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Am 24. Juni verkündete der Oberste Gerichtshof der USA seine Entscheidung, die das garantierte, landesweite Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch effektiv aufhebt. Lesen Sie in diesem Artikel, warum dieses Urteil nicht nur Cis-Hetero-US-Amerikanerinnen betrifft, sondern Menschen aller Geschlechter und Sexualitäten.

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In seinem Urteil stimmte das Gericht mit 5:3 Stimmen dafür, die früheren Entscheidungen des Gerichts im Fall Roe v. Wade aufzuheben, die das Recht auf Abtreibung auf Bundesebene garantiert hatten. Die offizielle Stellungnahme, die von Richter Samuel Alito verfasst wurde, scheint weitgehend identisch mit der Version zu sein, die im vergangenen Monat durchgesickert war. In dieser Stellungnahme vertritt Alito die streng originalistische Auffassung, dass die Verfassung, die ausschließlich von Menschen geschrieben wurde, die nie eine reproduktive Versorgung benötigten (=Cis-Männer), in Bezug auf die Abtreibung neutral ist und dass der Gerichtshof die zuvor festgelegten Schutzbestimmungen niemals hätte gewähren dürfen. "Die Verfassung gewährt kein Recht auf Abtreibung", schließt Alito in seiner Stellungnahme.

So kritisierte Alito das frühere Gericht für die "schädlichen Auswirkungen" von Roe v. Wade auf den politischen Diskurs in den USA. Tastsächlich wird der Schaden der aktuellen Entscheidung des Gerichts jedoch vermutlich von den Menschen getragen werden, die dringend Abtreibungen und die damit verbundene reproduktive Versorgung benötigen - nicht nur cis-hetero-Frauen, sondern auch queere Menschen, trans Männer und Leute aller Geschlechter, die einen Uterus haben: Ein schwuler trans Mann kann von seinem Cis Partner Schwanger werden, eine lesbische cis Frau kann von ihrer trans Partnerin Schwanger werden, eine pansexuelle nicht-binäre Person mit Uterus kann von einer anderen nicht-binären Person schwanger werden…

"Dieses Thema ist für unsere Gemeinschaft nicht nur eine philosophische Frage. Trans Personen bekommen Babys, brauchen allgemeinen Zugang zu reproduktiven medizinischen Dienstleistungen und nehmen Abtreibungen vor", sagte die Gründerin von TransLash Media, Imara Jones, im März der Teen Vogue. "Wir tun dies jedoch innerhalb eines Gesundheitssystems, das unserer Existenz oft feindlich gegenübersteht".

Aufgrund der Entscheidung des Gerichtshofs werde sich diese Feindseligkeit nur noch verstärken, da sichtbar queere Menschen versuchen werden, Zugang zu einer Versorgung zu erhalten, die jetzt nur durch ein freies Durcheinander der einzelnen Bundesstaaten möglich ist.

Doch leider werden die negativen Auswirkungen der Entscheidung nicht nur bei der Abtreibung zu spüren sein: Lesen Sie hier mehr über die Konsequenzen des Abtreibungsverbotes für wichtige Fragen der körperlichen Autonomie.

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San Francisco hat einen Plan zur Beendigung der Obdachlosigkeit von trans Personen bis 2027 vorgestellt und ist damit die erste amerikanische Stadt, die sich zu einem solchen Ziel verpflichtet.

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Der Plan sieht eine neue Unterkunft für trans und gendervariante (aus dem Englischen: gender-nonconforming) https://echte-vielfalt.de/lebensbereiche/lsbtiq/nicht-binaer-gendervariant-genderlos-weder-mann-noch-frau-oder-beides/ Jugendliche vor. So kündigte Bürgermeisterin London Breed am Dienstag an, dass die Stadt in ihrem Zwei-Jahres-Budget 6,5 Millionen Dollar speziell für eine Initiative zur Beendigung der Obdachlosigkeit von trans und gendervarianten Menschen bereitstellen werde, wie das queere Onlinemagazin them berichtete https://www.them.us/story/san-francisco-end-trans-homelesness-2027 .

