Trans Sichtbarkeit auch über den TDOV hinaus
5. April 2022Weiterlesen Deswegen sieht sich Echte Vielfalt in den nächsten fünf Beiträgen trans Themen an, die sonst nicht genug Aufmerksamkeit genießen – und so in Gefahr laufen unsichtbar zu werden. Welche Folgen ein solcher Mangel an Sichtbarkeit und Repräsentation haben kann, beschreibt eine trans Person für den Amnesty International Blog: „Erst als ich Anfang zwanzig war, habe ich das Wort "nicht-binär" gehört oder meine erste trans Freundin getroffen. Ich lernte nichts über die Geschichte von trans Personen, sah keine trans Menschen auf meinem Bildschirm und las nichts über sie, und das nicht, weil es keine trans Personen gibt, sondern weil in den Geschichten, die mir gezeigt wurden, unsere Erfahrungen nicht erzählt wurden. Ich frage mich immer wieder, wie sehr sich mein Leben verändert hätte, wenn ich mit Menschen aufgewachsen wäre, denen ich hätte nacheifern können, die mir gesagt hätten, dass meine Erfahrungen in Ordnung sind, und die mir all die Dinge gezeigt hätten, die ich als Erwachsene sein kann.“ So wüssten viele Menschen schon in jungen Jahren, dass sie trans sind. Doch manche trans Personen haben vielleicht erst später im Leben die Sprache oder das Verständnis dafür, was es bedeutet, trans zu sein. Andere trans Personen wissen es erst, wenn sie Teenager oder Erwachsene sind. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, trans zu sein, aber klar sein muss, so schreibt Stonewall UK, dass es sich nicht um eine Modeerscheinung oder eine "Lebensstilwahl" handelt und dass alle trans Menschen es verdienen, mit Würde und Respekt behandelt zu werden – und gesehen zu werden. Wenn man nicht als das Geschlecht anerkannt wird, von dem man weiß, dass man es ist, kann das für die Gesundheit extrem schädlich sein. Deswegen sind vielfältige Sichtbarkeiten wichtiger denn je, und ein wunderbarer Anlass sich mit auch über den TDOV hinaus mit trans Realitäten zu beschäftigen.







