo sind sie denn, die lesbischen Frauen? Welche Vorteile und welche Nachteile bringt eine erhöhte Sichtbarkeit? Was führt zur Unsichtbarkeit? Und wie kann mehr Sichtbarkeit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden?

Stephanie Kuhnen wird an diesem Abend aus mehreren Beiträgen ihres Buches vorlesen und gerne mit den Besucher*innen ins Gespräch kommen.

Wann: Montag, 27. November 2017, 19 Uhr
Ort: SUB ROSA, Elisabethstr. 25, 24143 Kiel-Gaarden (Das SUB ROSA ist barrierefrei)
Eintritt: 3 € (nach Selbsteinschätzung)
Link zur Facebook-Veranstaltung.

Das Buch kann vor Ort erworben werden. Weitere Infos zum Buch.
Eingeladen sind alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung

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KIEL. Seit 1999 wird der 23.09. als ein Tag für bisexuelle Sichtbarkeit gefeiert. Menschen, die sich zu mehr als einem Geschlecht sexuell oder emotional hingezogen fühlen, haben häufig gegen verschiedene Formen der Diskriminierung zu kämpfen. Beispielsweise die scheinbare Unsichtbarkeit und das Fehlen von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern. Das Familienministerium hisst als Zeichen für Akzeptanz und Stärkung der Bisexuellen in diesem Jahr erstmalig die Flagge der Bisexuellen.

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„Menschen sollen selbstverständlich zu ihrer sexuellen Identität stehen können und wissen, dass sie nicht alleine sind. Wir setzen uns für ein offenes Schleswig-Holstein ein. Vielfalt ist die Stärke unserer offenen Gesellschaft“, so Familienminister Dr. Heiner Garg.

Die Flagge wurde vom dem US-amerikanischen Bi-Aktivisten Michael Page 1998 entworfen: Der pinke Streifen oben steht für gleichgeschlechtliches Interesse, der blaue Streifen unten steht für gegengeschlechtliches Interesse und die lila Streifen als Mischung von Blau und Pink in der Mitte für Bisexualität.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 | E-Mail: Pressestelle@sozmi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de

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Es war ein großartiges Lesbenfrühlingstreffen

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„Alle 600 Eintrittsbändchen sind verkauft!" jubelt Mit-Orgafrau Rosi Luschnikova-Strömsdörfer am Samstagnachmittag. Zu diesem Zeitpunkt ist das Gelände der Muthesius Kunsthochschule voller Lesben, die aus Deutschland und dem Ausland nach Kiel gereist sind, um über die Pfingstfeiertage am 44. Lesbenfrühlingstreffen (LFT) teilzunehmen. Auf dem Innenhof wuselt es, überall wird gelacht, geklönt und gut gegessen. Die Teilnehmerinnen erzählen aufgeregt von den Workshops, an denen sie teilgenommen haben; Themen waren z. B. die Situation für lesbische Frauen* in Kuba, Polen und Costa Rica oder Wohnen im lesbischen Wohnprojekt oder lesbische Sexualität. Auch sind immer wieder Jubelschreie zu hören: Freundinnen, die sich sonst das ganze Jahr nicht sehen, treffen sich beim alljährlich stattfindenden LFT, das seit 1972 jedes Jahr in einer anderen Stadt ausgerichtet wird. Kiel war zum ersten Mal dabei!

Demoparade: Bunt und laut – Lesben sind sichtbar
Bereits am Samstagvormittag waren mehr als 300 Lesben mit einer fröhlichen und bunten Demonstration über die Kieler Einkaufsstraße „Die Holtenauer" gezogen. Viele trugen vorher angefertigte Segel mit lustigen Sprüchen oder ernsthaften Forderungen aus Pappe, die eigens für diese lesbische Windjammerparade hergestellt worden waren. „Wir sind viele, wir sind sichtbar, wir sind nicht nur lesbisch, aber das immer!" konstatiert Rosi Luschnikova-Strömsdörfer. Und eine andere Demoteilnehmerin ergänzt: „Kiel war noch nie so lesbisch wie heute!"

Viele Konzerte in der Pumpe
Das Abendprogramm mit Konzerten und anschließender Party fand in der Pumpe statt. Dorthin kamen noch einmal weitere 200 Besucherinnen, die Samstag und Sonntag bis 3 Uhr früh feierten. Samstagabend waren „Zrazy", eine Lesbenband aus Irland das Highlight, Sonntagabend haben Liedermacherin Janina Dunklau aus Hamburg mit ihren ruhigen und nachdenklichen Songs das Publikum begeistert und das Duo „Copy and Taste“ versetzte die Halle in rhythmische Schwingungen. Im Anschluss hat die junge Kieler Band „Rosalie mag Hiphop“ mit ihren selbst geschriebenen feministischen Texten bei ihrem ersten öffentlichen Konzert die Bühne gerockt. Von dieser 2-Lesben-Band werden wir sicherlich noch hören!