Demzufolge beinhalte der Plan in der Anfangsphase die Bereitstellung von mindestens 150 langfristigen Wohnsubventionen für trans und gendervariante Personen und die Entwicklung einer neuen dauerhaften Wohnanlage für trans und gendervariante Jugendliche. Der Großteil der Mittel werde für kurzfristige Mietzuschüsse und flexible finanzielle Unterstützung für die Bewohner*innen sowie für die Unterstützung der beteiligten gemeinnützigen Organisationen verwendet werden. Fünfhunderttausend Dollar sollen für die Finanzierung von Gesundheitsdiensten für trans und gendervariante Bürger*innen verwendet werden.

Trans und gendervariante Personen sind überproportional häufig von Wohnungsunsicherheit betroffen und erleben, wenn sie Zugang zu einer Unterkunft haben, mit größerer Wahrscheinlichkeit Diskriminierung und Missbrauch. Laut der Bürgermeisterin seien trans und gendervariante San Franciscaner*innen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung 18-mal häufiger von Obdachlosigkeit betroffen, wobei die Rate bei BIPOC trans Menschen noch höher sei.

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Trans* Frauen müssen sich oft der Frage stellen, woran sie Weiblichkeit festmachen und was es für sie ausmacht, eine Frau zu sein. Dank des veralteten „Transsexuellengesetzes“ in Deutschland müssen sie (und trans* Männer natürlich auch) sich sogar psychologischen Gutachten unterziehen und diese Position verteidigen, um ihr gesetzliches Geschlecht ändern oder eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen lassen zu können. Cis-Frauen dagegen müssen sich nicht dafür rechtfertigen eine Frau zu sein, um ihren gesetzlichen Eintrag als „weiblich“ behalten zu dürfen. Ist das fair?

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Die Autorin und Musikerin Iva Moor stellte kürzlich auf Twitter die folgende Frage: „Liebe Cis-Frauen in der Bubble: Woher wisst ihr, dass ihr cis seid? Ist Weiblichkeit/Frausein ein bestimmtes Gefühl für euch? Gerade, wenn ihr mit Rollen(erwartungen) clasht: Woran macht ihr euer Frausein fest?“. Dem trug sie nach: „Ich frage mich halt, ob es generell Leute gibt, die ein explizites Gefühl für ihr Geschlecht haben und es daher einfach wissen, und andere haben dieses Gefühl einfach nicht?“.

Die Antworten auf diese Fragen variierten stark, und die Lektüre des Twitter-Threads ist für Interessierte durchaus empfehlenswert. Wichtiger jedoch ist, dass Menschen sich diese Fragen selbst stellen, und sich bewusst machen, woher die Diversität in den Antworten kommt: Nämlich davon, dass Geschlecht ein gesellschaftliches Konstrukt ist, mit dem man sich auf viele Weisen verbunden, oder eben nicht verbunden, fühlen kann. Wie die Politikwissenschaftlerin Felicia Ewert in ihrem Buch „Trans.Frau.Sein“ schreibt, gilt dabei auch, dass Cisgeschlechtliche Menschen nicht „normal“ sind, sondern eben Cis. In diesem Kontext schreibt der Blogger Captain Cato: „Es gibt keine Tabelle, in der man uns einteilen kann und das ist vollkommen okay so. Wir müssen nicht auf einer Skala von Mann bis Frau existieren, damit es greifbarer für binäre Menschen ist“. Demnach muss man vielleicht auch nicht unbedingt wissen, was einen zu einer Cis-Person macht – genauso wenig müssen das aber eben auch trans* und nicht-binäre Personen.

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Mehrere transgeführte Organisationen haben Ende Juli eine deutliche Reisewarnung für Großbritannien veröffentlicht. Das Trans Exile Network (TEN), das Trans Advocacy and Complaint Collective (TACC), Compton’s Café CIC und Transpilot Ltd fordern LSBTIQ*-Organisationen weltweit dazu auf, Menschen über die aus ihrer Sicht erheblich verschlechterte Lage von trans*, nichtbinären* und intergeschlechtlichen Personen im Vereinigten Königreich zu informieren.

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Im Zentrum der Warnung stehen rechtliche und politische Entwicklungen der vergangenen Jahre, insbesondere das Urteil des britischen Supreme Court vom April 2025 sowie darauf aufbauende staatliche Leitlinien. Die beteiligten Organisationen sehen darin einen tiefgreifenden Einschnitt in die Rechte von trans* Menschen und sprechen von einem zunehmend feindlichen Umfeld.

Dr. Victoria McCloud von TEN, die nach eigenen Angaben mittlerweile in Irland lebt, findet deutliche Worte: „Es ist ein trauriger Zustand, wenn unabhängige Organisationen die Freiheit und Sicherheit von trans* Personen schützen müssen, indem sie vor Reisen in ein demokratisches Land warnen“ (übersetzt aus dem Englischen).

Die von den Organisationen verbreitete Empfehlung listet Entwicklungen auf, die aus ihrer Sicht für Reisende relevant sein könnten. Dazu gehören neue Regelungen und Leitlinien zu geschlechtergetrennten Räumen wie Toiletten, Umkleiden und Krankenhausstationen sowie zu polizeilichen Durchsuchungen. Der Zugang zu geschlechtergetrennten Räumen soll demnach am bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht ausgerichtet werden. Die Organisationen kritisieren zudem, dass geänderte Geschlechtseinträge in Dokumenten wie Reisepässen oder Ausweisen dabei vielfach nicht als maßgeblicher Nachweis anerkannt würden.

Sorgen äußern die Initiator*innen auch hinsichtlich möglicher Diskriminierungs- und Gewalterfahrungen im Alltag. Sie verweisen auf eine Zunahme transfeindlicher Berichterstattung in britischen Medien sowie auf weiterhin hohe Zahlen von Hasskriminalität gegen trans Menschen. Betroffen seien nicht nur trans* Personen selbst, sondern auch Menschen, deren Geschlechtsausdruck nicht gesellschaftlichen cisgeschlechtlichen Normvorstellungen entspricht und die deshalb als trans* gelesen werden.

Auch international wird die Entwicklung der Rechte von trans* Personen im Vereinigten Königreich kritisch beobachtet. In den vergangenen Jahren äußerten sowohl UN-Expert*innen als auch Menschenrechtsinstitutionen des Europarats Besorgnis über entsprechende Entwicklungen. Die britische Regierung wiederum vertritt die Position, dass die neuen Regelungen auf geltendem Recht und gerichtlichen Entscheidungen basieren und dem Schutz geschlechtergetrennter Räume dienen sollen.

Während Befürworter*innen der neuen Regelungen von rechtlicher Klarheit und dem Schutz von Frauen sprechen, sehen viele trans* Personen und ihre Verbündeten darin erhebliche Einschränkungen ihrer Teilhabe und Sicherheit.

Für Reisende aus Deutschland und anderen europäischen Ländern kann es daher sinnvoll sein, sich vor einem Aufenthalt im Vereinigten Königreich über die aktuelle Situation und die geltenden Regelungen etwa bei Institutionen, Veranstaltungen und Unterkünften zu informieren. Die Herausgebenden der Reisewarnung formulieren ihre eigene Empfehlung deutlich: „Stay Safe, Stay Away.“

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Mit einer Aussage der US-Basketballerin Sophie Cunningham ist die Debatte über die Teilnahme von trans* Frauen im Frauensport in den USA erneut in den Fokus gerückt. Dabei beruft sie sich auf den vermeintlichen „Schutz“ junger Mädchen und stellt trans* Frauen als Gefahr dar.

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In einem Interview mit ESPN begründet Cunningham ihre Forderung nach einem Ausschluss von trans* Frauen damit, dass diese biologische Männer seien und junge Mädchen entsprechend vor ihnen geschützt werden müssten.

Verschiedene Sportverbände gehen unterschiedlich mit der Teilnahme von trans* Personen um. In der Leichtathletik können trans* Frauen nur unter bestimmten Voraussetzungen teilnehmen, etwa wenn sie einen festgelegten Testosteronwert unterschreiten. Auch das International Olympic Committee (IOC) diskutierte nach mehreren Debatten über die Einführung von Geschlechtertests. Kritisiert wird dabei insbesondere der Eingriff in die Privatsphäre, den solche Tests bedeuten. Zudem würden rein biologische Tests der Komplexität von Geschlechtsidentität nicht gerecht.

Die Women’s National Basketball Association, in der Cunningham spielt, hat bisher keine spezifische Regelung zur Teilnahme von trans* Frauen.

Cunninghams Positionierung hat die Debatte um die Teilnahme von trans* Frauen im Sport wieder auf die politische Tagesordnung gesetzt. Konservative Politiker*innen und Aktivist*innen greifen das Thema auf und integrieren es in Kampagnen gegen „Wokeness“. Bei ihren Spielen bedankten sich einige Fans mit Schildern bei Cunningham für ihre Äußerungen.