Ausblick
Beim Abschlussplenum am Montagvormittag waren sich alle einig: Es war ein solch entspanntes, super organisiertes und so nettes LFT, das soll wieder so sein. Gesagt, getan: Für 2018 fanden sich spontan 10 weitere Orga-Frauen*, die das LFT in Göttingen ausrichten möchten und auch 2019 ist sicher: Dann wird das LFT in Köln stattfinden.

Hintergrund und Ausblick
Das LFT wurde im Rahmen des „Aktionsplan Echte Vielfalt Schleswig-Holstein“ durchgeführt. Die Kieler Orgagruppe ist eine AG der HAKI e.V., unserem Trägerverein danken wir sehr für die Unterstützung. Und das Beste: Wir lösen uns jetzt nicht auf, sondern planen weitere Veranstaltungen für lesbische Frauen* in Schleswig-Holstein. Was, wann, wo und wie - darüber diskutieren wir gerade, für Neuigkeiten schaut einfach auf unsere Facebook-Seite. (kein Facebook-Account erforderlich)

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Beitritt zum Bündnis für mehr Vielfalt mit vier prominenten Partner_innen an der Westküste – Stadt Heide, Westküstenkliniken, FH Westküste und Brücke SH

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Was haben die „Brücke Schleswig-Holstein“, die „Fachhochschule Westküste“, die „Stadt Heide“ und die „Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide“ gemeinsam? Alle vier Heider Institutionen und Arbeitgeber_innen setzen sich für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ein. Sie unterzeichnen heute (03. März 2017) im Beisein von Gleichstellungsministerin Kristin Alheit die „Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt“ und treten damit dem Bündnis für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Schleswig-Holstein bei. Grundlage sind Beschlüsse in den entsprechenden Entscheidungsgremien, die im Dezember 2016 fielen (z.B. Heider Ratsversammlung am 14.12.2016).

Das Bündnis ist ein wichtiger Teil des Aktionsplans Echte Vielfalt, zu dem der Landtag die Landesregierung beauftragt hat. Dem Bündnis sind bisher über 20 Vereine, Kommunen, private Arbeitgeber und politische Organisationen beigetreten. Ziel des Bündnisses ist die Stärkung der Akzeptanz und Anerkennung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und pansexuellen Menschen. Die Bündnispartner_innen verpflichten sich damit zum Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung.

Die Lübecker Erklärung fußt auf Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes aber insbesondere auf dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) §1, nach dem "Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen" sind.

Der stellvertretende Geschäftsführer der Brücke Schleswig-Holstein, Robert Schenk, erklärt dazu: „Mit der Unterzeichnung der Lübecker Erklärung für Akzeptanz und Respekt unterstreichen wir unsere Haltung bei der Brücke Schleswig-Holstein. Wir verstehen es als Wert, dass es normal ist, verschieden zu sein. Entschieden wenden wir uns gegen Ausgrenzung und Benachteiligung. Wir zeigen Mut zum Miteinander und setzen uns ein für Verständnis, Akzeptanz und Chancengleichheit. Das bedeutet für uns auch: Sexuelle Selbstbestimmung als ein Recht in unserer Gesellschaft zu achten und zu schätzen.“

Die Unterzeichnung der Lübecker Erklärung am 03. März in den Räumen der Brücke SH in Heide wird vom LSVD SH begleitet. Der Vorstandssprecher des LSVD SH, Andreas Witolla, freut sich über das große Interesse an dem Bündnisbeitritt: „Wir sind stolz und glücklich, dass gleich vier große Arbeitgeber_innen die Lübecker Erklärung unterzeichnen möchten. Das ist ein großer Verdienst der Initiative Westküste denkt QUEER, die sich bereits seit 2015 mit vielen bunten Veranstaltungen und Aktionen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt einsetzt. Zur Unterzeichnung werden mit dem stv. Geschäftsführer Robert Schenk (Brücke SH), Frau Prof. Wollesen (FH Westküste), Bürgermeister Ulf Stecher (Stadt Heide) und Frau Dr. Lasserre (Westküstenkliniken) hochrangige Entscheidungsträger der neuen Bündnispartner_innen persönlich anwesend sein und damit die Wichtigkeit und den Stellenwert demonstrieren.“