Gleichzeitig werden auch Gegenstimmen aus dem Sport und der Zivilgesellschaft laut. Minnesota-Trainerin Cheryl Reeve äußerte sich gegenüber der Presse inklusiv, ebenso wie die Spielerinnengewerkschaft WNBPA. Die WNBPA positionierte sich gegen Hass und Diskriminierung, auch gegenüber trans* Personen.

Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass trans* Frauen nach einer Hormontherapie keine eindeutigen körperlichen Vorteile gegenüber cis Frauen im Sport aufweisen. Zwar hätten trans* Frauen laut der Studie eine größere fettfreie Masse, bei anderen sportlich relevanten Merkmalen habe es jedoch keine Unterschiede gegeben. Damit sei, so Forscher Bruno Gualano, die Exklusion von trans* Frauen aus dem Frauensport wissenschaftlich nicht gerechtfertigt.

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Der Bereich Interdisziplinäre Schmerz- und Palliativambulanz / Neurologische Schmerzforschung des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) führt derzeit eine Studie zu Geschlechtsaspekten in der Schmerzverarbeitung durch und sucht dafür noch trans* und nicht-binäre Teilnehmende.

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Die Proband*innen sollten mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Gut eingestellte psychische oder körperliche Erkrankungen stellen jedoch nicht zwingend ein Ausschlusskriterium dar. Nicht mehr gesucht werden cisgeschlechtliche Personen sowie trans Männer, die eine Hormontherapie erhalten.

Die Studienteilnehmenden nehmen an einer einmaligen Untersuchung am UKSH in Kiel teil. Diese dauert etwa eine Stunde und 45 Minuten und umfasst das Ausfüllen von Fragebögen, eine Blutentnahme sowie verschiedene Verfahren zur Schmerzmessung. „Eine queer- und trans*-freundliche Atmosphäre ist gegeben“, heißt es im Flyer zur Studie. Alle Proband*innen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro.

Die Anmeldung erfolgt online. Bei Fragen oder Unsicherheiten kann eine E-Mail an schmerz-studie@web.de gesendet werden.

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Am 22. Mai 1930 wurde Harvey Milk in New York als Sohn litauisch-jüdischer Eltern geboren. Er studierte Lehramt, diente in der US Navy und arbeitete anschließend in verschiedenen Berufen. Sein Leben endete am 27. November 1978 gewaltsam – zu diesem Zeitpunkt galt er bereits als eine der zentralen Figuren der queeren Bürgerrechtsbewegung in den USA.

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Milk wuchs in New York auf, besuchte dort die Highschool und später das New York State College for Teachers. Schon früh setzte er sich mit gesellschaftlicher Vielfalt auseinander. Nach seinem Abschluss im Jahre 1951 trat er in die US Navy ein, verließ diese jedoch nach vier Jahren, nachdem er wegen seiner Sexualität befragt worden war.

1972 zog Milk nach San Francisco, das damals als Anlaufstelle für homosexuelle Menschen, Künstler*innen und Hippies galt. Gemeinsam mit seinem Partner Scott Smith lebte er in der Castro Street, dem Zentrum der queeren Szene. Dort eröffneten die beiden ein Fotogeschäft, das sich schnell zu einem wichtigen Treffpunkt im Viertel entwickelte.

Milk wurde als „Bürgermeister der Castro Street“ bekannt. Sein wachsendes politisches Interesse führte schließlich zu einer Kandidatur für den Stadtrat von San Francisco. Obwohl er zunächst erfolglos blieb, engagierte er sich weiterhin politisch. Nachdem Geschäftsleute versucht hatten, zwei schwulen Männern die Eröffnung eines Ladens zu verbieten, gründete Milk gemeinsam mit anderen Unternehmer*innen die Castro Village Association – einen der ersten Zusammenschlüsse überwiegend queerer Unternehmen. Später berief ihn sein enger Freund und Bürgermeister George Moscone in ein städtisches Gremium. Damit gehörte Milk zu den ersten offen schwulen Amtsträgern in den USA.

1977 gelang ihm schließlich der Einzug in den Stadtrat von San Francisco. Sein Wahlsieg gilt bis heute als Meilenstein für die LSBTIQ* Community in den USA. Milk setzte sich sowohl für die Rechte homosexueller Menschen als auch für soziale Themen wie Kinderbetreuung und bezahlbaren Wohnraum ein. Besonders bekannt wurde sein Einsatz gegen die sogenannte „Proposition 6“ in Kalifornien, die die Entlassung homosexueller Lehrkräfte ermöglicht hätte.

Harvey Milk und George Moscone wurden am 27. November 1978 vom ehemaligen Politiker Dan White im Rathaus erschossen. In der darauffolgenden Nacht gingen tausende Menschen auf die Straße, um der beiden Politiker zu gedenken. White wurde später zu einer vergleichsweise milden Haftstrafe verurteilt.

Harvey Milks Leben und politisches Wirken wurden vielfach künstlerisch aufgearbeitet. Sein Engagement gilt bis heute als wegweisend für nachfolgende Generationen queerer Aktivist*innen.

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Die medizinische Versorgung von trans* und nichtbinären Jugendlichen steht seit einigen Jahren im Mittelpunkt intensiver Debatten. Nun sorgt eine neue Entwicklung aus Großbritannien für Aufmerksamkeit: Eine geplante klinische Studie zu pubertätshemmenden Medikamenten wurde vorerst gestoppt. Fachleute betonen jedoch, dass es sich nicht um ein endgültiges Aus für die Forschung handelt, sondern um einen Schritt, der zusätzliche Sicherheitsprüfungen ermöglichen soll.

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Die sogenannte PATHWAYS-Studie sollte untersuchen, welche Auswirkungen Pubertätsblocker auf Kinder und Jugendliche mit Geschlechtsinkongruenz haben. Geplant war, über mehrere Jahre rund 220 junge Menschen in die Studie aufzunehmen und medizinisch zu begleiten. Ziel war es, mehr wissenschaftliche Daten über Nutzen und Risiken der Behandlung zu gewinnen.

Pubertätsblocker sind Medikamente, die vorübergehend die körperlichen Veränderungen der Pubertät unterdrücken sollen. In der Behandlung von trans* Jugendlichen werden sie eingesetzt, um Zeit für diagnostische Abklärung und persönliche Entscheidungen zu gewinnen.

Bevor die Studie mit der Rekrutierung von Teilnehmenden beginnen konnte, griff jedoch die britische Arzneimittelbehörde MHRA ein. Sie äußerte neue Sicherheitsbedenken und empfahl, das Studienkonzept noch einmal zu prüfen. Konkret geht es unter anderem um mögliche langfristige biologische Risiken sowie um Fragen der Altersgrenze und des Einwilligungsprozesses.

Das britische Gesundheitsministerium erklärte, die Studie werde erst fortgesetzt, wenn geklärt sei, dass Sicherheit und Wohlbefinden der beteiligten Kinder und Jugendlichen ausreichend gewährleistet sind. Bis dahin sollen Forschende und Behörden gemeinsam Anpassungen am Studiendesign prüfen.

Die Entscheidung, die Studie zu pausieren, wird jedoch auch kritisch gesehen. Einige Fachleute und LSBTIQ*-Organisationen befürchten, dass politische Kontroversen die medizinische Forschung ausbremsen könnten.

Für junge Menschen, die bereits entsprechende Medikamente erhalten, gilt in Großbritannien weiterhin, dass ihre Behandlung individuell geprüft und fortgeführt werden kann. Gleichzeitig arbeiten Forschende daran, Studien so zu gestalten, dass sie sowohl ethisch vertretbar als auch wissenschaftlich aussagekräftig sind.

Die aktuelle Entwicklung zeigt vor allem, wie komplex die medizinische Versorgung von trans* Jugendlichen ist. Zwischen dem Schutz junger Menschen, der wissenschaftlichen Evidenz und dem Recht auf angemessene Gesundheitsversorgung müssen sorgfältige Entscheidungen getroffen werden, die nur auf Grundlage solider Forschung möglich sind.

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Der Bundesverband Trans* hat gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung die Broschüre „Was bringt Trans*feindlichkeit rechtsextremen Akteur*innen? Und: Was ist daran so gefährlich?“ herausgebracht. Darin werden die Zusammenhänge von rechtsextremer Ideologie und trans*feindlichen Argumenten dargestellt.