Andreas Witolla ist begeistert darüber, dass die Gleichstellungsministerin des Landes SH, Kristin Alheit, ebenfalls bei der Unterzeichnung anwesend sein wird und die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnet. Alheit erklärt dazu: „Ich möchte einen offenen und respektvollen Umgang miteinander in ganz Schleswig-Holstein. Die Partner_innen des Bündnisses tragen dazu bei, dieses Ziel gemeinsam zu erreichen und ich freue mich sehr über die Beitritte hier an der Westküste. Sie zeigen nicht nur als Arbeitgeber_in, sondern als ganze Stadt und Region, dass bei Ihnen Vielfalt willkommen ist! Dafür gilt Ihnen mein herzlicher Dank.“

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt die Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

Verantwortlich:
LSVD Schleswig-Holstein e.V.
Andreas Witolla
Vorstandssprecher
c/o RA Wolter
Meesenring 2
23566 Lübeck
Mobil 0163 - 7675747
andreas.witolla@lsvd.de
http://www.lsvd-sh.de

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Anfang 2016 startete die Initiative „Westküste denkt QUEER“ ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm in Dithmarschen und Nordfriesland. Organisiert und durchgeführt wurden knapp 20 Veranstaltungen, bei denen insgesamt über 1000 Besucher_innen begrüßt werden konnten. Durch die bunte Mischung an spannenden Veranstaltungen wurde in toller Atmosphäre ein offenes und interessiertes Publikum erreicht und das Thema „vielfältige Lebensformen“ an der Westküste sichtbar gemacht.

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Nun zündet die Initiative das nächste Veranstaltungsfeuerwerk. Auch hier wurden vorhandene Angebote einbezogen und mit eigenen Ideen ergänzt. Zudem wurde auf eine ausgewogene Verteilung der Angebote und Veranstaltungen geachtet:

  • 12. November 2016 um 21:00 Uhr LSBTIQ Party im Speicher Husum
  • 17. November 2016 um 19:30 Uhr Kinoabend „Something Must Break“ Bornholdt Meldorf
  • 23. November 2016 um 18:00 Uhr Kinoabend „The Danish Girl“ in Leck (Deli-Kino)
  • 01. Dezember 2016 um 19:00 Uhr Kinoabend „Dallas Buyers Club“ in St. Peter-Ording (Kino Nordlicht)
  • 02. Dezember 2016 um 20:00 Uhr Konzert zum Welt-AIDS-Tag in Kooperation mit der Aidshilfe Sylt, unterstützt durch Mittel des Spendenparlaments SH: MAT - Magnolia Acustic Trio - Die Harmonie des Jazz mit der Attitüde des Punk und Coolness des Platt!
  • 07. Dezember 2016 um 18:00 Uhr Coming Out! Mobiles Klassenzimmerstück von Jutta Schubert für alle ab 14 Jahren - Produktion des Landestheaters SH, Aufführungen jeweils mit Nachbereitung durch Theaterpädagogik: an der FH Westküste, Eintritt frei, offen für alle
  • 09. Dezember 2016 um 19:00 Uhr Poetry Slam zum Thema „Vielfalt leben - Akzeptanz fordern und fördern“ gegen Homo- und Transphobie an der FH Westküste

Alle Veranstaltungen finden wieder im Rahmen des -Aktionsplans Echte Vielfalt- für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten des Landes Schleswig-Holsteins statt. „Echte Vielfalt lebt davon, dass viele unterschiedliche Menschen mitmachen!“ so Gleichstellungsministerin Kristin Alheit. „Die Initiative Westküste denkt QUEER zeigt vorbildlich, wie Akzeptanz im Alltag gelebt und gefördert werden kann. Mein herzlicher Dank geht an alle Beteiligten, die hochengagiert dazu beitragen, dass verschiedene Lebensweisen selbstverständlich werden.

Die Initiative „Westküste denkt QUEER“ wurde durch Vertreterinnen zweier Beratungsstellen, einer Ärztin und der Gleichstellungsbeauftragten Stadt Heide 2014 zunächst in Dithmarschen gegründet. Inzwischen setzt sich die Initiative aus Vertreter*innen von Beratungsstellen (pro familia, Frauen helfen Frauen, Aidshilfe Sylt, Brücke SH, Beratungsstelle der Diakonie), Gleichstellungsbeauftragten, Lokalpolitiker*innen und Privatpersonen aus Dithmarschen und Nordfriesland zusammen.
Allen Beteiligten ist es wichtig, die geschlechtliche und sexuelle Vielfalt der Menschen auch an der Westküste sichtbar zu machen sowie Möglichkeiten zur Auseinandersetzung und zur Anerkennung dieser Vielfalt zu schaffen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer.
Kontakt:
Gabriela Petersen
Gleichstellungsbeauftragte Stadt Heide
Postelweg 1
25746 Heide
Tel.: 0481 – 6850 150
gleichstellungsstelle@stadt-heide.de
http://www.facebook.com/wedequ
http://wedequ.slfl.de

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