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In der Broschüre werden zunächst Merkmale von rechtsextremen Ideologien genannt, worunter neben rassistischen und migrationsfeindlichen Einstellungen auch die Ablehnung geschlechtlicher Vielfalt gezählt wird. Rechte Ideologien basieren meist auf der Idee, dass es nur zwei Geschlechter gebe. Diese haben klare Rollen in der Familie, der wiederum eine nationalistische bzw. völkische Bedeutung zugewiesen wird.

So ist die „Ungleichwertigkeit von Männlichkeit und Weiblichkeit […] eine Grundlage der gesellschaftlichen und politischen Ordnung in extrem rechten Ideologien.“ (S. 10) Rechte Akteur*innen benutzen biologistische Argumente, wobei sie wissenschaftliche Erkenntnisse, die eine Natürlichkeit geschlechtlicher Hierarchien widerlegen, außer Acht lassen.

Im Geschlechterverständnis sind auch Verschränkungen mit rassistischen Motiven zu finden: „Es wird ein direkter Bezug von der Familie als ‚Keimzelle der Nation‘ zu einer als homogen imaginierten ‚Volksgemeinschaft‘ hergestellt.“ (S. 13) Feministische Forderungen, zu denen auch geschlechtliche Vielfalt zählt, werden klar abgelehnt. So wird der Zusammenhang zu Trans*feindlichkeit geschaffen:

„Rechtsextreme Erzählungen zu den Themen körperliche Selbstbestimmung, Reproduktion, Geschlechter- und Familienbilder werden explizit mit trans*feindlichen Erzählungen verbunden. Dabei werden aktuelle gesellschaftliche, meist menschenfeindlich aufgeladene, Debatten aufgenommen oder es wird auf Argumentationsmuster und Konzepte zurückgegriffen, die bereits seit Jahrzehnten dazu dienen bzw. dienten, queeren Menschen ihr Recht auf körperliche und geschlechtliche Selbstbestimmung abzusprechen“ (S. 17)

In rechten Diskursen werden mit Begriffen wie „Gender-Ideologie“ oder „Gender-Wahn“ antifeministische und trans*feindliche Motive verschleiert. Zudem wird oft argumentiert, dass Kinder vor einer vermeintlichen „Frühsexualisierung“ geschützt werden müssen. In der Broschüre wird klargestellt, dass dies keine wissenschaftliche Basis hat und ähnliche Argumentationslinien bereits in der NS-Zeit zu finden sind.

Trans* und nichtbinäre Personen werden von Rechten diffamiert und zum Teil öffentlich angegriffen. Zur Frage, inwiefern Trans*feindlichkeit rechtsextremen Akteur*innen in die Hand spielt, liefert die Broschüre die Antwort, dass es als strategisches Mittel fungiert: Einerseits hätten „trans*feindliche Aussagen ein hohes Anknüpfungspotential an verschiedene Teile der Gesellschaft“, was für eine rechtsextreme Agenda ausgenutzt werden könne, um „im nächsten Schritt für weitere Elemente extrem rechter Ideologien zu mobilisieren“ (S. 37).

Zudem werden damit traditionelle antifeministische Diskurse, die heutzutage weniger Mobilisierungspotential haben, verschoben und die (weiße) cis-Frau als Schutzobjekt umgedeutet, das von Trans*geschlechtlichkeit gefährdet sei. Außerdem werden, beispielsweise mit den Argumenten zum Kinderschutz, Allianzen zwischen Rechtsextremen und anderen Gruppen, zum Beispiel religiösen und konservativen, innerhalb der Gesellschaft geschaffen.

In der Broschüre wird zuletzt auf Gegenstrategien eingegangen, die unter anderem eine kritische Auseinandersetzung mit Trans*feindlichkeit sowie der Zusammenarbeit mit Organisationen und Interessensverbänden von trans* Personen beinhalten. Außerdem müsse das Thema im größeren politischen Kontext betrachtet werden:

„Immer wieder wird davon gesprochen, es gehe beim Thema Trans*geschlechtlichkeit ‚nur‘ um eine kleine Personengruppe. Ganz im Gegenteil können wir aber beobachten, dass es bei Trans*feindlichkeit von der extremen Rechten um strategische politische Angriffe auf Menschenrechte und Selbstbestimmung geht. Es geht darum, rechtsextreme Ideologien und damit auch Antisemitismus, Rassismus, Ableismus und Klassismus zu normalisieren und eine vielfalts- und demokratiefeindliche Gesellschaft zu errichten.“ (S. 43)

Die Verschränkungen von Queerfeindlichkeit und Rechtsextremismus haben sich in den vergangenen Jahren anhand der zahlreichen Angriffe auf Christopher Street Day (CSD) Veranstaltungen gezeigt. Die Arbeit des Bundesverband Trans* und der Amadeu Antonio Stiftung hilft, diese Ereignisse im Kontext rechter Ideologien zu verstehen, um gezielt dagegen vorzugehen.

Der Bundesverband Trans* setzt sich für die Rechte von trans* Personen ein. Mit regelmäßigen Publikationen und Fortbildungen klärt der Verband über wichtige Themen im Kontext von geschlechtlicher Vielfalt auf.

Die Amadeu Antonio Stiftung setzt sich konsequent gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus ein. Die Stiftung betrachtet auch Antifeminismus und Queerfeindlichkeit im Kontext rechter Ideologien. Bei der Fachstelle Gender und Rechtsextremismus wird dieser Zusammenhang erforscht und dazu beraten.

Zur Publikation: „Was bringt Trans*- feindlichkeit rechtsextremen Akteur*innen? Und: Was ist daran so gefährlich?“

Bild (Deckblatt der Broschüre): Bundesverband Trans*

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Laut der britischen Zeitung „The Times“ plant das Internationale Olympische Komitee (IOC), trans Frauen künftig grundsätzlich von Frauenwettbewerben auszuschließen. Grundlage dieser Entscheidung sei eine wissenschaftliche Studie, die darauf hinweist, dass Personen, die die männliche Pubertät durchlaufen haben, auch nach einer Hormonbehandlung dauerhafte körperliche Vorteile behielten.

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IOC-Präsidentin Kirsty Coventry hatte sich bereits zuvor klar dafür ausgesprochen, die „Frauenkategorie zu schützen“ und trans Athletinnen von den Olympischen Spielen auszuschließen. Eine neue interne Studie, vorgestellt von IOC-Gesundheitschefin Jane Thornton, soll belegen, dass trans Frauen cis Frauen körperlich überlegen seien – genaue Details sind aber bislang nicht bekannt.

Bisher durften die einzelnen Sportverbände selbst festlegen, wie sie mit trans Athlet*innen umgehen. Coventry betonte nun, dass der olympische Sport einen einheitlichen Ansatz brauche und der Schutz der Frauenkategorie im Vordergrund stehe. Laut internen Informationen soll das endgültige Verbot vor den Winterspielen 2026 in Italien offiziell verkündet werden, auch wenn die Entscheidung intern wohl schon gefallen sei.

Scharfe Kritik von queeren Verbänden

Die Pläne stoßen bei queeren Organisationen auf heftige Kritik. Verbände wie der LSVD+ und die dgti e.V. werfen dem IOC vor, durch solche Maßnahmen das Signal zu senden, dass trans Frauen und trans Männer keine „echten“ Frauen oder Männer seien. Sie sehen darin eine Diskriminierung und warnen davor, dass trans Menschen so erneut zu Bürger*innen zweiter Klasse gemacht würden.

LGBTI-Organisationen bezweifeln die wissenschaftliche Grundlage der Entscheidung und vermuten politische Motive dahinter. Sie verweisen auf den Einfluss der US-Regierung unter Donald Trump, der trans Personen bereits mehrfach diskriminierende Maßnahmen auferlegt hat und für 2028 in Los Angeles die Einreise von trans Athletinnen untersagen will.

Einfluss der US-Regierung

US-Präsident Donald Trump hat im Februar eine Verordnung erlassen, die Transgender-Frauen vom Frauensport ausschließt. Daraufhin passte das US-Olympische und Paralympische Komitee (USOPC) seine Richtlinien an und kündigte an, in Übereinstimmung mit dem Präsidialdekret ein „faires und sicheres Umfeld für Frauen“ zu gewährleisten.
Trumps Erlass mit dem Titel „Keine Männer im Frauensport“ droht Schulen und Universitäten mit dem Entzug von Bundesgeldern, wenn sie trans Mädchen oder Frauen in Frauenteams aufnehmen. Außerdem fordert er das IOC auf, seine eigenen Regeln entsprechend zu ändern – was nun, einige Monate später, offenbar Anklang gefunden hat.

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